Orthopädie und Unfallchirurgie

, Volume 8, Issue 3, pp 45–45 | Cite as

Sektion Osteologie

Update Knochenmarködemsyndrom

  • Uwe Maus
Aus den Verbänden DGOU

Die Sektion Osteologie hat sich auch 2017 intensiv mit dem Thema Knochenmarködemsyndrom (KMÖS) befasst. Die Ergebnisse nach der Therapie der typischerweise selbst-limitierenden Erkrankung sind bisher wenig erforscht. Die aktuell vorliegenden Daten zeigen aber, dass die Behandlung sehr unterschiedlich gehandhabt wird. Daher wurde mit Unterstützung des BVOU ein Register aufgebaut, in das jeder behandelnde Kollege seine Patienten und Ergebnisse eintragen kann. Ziel ist es, eine breite Übersicht über die derzeit angewendeten Therapieoptionen zu erlangen. Der Zugang zu diesem Register ist für Interessierte über die Website www.knochenmark-odem.de möglich. Parallel dazu wurde der Postversand eines einfachen Fragebogens vorbereitet, um auch auf diesem Wege Rückmeldungen zu erhalten. Für weitere Informationen hat die Sektion überdies eine Sonderausgabe der Zeitschrift Osteologie des Schattauer Verlags mit herausgegeben und auf verschiedenen Kongressen und Tagungen in den Jahren 2017/2018 wissenschaftliche Sitzungen zum Thema KMÖS veranstaltet.

Leitlinien

Die S3-Leitlinie Osteoporose des Dachverbands Osteologie (DVO) wurde mithilfe der Sektion aktualisiert und auf dem Osteologiekongress, der vom 8. bis 10. März 2018 in Dresden stattfand, vorgestellt. Neben geringen Neuerungen entspricht die Leitlinie nun den Standardvorgaben für die Leitlinienerstellung und ist somit für alle Interessengruppen, Ärzte, Patienten, Gesundheitswirtschaft und Politik verfügbar.

Weitere Leitlinienprojekte, an denen die Sektion beteiligt ist, sind die S3-Leitlinie zur atraumatischen Femurkopfnekrose, Hypophosphatasie und Morbus Paget.

Eine Leitlinie zum Thema „Benigne Knochentumoren“ ist in Vorbereitung.

Website des Registers Knochenmark-ödemsyndrom

FLS — junge Osteologen gesucht!

Die flächendeckende Versorgung von Patienten mit Osteoporose, ob ambulant, stationär oder an der sensiblen Schnittstelle zwischen Frakturversorgung im Krankenhaus und der ambulanten, häufig lebenslangen Weiterbehandlung ist eine der wesentlichen Aufgaben von Orthopäden und Unfallchirurgen, insbesondere aber der Osteologen. Die Bemühungen um eine geregelte Nachsorge der Patienten nach stationärem Aufenthalt zeigen, gemessen an den sich mehrenden Netzwerken zwischen Klinik und Praxis namens „Fracture Liasion Services“ (FLS), zunehmende Akzeptanz. Dabei sind die Möglichkeiten zur praktischen Umsetzung vielfältig. Die Sektion Osteologie ist in dem Aufbau und der Entwicklung dieser Netzwerke aktiv und unterstützt die einzelnen Partner bei ihrem Vorhaben.

Experten

Wesentliche Voraussetzung für die Funktion der Netzwerke ist die Identifikation der Patienten in der Klinik und die Übergabe und Weiterbehandlung der Patienten im ambulanten Bereich. Gerade für jüngere Kollegen steht die Entwicklung der notwendigen Kompetenz im Vordergrund. Der DVO trägt diesem Bedarf Rechnung, indem die bisherige Ausbildung zum Osteologen durch ein neues Curriculum abgelöst wurde. Bevor nun der „Osteologe DVO“ mit allen Modulen absolviert wird, kann man zunächst seine Kenntnisse als „Experte für allgemeine Osteoporoseversorgung“ und „Experte für spezielle Osteoporoseversorgung“ teilweise auch online, vertiefen. Ziel der Kurse ist es, möglichst viele Ärzte in der Diagnostik und Therapie der Osteoporose zu schulen, damit diese dann in der Breite die Patienten mit Osteoporose behandeln können. Die beiden Kurse werden später auf den Erwerb der Bezeichnung Osteologe DVO angerechnet.

Kongresse

Die Osteoporose betrifft nicht nur Patienten mit den bekannten Frakturen der Wirbelkörper proximaler Femur oder distaler Radius, sondern natürlich auch die Patienten, die sich elektiven Operationen unterziehen. Ein großer Teil der Patienten, die zur Versorgung einer Cox-oder Gonarthrose in den Kliniken vorstellig werden, sind ebenfalls an einer Osteoporose erkrankt, auch wenn nicht bei allen bereits Frakturen vorliegen müssen. Die Sektion hat sich daher mit dem Thema „Osteologie und Endoprothetik“ näher befasst und wird dieses auf dem DKOU 2018 näher beleuchten. Wir laden Sie herzlich dazu ein.

Weitere Informationen unter: http://www.knochenmark-odem.de

PD Dr. David A. Back

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Authors and Affiliations

  • Uwe Maus
    • 1
  1. 1.OldenburgDeutschland

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