Zeitschrift für Politikwissenschaft

, Volume 26, Issue 3, pp 279–300

Das Großstadttrauma der CDU bei Oberbürgermeisterwahlen: Warum verlieren die Kandidaten der Christdemokraten so oft?

Aufsätze

Zusammenfassung

Die Mehrzahl der deutschen Großstädte mit mehr als 500.000 Einwohnern wird von sozialdemokratischen Oberbürgermeistern regiert, weshalb CDU und CSU häufig ein Großstadtproblem attestiert wird. Werden aber alle Wahlarenen betrachtet, können die Konservativen sehr wohl auch in den Großstädten Erfolge erzielen. So stellen sie bei Stadtratswahlen regelmäßig die stärkste Fraktion oder bekommen bei Landtags- und Bundestagswahlen nicht selten die meisten Stimmen. Anders ist die Situation bei den Oberbürgermeisterwahlen. Hier können sich die konservativen Bewerber selten durchsetzen, so dass in den letzten Jahren sogar sicher geglaubte Hochburgen wie Stuttgart oder Dresden verloren gingen. In unserem Beitrag analysieren wir im Rahmen kleiner Fallstudien jene Wahlen, bei denen die CDU Rathäuser verloren hat, und suchen nach Gründen für das Scheitern der Christdemokraten. Dabei können neben der individuellen Qualität der Kandidaten und ihrer Wahlkämpfe auch parteipolitische Einflussfaktoren identifiziert werden. So war die parteiinterne Kandidatenauswahl in einigen Fällen suboptimal. Außerdem determinieren landespolitische Faktoren die Chancen der Bewerber.

The conservative’s metropolitan trauma – Why do CDU candidates frequently lose mayoral elections?

Abstract

As the majority of German metropolises is governed by social democratic mayors the conservatives are often certified to have a metropolitan problem. But looking at federal, regional, and local council elections the CDU and CSU can achieve success. However, in mayoral elections social democratic or green candidates often defeat them. In this paper we focus on elections in which the conservatives lost mayor’s offices. On the one hand the individual qualities of the candidates influence their chances in elections, and on the other hand the condition of the nominating party is an important factor. In some cases, the selection of candidates can be described as insufficient. Furthermore the regional political situation is significant for the electoral success.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für GesellschaftswissenschaftenOtto-von-Guericke-UniversitätMagdeburgDeutschland
  2. 2.Institut für PolitikwissenschaftUniversität LeipzigLeipzigDeutschland
  3. 3.Institut für SozialwissenschaftenUniversität OsnabrückOsnabrückDeutschland

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