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hautnah dermatologie

, Volume 35, Issue 2, pp 26–26 | Cite as

Eine Beobachtung der Operationsschwester Mary Joseph

  • Heinrich Holzgreve
Literatur kompakt
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Ein 59-Jähriger mit Nierentransplantat und kontrollierter HIV-Erkrankung stellte sich wegen eines derben, zeitweise eiternden oder verkrusteten Knotens am Bauchnabel vor. Außer einem geringen Gewichtsverlust berichtete er über keine Beschwerden. Bei vergrößerter Leber waren die Werte für Leberenzyme und alkalische Phosphatase erhöht, für Bilirubin normal. Das CT zeigte einen extrahepatischen biliären Tumor, eine große Läsion in der Leber sowie intra- und extrahepatische Gallengangserweiterungen. Man stellte die Diagnose metastasierendes Cholangiokarzinom. Die Biopsie des umbilikalen Knotens ergab ein wenig differenziertes Adenokarzinom. Wegen eines zunehmenden Ikterus erhielt der Patient einen biliären Stent. Er verstarb nach drei Monaten.

Kutane Nabelmetastase eines Cholangiokarzinoms.

© BMJ. 2018; 363: k4041

Kutane Bauchnabelmetastasen weisen auf primäre intraabdominale Malignome hin. Sie werden „Sister-Mary-JosephKnoten“ genannt. Damit wird an eine US-amerikanische OP-Schwester erinnert, die von 1856–1939 lebte und an der renommierten Mayo-Klinik tätig war. Sie war es, der erstmals dieses Phänomen auffiel. Ärzte sehen es gerne, wenn Krankheiten ihren Namen tragen. Eponyme mit Bezug auf eine Krankenschwester sind aber eine Rarität.

Literatur

  1. Harrington D et al. Cholangiocarcinoma with a metastatic umbilical lesion. BMJ. 2018; 363: k4041CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Heinrich Holzgreve
    • 1
  1. 1.

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