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Pflegezeitschrift

, Volume 71, Issue 3, pp 59–59 | Cite as

Sportler sollten nicht entlang großer Straßen trainieren

Impuls der Wissenschaft
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Wer sich für seine körperliche Ertüchtigung vielbefahrene Straßen aussucht, tut Herz und Lunge keinen Gefallen. Dies gilt ganz besonders für COPD-Kranke.

Wissenschaftler des National Heart & Lung Institute des Imperial College London ließen 119 Probanden über 60 Jahren — ein Drittel von ihnen mit stabiler COPD — einen zwei Stunden langen Spaziergang unternehmen. Die eine Hälfte machte das in der Oxford Street, einer der Hauptverkehrsstraße im Westen Londons. Die anderen durften im Hyde Park promenieren.

Nach ein paar Wochen gab es einen weiteren zweistündigen Spaziergang an der jeweils anderen Stelle. Bei den herz- und lungengesunden Senioren stieg die FEV1 durch den Spaziergang im Hyde Park im Mittel um 7,5% an. Gleichzeitig sank die Pulswellengeschwindigkeit um 5%, ein Effekt, der auch am Folgetag noch nachweisbar war. An der Oxford Street dagegen stieg die FEV1 nur dezent, während sich die Pulswellengeschwindigkeit um 7% erhöhte. Besonders anfällig für die Feinstaubbelastung waren die COPD-Patienten. Sie zeigten bei der Straßenetappe nicht nur eine Zunahme der Gefäßsteifigkeit, sondern auch mehr klinische Symptome als bei der Parketappe, darunter Husten, Kurzatmigkeit, Niesen und eine Zunahme der Sputumproduktion. Die Intensität der Beschwerden korrelierte mit der Konzentration von ultrafeinen Partikeln und Rußpartikeln in der Luft.

Quelle

  1. KSinharay Rudy et al. The Lancet 2017; online 5. Dezember. DOI: http://dx.doi.org/10.1016/S0140-6736(17)32643-0Google Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • gvg
    • 1
  1. 1.

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