neuropsychiatrie

, Volume 26, Issue 3, pp 89–90 | Cite as

Suizidprävention ist ein wichtiges Anliegen der ÖGPP

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

Diese Ausgabe von „neuropsychiatrie, vereinigt mit psychiatrie und psychotherapie“ ist dem Thema der Suizidprävention gewidmet. Die Suizidprävention ist der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie ein großes Anliegen, was durch dieses Themenheft sichtbar gemacht werden soll. Dieses Themenheft ist auch ein Beitrag der ÖGPP zum „Tag des Suizides“ des Jahres 2012.

Jedes Jahr planen viele Nationen Aktivitäten, die am 10. September die Öffentlichkeit, aber auch die Fachwelt auf das Problem des Suizides hinweisen sollen. Im Rahmen des Weltsuizidtages 2012 wird Herr Bundesminister Alois Stöger gemeinsam mit Autoren von SUPRA das Konzept „Suizidprävention Österreich“ der Öffentlichkeit vorstellen. Diese Ausgabe von „neuropsychiatrie, vereinigt mit psychiatrie und psychotherapie“ soll im Rahmen dieser Pressekonferenz zur breiten Information der Öffentlichkeit aufliegen.

Als langjähriger Leiter der Arbeitsgruppe Suizidprävention und Krisenintervention der ÖGPP bin ich viele Jahre aktiv an der Gestaltung dieses Inhaltes beteiligt und kann sagen, dass eine Menge Personen viel Zeit und Engagement für dieses Thema investiert haben. Nennen möchte ich hier besonders Gernot Sonneck, Reinhold Fartacek, Eberhard Deisenhammer. Letztere waren auch immer bei Planung und Gestaltung der Symposien im Rahmen unserer Jahrestagungen aktiv beteiligt.

Bei der Jahrestagung 2011 präsentierten wir im Rahmen des Arbeitsgruppensymposiums das Konzept von Suizidprävention Austria (SUPRA), welches nach der eingehenden Diskussion im Zuge dieser Arbeitsgruppensitzung wenig später dem Beirat für Psychische Gesundheit vorgestellt und von diesem genehmigt und dem Bundesministerium für Gesundheit zur Umsetzung empfohlen wurde, siehe „psychiatrie und psychotherapie“ Editorial Heft 2/2011.

Seither wird das Thema in Österreich von politischer Seite spürbar deutlicher wahrgenommen. Neben einer Koordinationsstelle in GÖG (Gesundheit Österreich GesmbH.) wurde von Seiten des Bundesministeriums für Gesundheit eine Expertenkommission gegründet, die gemeinsam die Umsetzungsstruktur für die Suizidprävention in Österreich darstellen sollen. Dafür, dass dies alles möglich wurde, möchten wir uns bei Frau MR Dr. Magdalena Arrouas bedanken, sie war im Ministerium die treibende Kraft für dieses Projekt.

In diesem Heft möchten wir eine Kurzbeschreibung von SUPRA (Christian Haring, Gernot Sonneck) und drei wesentliche, SUPRA zugrundeliegende Beiträge publizieren. Dies sind die Arbeiten von Carlos Watzka (soziologische Aspekte der Suizidprävention), Nestor Kapusta (epidemiologische Grundlagen) und Claudius Stein (Krisentintervention), als einen praktisch orientierten Beitrag. Mir war es von Anbeginn ein großes Anliegen gewesen, dass SUPRA durch diese Publikationen in der „neuropsychiatrie, vereinigt mit psychiatrie und psychotherapie“ breit in der ÖGPP kommuniziert wird und dadurch die Haltung der ÖGPP der Suizidprävention gegenüber sichtbar wird.

Neben den Artikeln, die SUPRA betreffen, runden noch drei weitere Publikationen den Inhalt dieses Themenheftes ab. Dies sind eine historische Arbeit von Gernot Sonneck et al., die die Krisenintervention der Jahre 1938–1945 beschreibt, eine klinische Arbeit zum Infantizid und Suizid im Wochenbett von Hans-Peter Kapfhammer et al. und eine Arbeit zur Epidemiologie suizidalen Verhaltens aus Südtirol von Reinhard Tschiesner et al.

Wir möchten als Österreichische Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie mit diesem Themenheft ein wahrnehmbares Statement im Sinne der Suizidprävention in Österreich abgeben und zudem Ihnen eine informative Lektüre zu dieser Thematik zur Verfügung stellen.

Ich wünsche Ihnen interessante Stunden mit dieser Ausgabe von „neuropsychiatrie, vereinigt mit psychiatrie und psychotherapie“ und verbleibe mit freundlichen Grüßen,

Univ.-Prof. Dr. Christian Haring

Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie

Notes

Interessenskonflikt

Es besteht kein Interessenskonflikt.

Copyright information

© Springer-Verlag Wien 2012

Authors and Affiliations

  1. 1.Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie BLandeskrankenhaus HallHall i. T.Österreich

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