Atopische Dermatitis

Wie die Wasserhärte die Haut beeinflusst

Der Wasserhärtegrad wird mit der Entstehung und der Verschlechterung einer atopischen Dermatitis (AD) in Verbindung gebracht. Wie es wirklich um den Zusammenhang steht, haben britische Dermatologen anhand einer Metaanalyse von 16 einschlägigen Studien erörtert [Jabbar-Lopez et al. Clin Exp Allergy 2020;51:430-51].

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Die Auswertung ergab eine positive Beziehung zwischen einem Wohnort mit hartem Leitungswasser (Variationsbreite in den Einzelstudien 76-350 mg/l CaCO3) und AD bei Kindern. Die Autoren weisen aber auf die große Heterogenität der Studien sowie einen möglichen Bias hin.

Bei Erwachsenen könnte hartes Wasser die Hautbarriere beeinträchtigen, was sich in kurzfristigen transepidermalen Wasserverlusten (TEWL) und Erythemen äußerte. Besonders häufig konnte dies bei erwachsenen AD-Patienten mit FLG-Mutationen beobachtet werden. Auf den pH-Wert der Haut und die IL-1α-Freisetzung der Keratinozyten scheint hartes Wasser hingegen keinen Einfluss zu haben.

Es gibt Evidenz dafür, dass Wasserenthärter im Haushalt in Kombination zur Basispflege für keinerlei objektive Verbesserung einer bestehenden AD sorgen. Jedoch gibt es Hinweise darauf, dass Wasserenthärter zumindest die von Patienten selbst berichtete Symptomschwere reduzieren.

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Lux, S. Wie die Wasserhärte die Haut beeinflusst. Allergo J 30, 8 (2021). https://doi.org/10.1007/s15007-021-4804-y

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