Silikonallergie?

Konktaktdermatitis durch CPAP-Maske

Auch wenn der Auslöser einer Kontaktallergie eigentlich auf der Hand liegt, kann man am Ende doch ratlos dastehen - wie in einem aktuellen Fall aus den USA [Prasad et al. Contact Dermatitis 2020; http://doi.org/10.1111/cod.13759].

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© nebari / Getty Images / IStock (Symbolbild mit Fotomodell)

Ein 57-jähriger Nichtatopiker stellte sich mit einem chronischen Gesichtsausschlag in einer dermatologischen Klinik vor. Die Dermatitis trat just an den Stellen auf, wo die CPAP("continuous positive airway pressure")-Maske des Mannes auflag. Um die Augen und auf der Nase hatte der Brillenträger ähnliche Ausschläge. Neben der Standardreihe und Partikeln seines Brillengestells sowie einer unbenutzten CPAP-Maske aus Silikon des gleiches Typs wurde der Patient auf Gummi, Kunstharze/Kleber und Akrylate untersucht. Er reagierte stark positiv auf die CPAP-Maske und die Brille, zudem leicht positiv auf Linalool, Drometrizole und 2-Hydroxyethylmethacrylat.

Der Hersteller versicherte, dass seine CPAP-Maske zu 100 % aus Silikon bestehe und keine der anderen Substanzen enthalte. Die Ärzte kamen daher zu dem Schluss, dass nur Silikon die "Maskendermatitis" des Mannes erklären kann. Ohne Massenspektrometrie der Maske und Kenntnis des Herstellungsprozesses lässt sich aber nicht ausschließen, dass eine nicht identifizierte Substanz der wahre Auslöser der Kontaktdermatitis war. Dem Mann dürfte die tatsächliche Ursache egal sein. Nach einem Wechsel auf eine CPAP-Maske eines anderen Herstellers und eine Brille mit Metallgestell traten keine Hauterscheinungen mehr auf.

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Lux, S. Konktaktdermatitis durch CPAP-Maske. Allergo J 30, 8 (2021). https://doi.org/10.1007/s15007-021-4756-2

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