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Orthopädie und Unfallchirurgie

, Volume 7, Issue 5, pp 53–53 | Cite as

AOTrauma Master Course Hand and Wrist

  • Joachim Windolf
  • Wolfgang Linhart
AUS DEN VERBÄNDEN DGOU
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Am 16. und 17. März 2017 fand der 1. AOTrauma Master Course Hand and Wrist in Deutschland statt. Unter der Leitung von Prof. Joachim Windolf, Prof. Wolfgang Linhart und Dr. Walter Schäfer wurde den 40 Teilnehmern aus aller Welt ein Intensivprogramm aus dem Bereich der Handchirurgie geboten.

In Anlehnung an die jährlich stattfindenden Handkurse wurde besonderes Gewicht auf den praktischen Teil an anatomischen Präparaten gelegt. Im anatomischen Institut der Universität Düsseldorf (Leiter: Prof. Tim J. Filler) fanden sich dafür sehr gute Bedingungen. Durch die besondere Fixierung der Präparate ist das Gewebe dem „Natürlichen“ sehr ähnlich, so dass die Übungen realitätsnah erfolgen konnten.

Faculty des Handkurses

© Windolf

Neben den praktischen Übungen wurde den Teilnehmern im theoretischen Teil in Vorträgen über ausgewählte Themen Expertenwissen vermittelt und die Gelegenheit für eine intensive Diskussion gegeben. Die Kursleitung wurde von zehn anerkannten Experten der Handchirurgie unterstützt, so dass vor allem in den praktischen Übungen eine individuelle Betreuung der Teilnehmer gewährleistet war. Neben den Vorträgen wurden begleitend Fälle demonstriert, was die offene Diskussion belebte und den Erfahrungsaustausch anstieß.

Der erste Block des Kurses behandelte intraartikuläre Frakturen der Hand, während im zweiten Block die intraartikuläre distale Radiusfraktur im Mittelpunkt stand. Hierfür standen erstmals Präparate mit einer artifiziell erzeugten distalen Radiusfraktur, in der Regel Typ 23 C3, bereit. Begleitend hierfür lagen den Teilnehmern Computertomographien des Handgelenkes individuell passend zum Präparat vor. Somit konnte sowohl die Herangehensweise und Planung, als auch die Osteosynthese mit modernen winkelstabilen Implantaten unter professioneller Anleitung geübt werden. Eine radiologische Kontrolle der Ergebnisse fand im Präparationssaal statt. Der dritte Block des Kurses befasste sich mit Begleitverletzungen des distalen radio-ulnaren Gelenkes und den Bandverletzungen der angrenzenden Handwurzelgelenke. Weichteilproblematiken durch Komplexverletzungen sowie Infektionen behandelte der vierte Block des Kurses. Die praktischen Übungen zu diesem Thema umfassten lokale Lappenplastiken an der Hand und am Unterarm.

Das Feedback am Kursende durch die Teilnehmer war deutlich positiv, neben einem intensiven fachlichen Austausch wurde die hohe Vortragsqualität und rege Diskussion in guter Atmosphäre gelobt.

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH 2017

Authors and Affiliations

  • Joachim Windolf
    • 1
  • Wolfgang Linhart
    • 2
  1. 1.DüsseldorfDeutschland
  2. 2.HeilbronnDeutschland

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