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Zeitschrift für Politikwissenschaft

, Volume 27, Issue 1, pp 59–60 | Cite as

Zurück in die Zukunft

  • Dirk Jörke
Forum / Lehre und Forschung

Philippe C. Schmitter, der Doyen der vergleichenden Politikwissenschaft, hat vor kurzem einen Essay vorgelegt, in dem er mit der gegenwärtigen Politikwissenschaft hart ins Gericht geht (Schmitter o. J.). Ausgangspunkt seines Essays ist eine Kritik an zwei Tendenzen, die auch im Zuge der deutschen Debatte über die Entwicklung des Faches genannt worden sind: der zunehmende Szientismus und der Relevanzverlust der Politikwissenschaft. Zwischen beiden besteht laut Schmitter ein Zusammenhang. Je mehr sich die von ihm als „scientist“ bezeichneten Positivisten bemühen, Kausalmodelle auszudenken, umso mehr müssen sich diese Modelle von der realen Welt entfernen. Denn unsere Welt sei zunehmend durch Komplexität und Interdependenzen geprägt, die sich mit positivistischen Methoden gar nicht einfangen ließen. Kurzum, es handelt sich bei einem Großteil der gegenwärtigen politikwissenschaftlichen Forschung letztlich um nicht mehr als um Glasperlenspiele, deren gesellschaftliche Relevanz sehr gering...

Literatur

  1. Schmitter, Philippe. o. J. Politics as a science (aka Politology). http://www.eui.eu/Documents/DepartmentsCentres/SPS/Profiles/Schmitter/Politics-as-a-science.pdf. Zugegriffen: 21. Febr. 2017.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für PolitikwissenschaftTechnische Universität DarmstadtDarmstadtDeutschland

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