Orthopädie und Unfallchirurgie

, Volume 7, Issue 5, pp 51–51 | Cite as

Sektion Osteologie

Strukturen zur verbesserten Nachsorge

  • Uwe Maus
AUS DEN VERBÄNDEN DGOU
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Die Versorgung von Patienten mit osteoporotischen Frakturen muss verbessert werden.

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Die Sektion Osteologie befasst sich derzeit wissenschaftlich mit zwei Schwerpunkten. Dies sind im Bereich der Osteoporose insbesondere Strukturen zur verbesserten Nachsorge von Patienten mit osteoporotischen Frakturen und die wissenschaftliche Untersuchung des Knochenmarködemsyndroms (KMÖS).

Register Knochenmarködemsyndrom

Das Knochenmarködemsyndrom ist eine sehr schmerzhafte, häufig selbst limitierende Erkrankung bei Patienten mittleren Alters. Überwiegend sind Hüfte, Knie oder Sprunggelenk betroffen. In Fällen mit sehr starken Schmerzen oder mit einem verzögerten Heilungsverlauf stehen verschiedene Therapieverfahren zur Verfügung, wobei keine der bisherigen medikamentösen Behandlungsverfahren den Kriterien der evidenzbasierten Medizin standhält und somit in vielen Fällen nur eine Off-Label-Behandlung mit dem damit verbundenen administrativen Mehraufwand und den Risiken als Therapieoption verbleibt.

Die Sektion Osteologie hat mit Unterstützung des BVOU bereits seit einiger Zeit eine Studie zur Erfassung der Inzidenz und der Behandlung des Knochenmarködemsyndroms vorbereitet und geplant. Nach Planung der Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Peters, Prof. Dr. Andreas Roth und Dr. Thomas Randau konnte an der Universitätsklinik Bonn durch Dr. Randau das Register zur Erfassung der Daten entwickelt und zur Verfügung gestellt werden. Das Register beziehungsweise die Studie ist nun auf die Mitarbeit aller interessierten Orthopäden und Unfallchirurgen angewiesen. Um das Thema und die Studie ins Bewusstsein zu holen, wurden von der Sektion verschiedene Seminare und Sessions auf dem DKOU und dem Jahreskongress des DVO abgehalten. Aktuell ist ein Themenheft der Zeitschrift Osteologie im Schattauer Verlag mit den Gastherausgebern Prof. Dr. Andreas Roth und Prof. Dr. Uwe Maus erschienen, in dem die Thematik aus verschiedenen Richtungen dargestellt wurde.

Fracture Liasion Service

Die Betreuung von Patienten nach der konservativen oder operativen Versorgung von osteoporotischen Frakturen hinsichtlich der Abklärung und weiteren Behandlung der Osteoporose ist auch heute noch in vielen Fällen nicht sichergestellt. Um diese Versorgungslücke zu schließen und die intersektorale Zusammenarbeit zu verbessern, können Netzwerke zwischen den einzelnen Behandlungspartnern eine mögliche Option darstellen.

Diese Netzwerke aus Krankenhäusern oder niedergelassenen Kollegen, teilweise aber auch Krankenkassen, können verschiedene Kooperationsformen aufweisen. Die beiden bekanntesten und von der International Osteoporosis Foundation (IOF) zertifzierten Netzwerke (Fracture Liasion Services) sind an der LMU München und dem UKE in Hamburg angesiedelt. Allerdings bestehen in vielen weiteren Regionen Netzwerke oder Kooperationsmodelle zur Bearbeitung der Thematik. Die Sektion ist dabei in die Entwicklung und Unterstützung verschiedener Netzwerkformen involviert, die Mitglieder der Sektion sind in verschiedenen Regionen in Deutschland und unterschiedliche Netzwerkarten aktiv involviert.

Zur Unterstützung der Netzwerke gehört insbesondere auch die Erhöhung des Anteils der diagnostizierten osteoporotischen Frakturen und der Patienten mit einem Verdacht auf eine Osteoporose. Durch regelmäßige Veranstaltungen zur Fortbildung ärztlicher Kollegen ist die Sektion intensiv in diese Aufgabe eingebunden, zum Beispiel im Rahmen des DKOU 2017 mit einer Sitzung zu den Grundlagen der Osteoporose.

Prof. Dr. Uwe Maus

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Authors and Affiliations

  • Uwe Maus
    • 1
  1. 1.OldenburgDeutschland

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