MMW - Fortschritte der Medizin

, Volume 160, Issue 11, pp 48–48 | Cite as

Dreifach-Fixkombination bestätigt hohe Erwartungen

Vorteile für instabile COPD-Patienten

  • Roland Fath
PHARMAFORUM
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Wer wäre ob der Vielfalt der Inhalatoren nicht verunsichert?

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_ Seit Kurzem ist eine Dreifachtherapie mit einem langwirksamen Anticholinergikum (LAMA), einem langwirksamen β2-Agonisten (LABA) und einem inhalativen Kortikosteroid (ICS) als Fixkombination in einem Dosieraerosol verfügbar — für viele Patienten eine echte Erleichterung der Therapie. Trimbow® mit den Wirkstoffen Glycopyrroniumbromid (GB), Formoterolfumarat (FF) und Beclometasondipropionat (BDP) ist zugelassen zur Erhaltungstherapie bei Patienten mit moderater bis schwerer COPD, die mit einer Kombination aus ICS und LABA nicht ausreichend eingestellt sind.

Bisher waren für eine LAMA/LABA/ICS-Therapie mindestens zwei Devices erforderlich. Viele COPD-Patienten seien aber überfordert, wenn sie mehrere Inhalationsgeräte benutzen müssten, sodass sich Fehler bei der Inhalation häuften, sagte Dr. Thomas Voshaar, Pneumologe am Krankenhaus Bethanien in Moers. Neben einer unzureichenden Vortherapie und Triggerfaktoren wie Atemwegsinfekten oder Luftverschmutzung nannte er mangelnde Compliance der Patienten und Inhalationsfehler als häufige Gründe für instabile COPD-Erkrankungsphasen. Eine Inhalation aus einem Device erleichtere die Therapie. Auch die zweimal tägliche Anwendung der neuen GB/FF/BDP-Fixkombination, morgens und abends, nannte Voshaar vorteilhaft für COPD-Patienten. Viele Patienten fühlten sich über die Nacht sicherer, wenn sie abends nochmal ihr Inhalativum anwenden können.

Weniger Exazerbationen im Vergleich zur Vortherapie

Wirksamkeit und Sicherheit der fixen Dreifachkombination wurden in den Phase-III-Studien TRILOGY und TRINITY mit insgesamt mehr als 4.000 COPD-Patienten sowohl gegenüber einer LAMA-Monotherapie, einer ICS/LABA-Kombinationstherapie als auch einer Tripeltherapie mit Einzelsubstanzen belegt.

In TRILOGY war bei insgesamt 1.367 COPD-Patienten (FEV1-Wert < 50%, mindestens eine mittelgradige oder schwere Exazerbation in den vergangenen 12 Monaten) unter GB/FF/BDP die Exazerbationsrate im Verlauf eines Jahres im Vergleich zu einer FF/BDP-Kombinationstherapie um 23% verringert (0,41 vs. 0,53, p < 0,005) [Singh D et al. Lancet. 2016;388:963–73]. In TRINITY sank unter GB/FF/BDP die Rate mittelschwerer und schwerer Exazerbationen im Vergleich zur Tiotropium-Monotherapie signifikant um 20% [Vestbo J et al. Lancet. 2017;389:1919–29]. In beiden Studien besserten sich unter der fixen Tripeltherapie auch die Lungenfunktion und die Lebensqualität der Patienten.

Literatur

  1. Pressegespräch „Extrafeine Dreifach-Fixkombination: Neue Therapieoption bei instabilen COPD-Patienten“, 59. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin; Dresden, März 2018 (Veranstalter: Chiesi)Google Scholar

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Authors and Affiliations

  • Roland Fath
    • 1
  1. 1.

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