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Orthopädie und Unfallchirurgie

, Volume 7, Issue 5, pp 12–12 | Cite as

Jameda muss Kritiker nennen

AKTUELLES IN KÜRZE
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Das Landgericht München (Aktenzeichen: 25 O 1870/15) hat einem Zahnarzt recht gegeben, der sich gegen negative Urteile auf der Bewertungsplattform jameda gewehrt hatte. Darüber berichtete vor kurzem auch das „Deutsche Ärzteblatt“ (DÄ). Der Zahnarzt war demnach einem negativen Eintrag nachgegangen und konnte keinen Patienten finden, zu dem die Beschwerden gepasst hätten. Er verlangte daraufhin die Löschung des Beitrags. Jameda lehnte dies ab, verwies auf eine Bestätigung durch den Nutzer und präsentierte als Beweis anonymisierte Mails.

Dieses Vorgehen ist nach Meinung des Landgerichts Münchens teilweise unzulässig. „Künftig dürften für eine Beweisführung eindeutige Belege eines Behandlungskontakts nötig sein beziehungsweise müssen Name und Adresse des Zeugen benannt werden“, zitiert das DÄ Rechtsanwalt Dr. Carsten Brennecke, einen der Juristen, die die Entscheidung erstritten hatten. Ärzte, so der Rat in dem Fachmagazin, sollten ihr Profil auf jameda und anderen Portalen regelmäßig prüfen. Im Fall von unwahren oder unangemessenen Kommentaren sollten sie die Löschung verlangen. Auf eine vollständige Löschung ihres Profils haben Ärztinnen und Ärzte aufgrund höchstrichterlicher Rechtsprechung bisher jedoch kein Anrecht.

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© Springer Medizin Verlag GmbH 2017

Authors and Affiliations

  • red
    • 1
  1. 1.

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