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Orthopädie und Unfallchirurgie

, Volume 9, Issue 4, pp 61–61 | Cite as

AUC — Akademie der Unfallchirurgie

Gelebte Kooperation

Aus den Verbänden DGU
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Nach Gründung der AUC als Dienstleistungsunternehmen der DGU für Weiter- und Fortbildung 2004 übernahm Prof. Dr. Johannes Sturm 2009 das Amt des Geschäftsführers. Er hat mit Tatkraft und Visionen maßgeblich zur schnellen Weiterentwicklung und zum Erfolg der AUC beigetragen. Als besondere Meilensteine seien an dieser Stelle das flächendeckende ATLS-Kursangebot, der Aufbau und die bundesweite Etablierung des Zertifizierungsverfahrens TraumaNetzwerk DGU® und das Telemedizinangebot TKmed® sowie die wachsende Zahl der medizinischen Register — zusätzlich zum TraumaRegister DGU® — genannt. Sturm engagierte sich in diesen und den vielen weiteren Projekten der AUC (u. a. zu den Themen Alterstrauma, Unfallprävention und Lebensqualität) mit voller Energie. Dank seiner sehr engen Vernetzung in der Unfallchirurgie und seinem feinen politischen Gespür hatte er immer die passenden Ansprechpartner, um seine Ideen zur Qualitätsverbesserung in der deutschen Unfallchirurgie voranzutreiben. Als rheinhessischer Pfälzer mit Leib und Seele hat er seinen Mitarbeitern seine ehemalige Heimat nähergebracht und mit seiner verbindenden Art die unterschiedlichen Akteure und Charaktere an einen Tisch geholt.

Miteinander vorankommen

Auch in der DGU, zu deren Präsidium er gehörte, hat er Kooperation gelebt und für ein Miteinander gesorgt, das es vorher in dieser Form nicht gab. Sturm hat dazu beigetragen, dass die DGU und mit ihr die AUC einen wesentlichen Anteil daran haben, dass die Schwerverletztenversorgung in Deutschland in den letzten zehn Jahren maßgeblich an Qualität gewonnen hat. Das Ziel einer qualitativ hochwertigen Versorgung beschäftigte ihn bereits als aktiven Unfallchirurgen und Chefarzt. So hat er das TraumaRegister DGU® bereits 1992 mitinitiiert und es schließlich als Qualitätssicherungsinstrument für die Unfallchirurgie eingeführt.

Die auf Sturms Initiative hin von der DGU veranstalteten Notfallkonferenzen und der von der AUC in Zusammenarbeit mit Unfallchirurgen aus Bundeswehrkliniken entwickelte TDSC®-Kurs zeigen, dass Sturm immer seinen Finger am Puls der Zeit hat und frühzeitig erkannte, dass die Terrorgefahr ein Überdenken der Strukturen und Abläufe erfordert. Auch die Unterstützung der Entwicklung des ATLS-Refresher-Kurses als E-Learning-Angebot machen deutlich, dass er einen Blick für den technischen und didaktischen Fortschritt hat. Prof. Dr. Johannes Sturm hat die AUC zum 30. Juni 2019 verlassen und die Geschäfte an Markus Blätzinger übergeben. Unterstützt wird er von Dr.-Ing. Christine Höfer. DGU und AUC danken Professor Sturm vielmals für sein großes persönliches Engagement.

Prof. Dr. Johannes Sturm seit 30. Juni 2019 im wohlverdienten Ruhestand.

© AUC

Copyright information

© DGOU und BVOU 2019

Authors and Affiliations

  • AUC

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