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Keine schweren Reaktionen nach Insektenstichen

Blutdrucksenker beeinflussen VIT nicht

Begünstigt die Einnahme von Betablockern oder ACE-Inhibitoren heftigere systemische Reaktionen auf Hymenopteren-Stiche sowie häufigere unerwünschte Ereignisse im Rahmen einer Insektengift-Immuntherapie ("venom immunotherapy", VIT)? Dieser bislang nicht eindeutig beantworteten Frage nahm sich ein Team europäischer Allergologen anhand einer prospektiven, multizentrischen Studie an [Sturm et al. Allergy 2021;76:2166-76].

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© PedroEduardo / Adobe Stock

Von 1.425 Patienten mit einer allergischen Insektenstichreaktion in der Vorgeschichte erhielten 1.342 eine VIT. Von diesen wiederum nahmen 338 (25,2 %) regelmäßig Betablocker und/oder ACE-Inhibitoren ein. Nur 19 der Patienten unter antihypertensiver Medikation (5,6 %) zeigten eine systemische Reaktion auf einen Insektenstich im Vergleich zu 74 Patienten, die keine derartigen Medikamente einnahmen (7,4 %). Weder die Schwere der Reaktion nach einem Stich noch ein mögliches VIT-Therapieversagen wurden davon beeinflusst, ob die Allergiker Betablocker oder ACE-Inhibitoren einnahmen oder nicht. Von den 19 VIT-Therapieversagern nahmen vier Betablocker und keiner einen ACE-Hemmer.

Die Ergebnisse dieser Studie sprechen nicht dafür, Patienten unter den untersuchten Blutdrucksenkern eine VIT vorzuenthalten.

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Lux, S. Blutdrucksenker beeinflussen VIT nicht. Allergo J 30, 8 (2021). https://doi.org/10.1007/s15007-021-4886-6

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