Langzeitfolgen

COVID-19-Pandemie belastet Allergiker psychisch

Die COVID-19-Pandemie ist in vielen Ländern seit über einem Jahr nicht in den Griff zu bekommen. Diese Situation mit fortwährenden Ausgangsbeschränkungen und Angst um die eigene Gesundheit macht vielen Menschen auch psychisch zu schaffen. Wie es um die psychische Gesundheit speziell von Allergikern im Vergleich zu Nicht-Allergikern steht, haben Ärzte aus Mexiko erforscht [Gonzalez-Diaz et al. World Allergy Organ J 2021;14:100510]. Ausgewertet wurden über 4.000 Fragebögen, davon etwa 40 % von Allergikern. Bei der Erhebung im April 2020 wurden unter anderem Symptome wie Angst, Depression und posttraumatische Belastungsstörung (PTSD) erfasst.

Die Allergiker waren signifikant anfälliger für PTSD und Angststörungen als die Nicht-Allergiker, zudem anfälliger für Depressionen - das aber wiederum nicht signifikant. Patienten mit Asthma und allergischer Rhinitis hatten höhere Depressions- und PTSD-Scores als Nahrungsmittelallergiker und andere. Alle erfassten psychischen Störungen betrafen häufiger Frauen als Männer.

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© bilderstoeckchen / Adobe Stock (Symbolbild mit Fotomodell)

Die Autoren merken an, dass sich Allergologen dieses Umstands bewusst sein und ihren Patienten gegebenenfalls Interventionen anbieten sollten - auch noch nach dem Ende der Pandemie, da psychische Erkankungen oft lange fortbestünden.

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Lux, S. COVID-19-Pandemie belastet Allergiker psychisch. Allergo J 30, 8–9 (2021). https://doi.org/10.1007/s15007-021-4819-4

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