Advertisement

Soziale Passagen

, 1:133 | Cite as

Anerkennung – ein unterschätzter Begriff in der Sozialen Arbeit?

Einführung in den Schwerpunkt „Im Blickpunkt: Anerkennung“
  • Holger Schoneville
  • Werner TholeEmail author
Im Blickpunkt

Zusammenfassung

Der Beitrag führt in den Themenschwerpunkt des vorliegenden Heftes der Sozialen Passagen ein und weist auf die Bedeutung anerkennungstheoretischer Überlegungen im Kontext der Theorie und Empirie der Sozialen Arbeit hin. Die Überlegungen möchten dazu anregen, in den sozialpädagogischen Diskursen, aber auch in den Praxiskonzepten der Sozialen Arbeit dem Begriff der sozialen Anerkennung höhere Beachtung zu schenken.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit Anerkennung Ungleichheit Gerechtigkeit 

Recognition – an underestimated concept in social work?

Abstract

The paper provides an introduction to the thematic focus of this issue of Soziale Passagen. It outlines the importance of the concept of recognition within theory and empirical research in the field of social work. The authors would like to recommend giving increased attention to the concept of social recognition in the theoretical discussion and the practical approach of social work.

Keywords

Social work Recognition Inequality Justice 

Literatur

  1. Anderson, E. (2000). Warum eigentlich Gleichheit? In A. Krebs (Hrsg.), Gleichheit oder Gerechtigkeit (S. 117–171). Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  2. Anhut, R., & Heitmeyer, W. (2005). Desintegration, Anerkennungsbilanzen und Rolle sozialer Vergleichsprozesse. In W. Heitmeyer & P. Imbusch (Hrsg.), Integrationspotenziale einer modernen Gesellschaft. Analysen zu gesellschaftlicher Integration und Desintegration (S. 75–100). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  3. Borst, E. (2003). Anerkennung des Anderen und das Problem des Unterschieds. Perspektiven einer kritischen Theorie der Bildung. Baltmannsweiler: Schneider.Google Scholar
  4. Brumlik, M. (2002). Anerkennung als pädagogische Idee. In B. Hafeneger, P. Henkenborg, & A. Scherr (Hrsg.), Pädagogik der Anerkennung. Grundlagen, Konzepte, Praxisfelder (S. 13–25). Schwalbach: Wochenschau.Google Scholar
  5. Bude, H., & Lantermann, E.-D. (2006). Soziale Exklusion und Exklusionsempfinden. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 58(2), S. 233–252.CrossRefGoogle Scholar
  6. Cloos, P., Köngeter, St., Müller, B., & Thole, W. (2007). Die Pädagogik der Kinder- und Jugendarbeit. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.CrossRefGoogle Scholar
  7. Fraser, N., & Honneth, A. (2003). Umverteilung oder Anerkennung? Eine politisch-philosophische Kontroverse. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  8. Groh-Samberg, O. (2005). Die Aktualität der sozialen Frage – Trendanalysen sozialer Ausgrenzung 1984–2004. WSI-Mitteilungen, 58(11), S. 616–623.Google Scholar
  9. Gutman, A. (Hrsg.). (1997). Multikulturalismus und die Politik der Anerkennung. Frankfurt a. M.: S. Fischer.Google Scholar
  10. Habermas, J. (1993). Anerkennungskämpfe im demokratischen Rechtsstaat. In A. Gutman (Hrsg.), Multikulturalismus und die Politik der Anerkennung (S. 47–196). Frankfurt a. M.: S. Fischer.Google Scholar
  11. Hafeneger, B., Henkenborg, P., & Scherr, A. (2002). Pädagogik der Anerkennung. Grundlagen, Konzepte, Praxisfelder. Schwalbach: Wochenschau.Google Scholar
  12. Heite, C. (2008). Soziale Arbeit im Kampf um Anerkennung. Professionalisierungstheoretische Perspektiven. München: Juventa.Google Scholar
  13. Heitmeyer, W., & Imbusch, P. (2005). Integrationspotenziale einer modernen Gesellschaft. Analysen zu gesellschaftlicher Integration und Desintegration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  14. Honneth, A. (2000). Zwischen Aristoteles und Kant. Skizze einer Moral der Anerkennung. In A. Honneth (Hrsg.), Das Andere der Gerechtigkeit (S. 171–192). Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  15. Honneth, A. (2003). Kampf um Anerkennung. Zur moralischen Grammatik sozialer Konflikte. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  16. Kessl, F., & Otto, H.-U. (Hrsg.). (2004). Soziale Arbeit und Soziales Kapital. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  17. Keupp, H. et al. (1999). Identitätskonstruktionen. Das Patchwork der Identitäten in der Spätmoderne. Reinbek: Rowohlt Taschenbuch Verlag.Google Scholar
  18. Küster, E. (2003). Fremdheit und Anerkennung. Beltz: Votum.Google Scholar
  19. Lessenich, St., & Nullmeier, F. (2006). Einleitung – Deutschland zwischen Einheit und Spaltung. In St. Lessenich & F. Nullmeier (Hrsg.), Deutschland eine gespaltene Gesellschaft (S. 7–26). Frankfurt a. M.: Campus.Google Scholar
  20. Müller, B. (2002). Anerkennung als „Kernkompetenz“ in der Jugendarbeit. In B. Hafeneger, P. Henkenborg & A. Scherr (Hrsg.), Pädagogik der Anerkennung. Grundlagen, Konzepte, Praxisfelder (S. 236–247). Schwalbach: Wochenschau.Google Scholar
  21. Otto, H.-U., & Schrödter, M. (Hrsg.). (2006). Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft. Multikulturalismus – Neo-Assimilation – Transnationalität. neue praxis. Zeitschrift für Sozialarbeit, Sozialpädagogik und Sozialpolitik. Sonderheft 8. Lahnstein: Verlag neue praxis.Google Scholar
  22. Prengel, A. (2006). Pädagogik der Vielfalt. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  23. Sauerwald, G., Bauer, B., & Kluge, S. (Hrsg.). (2002). Kampf um Anerkennung. Zur Grundlegung von Sozialer Arbeit als Anerkennungsarbeit. Münster: Waxmann.Google Scholar
  24. Scherr, A. (2002). Subjektbildung in Anerkennungsverhältnissen. In B. Hafeneger, P. Henkenborg & A. Scherr (Hrsg.), Pädagogik der Anerkennung. Grundlagen, Konzepte, Praxisfelder (S. 26–44). Schwalbach: Wochenschau.Google Scholar
  25. Ricoeur, P. (2006). Wege der Anerkennung. Erkennen, Wiedererkennen, Anerkanntsein. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  26. Rieger, E., & Leisering, St. (2001). Grundlagen der Globalisierung. Perspektiven des Wohlfahrtsstaates. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  27. Taylor, C. (1993). Die Politik der Anerkennung. In A. Gutman (Hrsg.), Multikulturalismus und die Politik der Anerkennung (S. 13–78). Frankfurt a. M.: S. Fischer.Google Scholar
  28. Thole, W., & Höblich, D. (2008). „Freizeit“ und „Kultur“ als Bildungsorte – Kompetenzerwerb über non-formale und informelle Praxen von Kindern und Jugendlichen. In C. Rohlfs, M. Harring & Ch. Palentien (Hrsg.), Kompetenz-Bildung. Soziale, emotionale und kommunikative Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen (S. 69–93). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar

Copyright information

© VS-Verlag 2009

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Sozialpädagogik und Soziologie der LebensalterUniversität KasselKasselDeutschland

Personalised recommendations