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DNP - Der Neurologe & Psychiater

, Volume 18, Issue 5, pp 58–58 | Cite as

Klinische Forschung in der Praxis

Praxis konkret Berufspolitik
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Bei wachsenden Behandlungsmöglichkeiten in der ambulanten Medizin – nicht zuletzt aufgrund des Fortschritts in der Arzneimitteltherapie – werden leistungsfähige Praxen oder Medizinische Versorgungszentren auch in die klinische Forschung einbezogen, so auch bei klinischen Prüfungen der Phase II und III oder im Rahmen nicht interventioneller Studien. Bedeutsam ist dies vor allem, um für immer spezieller werdende Fragestellungen geeignete Probanden zu identifizieren und sie in Studien einzuschließen. Allerdings setzt die Beteiligung an klinischen Studien die Bereitschaft voraus, erheblich in personelle und administrative Strukturen zu investieren:

  • Beschäftigung eines Teams von Studienassistenten aus speziell qualifizierten MFA oder Biologen,

  • Einsatz von Medizinstudenten (nach einer Einarbeitungsphase) für die Erfassung diagnose- und therapiebezogener Patientendaten,

  • Nachweis der Qualifikation und geeigneten Praxisstruktur entsprechend den Standards der europäischen und US-amerikanischen Zulassungsbehörden,

  • Erhöhter Aufwand der Patientenaufklärung zur schriftlichen Einwilligung in die Studienteilnahme,

  • Beteiligung am SUSAR-Monitoring, einem Meldesystem zu allen unerwünschten Arzneimittelrisiken, in das Prüfärzte melden müssen und das sie regelmäßig monitoren müssen.

Klinische Studien sind somit immer eine Teamleistung. Der Vorteil für die ambulante Medizin ist der Kontakt zur wissenschaftlichen Community und die Teilhabe am medizinischen Fortschritt.

Copyright information

© Springer Medizin 2017

Authors and Affiliations

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  1. 1.

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