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Pflegezeitschrift

, Volume 71, Issue 3, pp 6–6 | Cite as

SEEGEN: Seelische Gesundheit am Arbeitsplatz Krankenhaus

BMBF fördert Forschung zu betrieblichem Gesundheitsmanagement
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Mitarbeiter in Kliniken sind im beruflichen Alltag vielen Belastungen ausgesetzt, die durch den massiven Wandel im Gesundheitswesen noch verschärft werden. Doch in den meisten Krankenhäusern in Deutschland gibt es kein systematisches betriebliches Gesundheitsmanagement. Wie die seelische Gesundheit von Beschäftigen in Krankenhäusern präventiv gestärkt und günstig beeinflusst werden kann, will in den kommenden vier Jahren der Forschungsverbund „Seelische Gesundheit am Arbeitsplatz Krankenhaus“ (SEEGEN) unter der Leitung von Prof. Dr. Harald Gündel (Ärztlicher Direktor der Uniklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Ulm) herausfinden. Der Verbund umfasst Teilprojekte an den Universitätskliniken Düsseldorf, Heidelberg, Tübingen und Ulm und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt 2,6 Millionen Euro gefördert.

Gesundheit und Krankheit werden durch eine Vielzahl von Faktoren bestimmt. Neben der genetischen Disposition spielt auch das berufliche und soziale Umfeld eine große Rolle. Ziel der Forschungen ist es, speziell auf das Arbeitsumfeld Krankenhaus zugeschnittene verhaltens- und verhältnispräventive Maßnahmen zu entwickeln. Diese werden als sogenannte „komplexe Interventionen“ in drei Kliniken durchgeführt und evaluiert. „Schließlich wollen wir die Ergebnisse und Erfahrungen aus diesem Verbundprojekt auch auf gesundheitspolitischer Ebene diskutieren und möglichst Veränderungen erreichen“, erklärt Gündel.

Projektleiter Prof. Dr. Harald Gündel

© Universitätskinikum Ulm

Mittelfristig soll das Verbundprojekt dazu beitragen, die Qualität der Arbeit im Krankenhaus zu verbessern, Personalmangel zu bekämpfen und die Behandlungsqualität zu steigern.

Literatur

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