InFo Onkologie

, Volume 21, Issue 3, pp 31–31 | Cite as

Tumoren von Gallengang und Gallenblase

Operation verlängert das Überleben

  • Christian Behrend
neues aus der forschung
  • 14 Downloads

Für Patienten mit lymphknotenpositivem Gallengangkrebs können Ärzte die besten Ergebnisse erzielen, wenn sie operieren und die Resektionsränder negativ sind. Darüber hinaus profitieren Patienten mit Gallenblasenkrebs unabhängig vom Status der Resektionsränder von einer adjuvanten Chemoradiotherapie.

Dies ist das Ergebnis einer retrospektiven Kohortenstudie, für die ein Team um Hop S. Tran Cao vom Baylor College of Medicine, Houston, TX/USA, Daten aus der amerikanischen National Cancer Database (2004–2012) ausgewertet hat. Berücksichtigt wurden Patienten mit Gallenblasenkrebs im Stadium T1-T3N1M0 oder einem intrahepatischen Cholangiokarzinom.

Das mittlere Gesamtüberleben der 2.344 Patienten wurde jeweils durch eine Operation günstig beeinflusst: Verglichen mit einer nichtoperativen Therapie führte die Operation — ob sie nun durch eine adjuvante Therapie ergänzt wurde oder nicht — zu einem niedrigeren Risiko, am Gallenblasenkrebs oder an einem intrahepatischen Cholangiokarzinom zu versterben.

Wenn die adjuvante Therapie eine Bestrahlung umfasste, war das Todesrisiko unter Gallenblasenkrebspatienten sogar unabhängig vom Status der Operationsränder erniedrigt (negative Ränder: Hazard Ratio [HR] 0,66; positive Ränder: HR 0,54); dies galt nicht für eine reine adjuvante Chemotherapie. Für Patienten mit intrahepatischem Cholangiokarzinom zeigte sich dagegen unabhängig vom Status der Resektionsränder kein statistisch signifikanter Überlebensvorteil durch eine adjuvante Chemotherapie mit oder ohne Bestrahlung.

Literatur

  1. Tran Cao HS et al. The role of surgery and adjuvant therapy in lymph node-positive cancers of the gallbladder and intrahepatic bile ducts. Cancer. 2018;124(1):74–83.CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Christian Behrend
    • 1
  1. 1.

Personalised recommendations