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Orthopädie und Unfallchirurgie

, Volume 8, Issue 2, pp 70–71 | Cite as

Erinnerung an Schicksale jüdischer Chirurgen

Stein des Gedenkens

  • Susanne Herda
  • Swetlana Meier
Aus den Verbänden DGU
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Eine mannshohe Stele aus rotbuntem Schiefer steht seit Ende 2017 im Garten hinter dem Haus der Chirurgie in Berlin: Vor einer mit uraltem Efeu berankten Wand erinnert sie an das Schicksal jüdischer Ärzte während der Zeit des Nationalsozialismus. In einer Feierstunde am 7. Februar 2018 weihten 25 hochrangige Vertreter aller zehn chirurgischen Fachgesellschaften den Gedenkstein stellvertretend für alle Chirurgen Deutschlands ein. Sie gedachten damit ihrer mehr als 324 jüdischen Mitglieder, die während der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 gedemütigt und entrechtet wurden, indem man ihnen die Promotion, Approbation beziehungsweise die Kassenzulassung entzog oder ihnen ein Lehrverbot erteilte. Viele von ihnen flohen in das Ausland, einige wurden deportiert oder ermordet. Die Initiative zu diesem Mahnmal geht auf die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e. V. (DGU) zurück und wurde von der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie e. V. (DGCH) und allen zehn mit ihr...

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© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Susanne Herda
    • 1
  • Swetlana Meier
    • 1
  1. 1.

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