Advertisement

Orthopädie und Unfallchirurgie

, Volume 7, Issue 5, pp 57–57 | Cite as

Leitlinienkommission

Leitlinienportal und Kooperation mit DGU

  • Andreas Roth
AUS DEN VERBÄNDEN DGOOC
  • 83 Downloads

Inzwischen sind die Leitlinien „Kindlicher Knick-Senkfuß“ (Prof. Hell, Göttingen) und „Rotatorenmanschette“ (Prof. Liem, Münster/Prof. Brunner, Agatharied) abgeschlossen. Die Leitlinien „Gonarthrose“ (Prof. Stöve, Ludwigshafen) und „Spezifischer Kreuzschmerz“ (Prof. Halder/PD Dr. Kroppenstedt, Sommerfeld) sind in der finalen Bearbeitung. Aktuelle Projekte betreffen die „Indikation zur Knie-TEP“ (Prof. Lützner, Dresden) und die „Indikation zur Hüft-TEP“ (Prof. Günther, Dresden). Interessant ist, dass deren Autoren Möglichkeiten der Akquise von Projektgeldern ausloten und damit völlig neue Wege zur Finanzierung von Leitlinien gehen. Weitere Projekte, die sich in Planung befinden, betreffen den „Hallux rigidus“ (Prof. Waizy, Augsburg), die „Querschnittlähmung“ (Dr. Maier, Murnau) und die „Ellenbogen-Erstluxation“ (Prof. Lehmann, Freiburg). Die Leitlinienerstellung „Coxarthrose“ (Prof. Matziolis, Eisenberg/Jena) und die Aktualisierung der Leitlinien „Atraumatische Femurkopfnekrose“ (Prof. Roth, Leipzig) befinden sich im Stadium der Literaturauswertung.

Leitlinienarbeit soll attraktiver werden

Um die Leitlinienarbeit in den eigenen Reihen attraktiver und effektiver zu gestalten, werden die Leitlinien der DGOOC seit einigen Jahren auf dem Leitlinienportal (www.guideline-service.de) erstellt. Das Portal bietet Leitliniengruppen eine Oberfläche, auf der Texte erstellt und diskutiert, Delphi-Abstimmungen von Empfehlungen sowie „Methodische Literaturarbeit“ (Screening und Bewertung von klinischer Evidenz für S2e- und S3-Leitlininen) durchgeführt werden können. Seit dem letzten Jahr werden die Leitliniengruppen bei der redaktionellen Endbearbeitung der Leitlinientexte und der Erstellung des Methodenreports von wissenschaftlichen Mitarbeitern des Leitlinienportals unterstützt.

„Die Leitlinie kann auch die Grundlage für neu angelegte, multizentrische Studien sein.“

Heutzutage werden die meisten Leitlinien auf S2k oder S2e Niveau erstellt. Da die Beschreibung einiger Krankheitsbilder sehr komplex geworden ist, ergeben sich zum Teil spezielle Fragestellungen. Besonders anschaulich wird dies bei den Leitlinien „Indikation zur Knieendoprothese“ und „Indikationen zur Hüftendoprothese“, die traditionell unter der Rubrik „Gonarthrose“ oder „Coxarthrose“ Platz gefunden hätten. Die Auswertung der Literatur führt dann dazu, dass tradierte Ansichten und Vorgehensweisen verlassen werden. Die Leitlinie kann auch die Grundlage für neu angelegte, multizentrische Studien sein.

Erfreulich ist, dass in diesem Jahr die Leitlinien „Meniskuserkrankungen“ (Prof. Siebert, Langenhangen) in der Zeitschrift für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie „Rehabilitation nach Major-Amputation an der unteren Extremität“ (Prof. Greitemann, Bad Rothenfelde) in der AmpuTee, der Zeitschrift des Bundesverbandes für Menschen mit Arm- und Beinamputation e. V., publiziert wurden.

Die Publikationen der „Rehabilitation nach traumatischen Frakturen der Brust- und Lendenwirbelsäule“ (Dr. Bork, Sendenhorst) sowie „Kindlicher Knick-Senkfuß“ (Prof. Hell, Göttingen) sind in Vorbereitung.

Gemeinsame Geschäftsordnung im Rahmen der DGOU

Besprechungen der DGOOC zur gemeinsamen Leitlinienerstellung mit der DGU laufen im Rahmen der DGOU. Gegenwärtig wird mit Unterstützung von Prof. Stürmer und Prof. Roth als Vertreter der jeweiligen Leitlinienkommission ein Vorschlag für eine gemeinsame Geschäftsordnung der DGOU vorbereitet. Bereits praktiziert wird, dass die Leitlinien gegenseitig konsentiert werden. Eindeutig unfallchirurgische oder orthopädische Leitlinien werden aktuell federführend von einer der beiden Gesellschaften erstellt und herausgegeben. Es soll in Zukunft geprüft werden, wo ein gemeinsames Vorgehen sinnvoll ist.

Zum diesjährigen DKOU-Kongress trifft sich die Leitlinienkommission der DGOOC (24. Oktober 2017, 10:45-11:45 Uhr, Raum Dessau 1). Auch dieses Jahr ist eine gemeinsame Sitzung mit der DGU geplant (24. Oktober 2017, 16:30-17:30 Uhr, Raum Dessau 1). Vertreter der einzelnen Sektionen und AGs sind herzlich eingeladen.

Prof. Dr. Andreas Roth

© A. Roth

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH 2017

Authors and Affiliations

  • Andreas Roth
    • 1
  1. 1.LeipzigDeutschland

Personalised recommendations