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Multiple Identitäten in modernen Gesellschaften

Prolegomena zur Bedeutungsvielfalt und Beharrlichkeit eines Begriffs

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Abb. 1

Notes

  1. Genau deswegen bin ich der freundlichen Einladung der Herausgeber der Zeitschrift für Politikwissenschaft auch gerne gefolgt und habe die herausfordernde Aufgabe übernommen, einen Essay zum vorgegebenen Thema „Multiple Identitäten in modernen Gesellschaften“ zu verfassen.

  2. Um den Essay nicht mit zahlreichen Literaturhinweisen zu überfrachten und den Lesefluss allzu häufig zu unterbrechen, gestatte ich mir, auf ein in Kürze erscheinendes Buch zu verweisen (Straub 2018), in dem sich viele Angaben zur einschlägigen Forschungsliteratur finden. Der Band mit ausgewählten Schriften versammelt Abhandlungen, die seit Anfang der 1990er Jahre verfasst wurden, darunter auch solche, die Aufschluss über die Begriffs- und Theoriegeschichte geben (z. B. Straub 1991, 1996, 2004). Meine Arbeiten zielen insgesamt darauf ab, zur weiteren Ausarbeitung einer interdisziplinären Theorie personaler, narrativer Identität beizutragen.

  3. Etwa bei Gilles Delleuze und Félix Guattari, bei Kenneth Gergen oder auch bei Wolfgang Welsch, wenngleich sich die meisten Apologeten dieser „normalisierten Multiplizität“ einer radikalen Rhetorik bedienten, die sie selbst in ein und demselben Aufsatz meistens nicht wirklich durchhielten; vgl. z. B. Straub (1991, 2000).

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Straub, J. Multiple Identitäten in modernen Gesellschaften. Z Politikwiss 28, 205–216 (2018). https://doi.org/10.1007/s41358-018-0131-6

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