Ankündigung

Mit dem kommenden Jahr 2021 stehen einige markante Veränderungen bei Schmalenbachs Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung (ZfbF) bevor.

Schmalenbach Journal of Business Research (SBUR)

Für Sie als Leserschaft wird vielleicht am deutlichsten merkbar sein, dass die ZfbF ab dem Jahrgang 73 unter ihrem englischen Titel Schmalenbach Journal of Business Research (SBUR) erscheinen und Fachartikel nun in englischer Sprache enthalten wird.

Mit diesem Schritt wird die Schwesterzeitschrift Schmalenbach Business Review (SBR) wieder mit der ZfbF zusammengeführt. Die SBR wurde ja Anfang 2000 aus der ZfbF ausgegliedert, um – dem bereits damals spürbaren Trend zur stärkeren Internationalisierung der betriebswirtschaftlichen Forschung – eine vollständig englischsprachige Fachzeitschrift zu bieten. Dadurch sollte die Kommunikation mit internationalen Forschern erleichtert werden. Mit dieser Entscheidung war die SBR die erste aus dem deutschsprachigen Raum stammende BWL-Zeitschrift, die ein Zuhause für englischsprachige Artikel bot.

Treue Leserinnen und Leser erinnern sich vielleicht noch: Damals erschien die ZfbF monatlich. Ab dem Jahr 2000 wurden zunächst vier Hefte unter dem Titel SBR veröffentlicht, während die anderen acht Hefte als ZfbF erschienen. Die Erscheinungsweise wurde in späteren Jahren den relativ zunehmenden englischsprachigen Publikationen angepasst; aktuell werden vier Hefte der ZfbF und vier Hefte der SBR pro Jahrgang veröffentlicht. Ab dem kommenden Jahr gehen sowohl ZfbF als auch SBR in der neuen SBUR auf.

Schmalenbach-Gesellschaft und Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft

Die zweite markante Veränderung ist, dass die SBUR künftig sowohl von der Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft e. V. (SG) als auch vom Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e. V. (VHB) getragen wird. Dazu wird die bisherige Verbandszeitschrift des VHB, Business Research (BuR), mit der ZfbF/SBR verschmolzen, so dass alle drei bisherigen Zeitschriften die SBUR bilden.

Die beiden Gesellschaften geben gemeinsam die SBUR heraus und unterstützen sie als Publikationsorgan für hochwertige Forschungsergebnisse in allen Bereichen der Betriebswirtschaftslehre. Aufbauend auf den bisherigen Zeitschriften und deren jeweiligen Traditionen soll die neue Zeitschrift ein Vorzeigeprodukt aus dem deutschsprachigen Raum repräsentieren und europäische und internationale Ausstrahlung aufweisen.

Sichtbares Zeichen der Verschmelzung ist, dass der Großteil der bisherigen Herausgeber von ZfbF/SBR und BuR weiterhin im Herausgebergremium der SBUR tätig sein wird. Wie bisher werden die Inhalte der Zeitschrift von den Herausgebern frei und unabhängig und nur aufgrund der Fachzugehörigkeit zur Betriebswirtschaftslehre und ihrer wissenschaftlichen Qualität ausgewählt.

Wir laden Autorinnen und Autoren ein, aus dem breiten Spektrum der Betriebswirtschaftslehre originäre Forschungsarbeiten, aber auch Übersichtsartikel und konzeptionelle Aufsätze bei der SBUR unter

einzureichen. Der Einreich- und Begutachtungsprozess ist allen von Ihnen, die schon früher bei ZfbF/SBR oder BuR eingereicht haben, vertraut. Bei Fragen, insbesondere zur Übernahme der Article Processing Charges (APC), stehen wir unter sbur@schmalenbach.org gerne bereit. Wir freuen uns auf Ihre besten Arbeiten!

Gold Open Access

Die dritte markante Veränderung liegt in der Erscheinungsweise der SBUR. Sie wird – wie bisher schon die BuR – als Gold Open Access erscheinen. SG und VHB verpflichten sich der Open Science-Philosophie und somit dem freien Zugang zu Fachpublikationen zum effektiven und offenen Informationsaustausch innerhalb der Wissenschaft. Alle Artikel der SBUR werden daher permanent und frei auf der Website der Zeitschrift

zugänglich sein. Für den Zugang zu den bisherigen Jahrgängen der ZfbF sowie der SBR und BuR ändert sich nichts.

Danksagung

Die ZfbF ist ursprünglich aus der Zeitschrift für handelswissenschaftliche Forschung (ZfhF) hervorgegangen. Diese wurde im Jahre 1906 von Eugen Schmalenbach gegründet und ist die älteste betriebswirtschaftliche Fachzeitschrift im deutschsprachigen Raum. Die ZfhF erschien von 1906 bis 1944 als 1. bis 38. Jahrgang. Ab 1949 wurde sie als Zeitschrift für handelswissenschaftliche Forschung – Neue Folge (NF) fortgeführt. Im Jahr 1963 erhielt sie ihren heutigen Namen Schmalenbachs Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung. Die SG ist seit 1970 Träger der ZfbF. Aufgrund dieser langjährigen Tradition hat die ZfbF die Entwicklung der deutschsprachigen Betriebswirtschaftslehre sowie der Unternehmenspraxis nachhaltig geprägt und beeinflusst. Seit der Einführung der SBR ist dies auch zunehmend im internationalen Rahmen gelungen. Mit dem vorliegenden letzten Heft des 72. Jahrgangs der ZfbF geht die bisherige Ära zu Ende, und gleichzeitig beginnt eine neue vielversprechende Ära.

Ich möchte daher dem gesamten Team und allen Personen, die die ZfbF unterstützen, herzlich danken. Mein Dank gilt den Mitherausgebern der ZfbF für ihren großen Einsatz für die Weiterentwicklung der Zeitschrift. Während der Großteil der Mitherausgeber der SBUR weiterhin zur Verfügung steht, möchte ich mich besonders bei den Mitherausgebern bedanken, deren Funktion mit diesem Jahrgang endet: Es sind dies Wolfgang Ballwieser, Ulrich Schreiber und Erik Theissen. Vor allem Wolfgang Ballwieser war als langjähriger Schriftführer der Zeitschrift instrumental bei der Gründung der SBR.

Danken möchte ich des Weiteren dem Herausgeberrat der ZfbF, Wolfgang Ballwieser (Leitung), Stefan Asenkerschbaumer, Klaus Becker, Ludger Becker, Clemens Börsig, Mark Ebers, Edgar Ernst, Georg Graf Waldersee, Lars Grünert, Alan Hippe, Bernhard Pellens, Martin Plendl, Caren Sureth-Sloane und Markus Warncke. Diese Persönlichkeiten waren oder sind auch im Vorstand oder Beirat der SG tätig und unterstützen die Zeitschrift auch in dieser Funktion.

Ich möchte mich auch bei allen Gutachtern für ihren Einsatz bedanken, die eingelangten Manuskripte zu beurteilen und den Autoren wertvolle Kommentare und Empfehlungen zur Verbesserung der Manuskripte zu geben. Eine Liste der Gutachter, die dieses Jahr für die ZfbF aktiv waren, findet sich am Ende dieses Hefts.

Nicht zuletzt danke ich Ihnen – unseren Leserinnen und Lesern – für das Interesse an der ZfbF und künftig an der SBUR. Wir gehen mit großen Ambitionen in die neue Ära der ZfbF mit der nunmehrigen SBUR. Bleiben Sie uns treu – reichen Sie Ihre Forschungsarbeiten ein, lesen Sie die publizierten Artikel und zitieren Sie diese auch in Ihrer weiteren Forschung.

Alfred Wagenhofer

Schriftführender Herausgeber der ZfbF

für das gesamte Herausgeberteam

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Wagenhofer, A. Ankündigung. Schmalenbachs Z betriebswirtsch Forsch 72, 523–525 (2020). https://doi.org/10.1007/s41471-020-00105-1

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