Repräsentationen von Territorialität und internationale Ungleichheit

Representations of Territoriality and International Inequality

Zusammenfassung

Seit etwa zwei Jahrzehnten wird im Westen der Wert territorialer Kontrolle zunehmend kleingeredet, gleichzeitig fürchten die wohlhabenden Nationen wenig mehr als unregierte Räume als potenzielle Brutstätten für transnationalen Terrorismus. In dieser Diskrepanz verbirgt sich der Entwurf für ein differenziertes Regelwerk für Territorialität, das nach Arm und Reich unterscheidet. Durch die Versicherheitlichung mangelnder territorialer Kontrolle verlieren arme Staaten zwar nicht ihren Anspruch auf formale Souveränität, werden aber vom Subjekt in der global governance zum Objekt von global governance degradiert.

Abstract

In recent decades, Western states have downplayed the utility of territorial control while at the same time securitizing ungoverned spaces as potential breeding grounds of transnational terrorism. This discrepancy evidences a system of rules about territoriality which differentiates between the rich and the poor. By securitizing a lack of territorial control, poor countries are not being stripped of their formal sovereignty but their role is demoted from being a subject in global governance to being an object of global governance.

This is a preview of subscription content, log in to check access.

Notes

  1. 1.

    Nord und Süd sind hier lediglich Chiffren, um die weiterhin bestehenden Unterschiede zwischen dem Club der Industriestaaten und dem Rest der Welt zu beschreiben. Zwar hat im Süden eine deutliche Ausdifferenzierung stattgefunden, in Ermangelung besserer Begrifflichkeiten verwende ich jedoch die alte Terminologie weiter.

  2. 2.

    Jedoch weisen kritische Beiträge zu Recht darauf hin, dass dies ein unebener Prozess ist, der verschiedene Weltregionen unterschiedlich stark betrifft (Kessler 2009).

  3. 3.

    Der deutsche Begriff der „Entgrenzung“ muss davon unterschieden werden, da er nicht nur den Form- und Bedeutungswandel staatlicher Grenzen beschreibt, sondern sich auch auf andere soziale Grenzziehungen bezieht (z. B. den Strukturwandel der Arbeit und die daraus resultierende Vermischung von Arbeit und Freizeit). Dies bedeutet, dass sich die umfangreiche Literatur zu dem Thema häufig auf einem höheren Abstraktionsniveau bewegt und sich mit einer Vielzahl von Prozessen beschäftigt.

  4. 4.

    Hier wird auch deutlich, dass sich die Positionen aus der Souveränitätsdebatte nicht direkt auf die Territorialitätsdebatte projizieren lassen, da Sassen – ebenso wie andere AutorInnen – die Handlungsfähigkeit des Staates durch diesen Prozess keineswegs eingeschränkt sieht, sofern dieser bereit ist, sich auf sein dezentriertes Schicksal einzulassen. Sassen (1995, S. 27) sowie Wolfgang Hein und Theo Mutter (2011) betonen auch zu Recht, dass Staaten durch die Liberalisierung des Handels und der Finanzmärkte die Globalisierung bewusst und entscheidend vorangetrieben haben und somit nicht als passive Opfer systemischer Prozesse angesehen werden sollten. Mark Neocleous schreibt dazu: „[T]he global intensification of capital accumulation is an exercise rather than a supersession of state sovereignty. […] Moreover, the process of globalization has been shaped and managed by states, in league with international capital“ (Neocleous 2003, S. 126).

  5. 5.

    Die Klage darüber, dass sich die Internationalen Beziehungen zu wenig Gedanken über Territorialität machen, wurde bereits von John G. Ruggie (1993) angestimmt. Ähnlich äußern sich John Agnew (1994), Stuart Elden (2005), David Jacobson (1997) sowie David Newman und Anssi Paasi (1998). Dem lässt sich entgegenhalten, dass sich diese Kritik oft an neorealistischen Strohmännern abarbeitet und dass das Feld nicht ganz so verwaist ist wie dargestellt. Allerdings muss man einräumen, dass die Internationalen Beziehungen den spatial turn anscheinend noch nicht vollständig vollzogen haben.

  6. 6.

    Dieser Aspekt der sozialen Produktion von Raum wird von Doris Bachmann-Medick (2006, S. 284–328) als zentrale Innovation des spatial turn gegenüber früheren Raumkonzepten angesehen.

  7. 7.

    Der Berliner Sonderforschungsbereich „Governance in Räumen begrenzter Staatlichkeit“ befasst sich zwar mit der Frage, wie in diesen Zonen politische Steuerung funktioniert, jedoch wird der Raumbegriff dort meist nicht genauer reflektiert (eine Ausnahme sind Benecke et al. 2008) und auch Fragen der Territorialität bislang nicht behandelt.

  8. 8.

    Der Begriff „Kopenhagener Schule“ stammt von Bill McSweeney (1996). Die zentralen Annahmen der Schule werden dargelegt bei Wæver (1995, 1996) und Buzan et al. (1998).

  9. 9.

    Im Englischen oft ungoverned spaces, teilweise auch ungoverned areas oder ungoverned territories (vgl. Schetter 2010).

  10. 10.

    Auch die Forschung zu fragilen Staaten neigt dazu, die Abwesenheit staatlicher Gewalt mit Anarchie und Gewalt gleichzusetzen. Ohne hier eine komplexe Debatte aufrollen zu wollen, verweise ich lediglich auf die inzwischen große Zahl an Beiträgen, die Beispiele gesellschaftlicher Selbstorganisation in hybriden politischen Ordnungen zeigen (Akude et al. 2011; Clements et al. 2007; Hagmann und Hoehne 2009).

  11. 11.

    Die Unterscheidung erwünschter und unerwünschter Menschen zieht sich auch in die Gesellschaften des Nordens hinein, wo mittels moderner Herrschaftstechniken der Überwachung und Klassifizierung der Andere ein Fremdkörper in der Gesellschaft bleibt. In dieser Sichtweise ist Sicherheit kein öffentliches Gut, sondern eine Politik, die durch Abgrenzung geschützte und ungeschützte Menschen produziert (Aradau und van Munster 2009; Bigo 2008).

  12. 12.

    Tatsächlich gibt es vereinzelt auch eine ähnliche Darstellung unregierter Räume außerhalb des globalen Südens. Über das Internet wird oft als „rechtsfreier Raum“ gesprochen, den es zu kontrollieren gelte, der Weltraum wird zunehmend sicherheitspolitisch codiert (Peoples 2011), und auch der arktische, nahezu unbewohnte Norden Kanadas wird zuweilen als Einfallstor für Gefahren von außen dargestellt (Rothwell 1996, S. 163–167).

  13. 13.

    Hein und Mutter (2011) und Abrahamsen (2005) argumentieren, dass jegliche liberale Entwicklungspolitik dasselbe Ziel verfolgt, exkludierte Bevölkerungsteile in die formelle Wirtschaft zu integrieren und sie somit unter staatliche Kontrolle zu bringen.

  14. 14.

    Siba N. Grovogui (2002) weist jedoch zu Recht darauf hin, dass es ähnliche Beispiele bereits im Europa des 19. Jahrhunderts gegeben hat (etwa die Anerkennung Belgiens 1830, das von Frankreich und Preußen als Pufferstaat gewünscht war), und folgert daraus, dass es das Idealbild eines einheitlichen Souveränitäts-Regimes nie gegeben habe. Dem lässt sich jedoch entgegnen, dass durch das allgemeine Gewaltverbot der UN-Charta und dem damit einhergehenden Annexionsverbot (Fazal 2007) die Überlebenschancen von Staaten, die nur über geringe Territorialität verfügen, gestiegen sind. Es wäre insgesamt also diskutabel, ob die angesprochene Ausdifferenzierung von Territorialitätsregeln eine Veränderung des bestehenden Regimes oder die neueste Variante einer historischen Zweiklassengesellschaft darstellt.

  15. 15.

    In die gleiche Richtung geht auch die Debatte um Modelle „geteilter Souveränität“ (Krasner 2007) oder der Wiedereinführung internationaler Treuhandschaft für zerfallene Staaten (Caplan 2007; Fearon und Laitin 2004).

Literatur

  1. Abrahamsen, R. (2005). Blair’s Africa: The politics of securitization and fear. Alternatives: Global, Local, Political, 30(1), 55–80.

    Google Scholar 

  2. Agnew, J. (1994). The territorial trap: The geographical assumptions of international relations theory. Review of international political economy, 1(1), 53–80.

    Google Scholar 

  3. Agnew, J. (1998). Geopolitics: Re-visioning world politics. London: Routledge.

    Google Scholar 

  4. Agnew, J. (2005). Sovereignty regimes: Territoriality and state authority in contemporary world politics. Annals of the Association of American Geographers, 95(2), 437–461.

    Google Scholar 

  5. Agnew, J. (2009). Globalization and sovereignty. Lanham: Rowman & Littlefield.

    Google Scholar 

  6. Agnew, J., & Corbridge, S. (1995). Mastering space: Hegemony, territory and international political economy. London: Routledge.

    Google Scholar 

  7. Akude, J. E., Daun, A., Egner, D., & Lambach, D. (Hrsg.). (2011). Politische Herrschaft jenseits des Staates. Zur Transformation von Legitimität in Geschichte und Gegenwart. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

  8. Albert, M., & Brock, L. (1995). Debordering the world of states. New spaces of International Relations. World Society Research Group Working Paper, 2.

  9. Albert, M., & Brock, L. (2001). What keeps Westphalia together? Normative differentiation in the modern system of states. In M. Albert, D. Jacobson, & Y. Lapid (Hrsg.), Identities, borders, orders: Rethinking International Relations (S. 29–49). Minneapolis: University of Minnesota Press.

    Google Scholar 

  10. Anstis, S. C., & Zacher, M. W. (2010). The normative bases of the global territorial order. Diplomacy & Statecraft, 21(2), 306–323.

    Google Scholar 

  11. Aradau, C., & van Munster, R. (2009). Post-structuralism, continental philosophy and the remaking of security studies. In M. Dunn Cavelty & V. Mauer (Hrsg.), The Routledge handbook of security studies (S. 73–83). London: Routledge.

    Google Scholar 

  12. Austin, J. L. (1962). Zur Theorie der Sprechakte (How to do things with words). Stuttgart: Reclam.

    Google Scholar 

  13. Bachmann-Medick, D. (2006). Cultural turns: Neuorientierungen in den Kulturwissenschaften. Hamburg: Rowohlt.

    Google Scholar 

  14. Balzacq, T. (2009). Constructivism and securitization studies. In M. Dunn Cavelty & V. Mauer (Hrsg.), The Routledge handbook of security studies (S. 56–72). London: Routledge.

    Google Scholar 

  15. Barthwal-Datta, M. (2009). Securitising threats without the state: A case study of misgovernance as a security threat in Bangladesh. Review of International Studies, 35(02), 277–300.

    Google Scholar 

  16. Benecke, G., Branovic, Z., & Draude, A. (2008). Governance und Raum. SFB-Governance Working Paper, 13.

  17. Bigo, D. (2008). International political sociology. In P. D. Williams (Hrsg.), Security studies. An introduction (S. 116–129). London: Routledge.

    Google Scholar 

  18. Blacksell, M. (2006). Political geography. London: Routledge.

    Google Scholar 

  19. Buzan, B. (2004). From international to world society? English school theory and social structure of globalisation. Cambridge: Cambridge University Press.

    Google Scholar 

  20. Buzan, B., Wæver, O., & de Wilde, J. (1998). Security: A new framework for analysis. Boulder: Lynne Rienner.

    Google Scholar 

  21. Caplan, R. (2007). From collapsing states to neo-trusteeship: The limits to solving the problem of ‚Precarious Statehood‘ in the twenty-first century. Third World Quarterly, 28(2), 231–244.

    Google Scholar 

  22. Clapton, W. (2009). Managing risk within international society: Hierarchical governance in the Asia-Pacific. Australian Journal of International Affairs, 63(3), 416–429.

    Google Scholar 

  23. Clements, K. P., Boege, V., Brown, A., Foley, W., & Nolan, A. (2007). State building reconsidered: The role of hybridity in the formation of political order. Political Science, 59(1), 45–56.

    Google Scholar 

  24. Conzelmann, T., & Faust, J. (2009). „Nord“ und „Süd“ im globalen Regieren. Politische Vierteljahresschrift, 50(2), 203–225.

    Google Scholar 

  25. Cox, K. R. (2002). Political geography: Territory, state, and society. Oxford: Blackwell.

    Google Scholar 

  26. van Creveld, M. (1999). Aufstieg und Untergang des Staates. München: Gerling.

    Google Scholar 

  27. Davis, C. (2009). AFRICOM’s relationship to oil, terrorism and China. Orbis, 53(1), 122–136.

    Google Scholar 

  28. Debiel, T., & Lambach, D. (2009). Fragile Staaten. Ursachen und sicherheitspolitische Auswirkungen. In Bundesakademie für Sicherheitspolitik (Hrsg.), Sicherheitspolitik in neuen Dimensionen (S. 363–387). Hamburg: E.S. Mittler und Sohn.

  29. Deutsch, K. W. (1966). Nationalism and social communication: An inquiry into the foundations of nationality. Cambridge: MIT Press.

    Google Scholar 

  30. Dicke, K. (2002). Raumbezogene Leitbilder in der politischen Ideengeschichte. In K. Schmitt (Hrsg.), Politik und Raum (S. 11–27). Baden-Baden: Nomos.

    Google Scholar 

  31. Dittgen, H. (2009). Globalisierung und die Grenzen des Nationalstaats. In J. Kessler & C. Steiner (Hrsg.), Facetten der Globalisierung. Zwischen Ökonomie, Politik und Kultur (S. 160–171). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

    Google Scholar 

  32. Doty, R. L. (1996). Imperial encounters: The politics of representation in north/south relations. Minneapolis: University of Minnesota Press.

    Google Scholar 

  33. Duffield, M. (2001). Global governance and the new wars: The merging of development and security. London: Zed.

    Google Scholar 

  34. Eigmüller, M., & Roos, C. (2010). Von Migrationsvermeidung zu selektiver Grenzöffnung. WeltTrends, 18(71), 25–34.

    Google Scholar 

  35. Elden, S. (2005). Missing the point: Globalization, deterritorialization and the space of the world. Transactions of the Institute of British Geographers, 30(1), 8–19.

    Google Scholar 

  36. Elden, S. (2007). Blair, neo-conservatism and the war on territorial integrity. International Politics, 44(1), 37–57.

    Google Scholar 

  37. Elkins, D. J. (1995). Beyond sovereignty: Territory and political economy in the twenty-first century. Toronto: University of Toronto Press.

    Google Scholar 

  38. Eppler, E. (2005). Auslaufmodell Staat? Frankfurt a. M.: Suhrkamp.

    Google Scholar 

  39. Fazal, T. M. (2007). State death: The politics and geography of conquest, occupation and annexation. Princeton: Princeton University Press.

    Google Scholar 

  40. Fearon, J. D., & Laitin, D. D. (2004). Neotrusteeship and the problem of weak states. International Security, 28(4), 5–43.

    Google Scholar 

  41. Ferguson, Y. H., & Jones, R. J. B. (2002). Political space and global politics. In Y. H. Ferguson & R. J. B. Jones (Hrsg.), Political space: Frontiers of change and governance in a globalizing world (S. 1–20). Albany: State University of New York Press.

    Google Scholar 

  42. Ferguson, Y. H., & Mansbach, R. (2002). Remapping political space: Issues and nonissues in analyzing global politics in the twenty-first century. In Y. H. Ferguson & R. J. B. Jones (Hrsg.), Political space: frontiers of change and governance in a globalizing world (S. 87–111). Albany: State University of New York Press.

    Google Scholar 

  43. Finnemores, M., & Sikkinks, K. (1998). International norm dynamics and political change. International Organization, 52(4), 887–917.

  44. Fischer, J. (2002). Speech at the celebration marking the 50th anniversary of the German United Nations Association, 19. März 2002.

  45. Friedman, T. L. (2005). The world is flat: A brief history of the twenty-first century. New York: Farrar, Straus & Giroux.

    Google Scholar 

  46. Giddens, A. (1985). The nation-state and violence. Cambridge: Polity Press.

    Google Scholar 

  47. Gottmann, J. (1973). The significance of territory. Charlottesville: University Press of Virginia.

    Google Scholar 

  48. Götze, C. (2008). Global Governance und die asymmetrische Verwirklichung von global citizenship: Die Humanitarisierung des Flüchtlingsregimes. In G. F. Schuppert & M. Zürn (Hrsg.), Governance in einer sich wandelnden Welt (S. 531–549). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

    Google Scholar 

  49. Græger, N. (2011). „Home and away“? Internationalism and territory in the post-1990 Norwegian defence discourse. Cooperation and Conflict, 46(1), 3–20.

    Google Scholar 

  50. Grande, E., & Pauly, L. W. (2005). Complex sovereignty and the emergence of transnational authority. In E. Grande & L. W. Pauly (Hrsg.), Complex sovereignty: Reconstituting political authority in the twenty-first century (S. 285–299). Toronto: University of Toronto Press.

    Google Scholar 

  51. Grovogui, S. N. (2002). Regimes of sovereignty: International morality and the African condition. European Journal of International Relations, 8(3), 315–338.

    Google Scholar 

  52. Habermas, J. (1998). Die postnationale Konstellation und die Zukunft der Demokratie. In J. Habermas (Hrsg.), Die postnationale Konstellation. Politische Essays (S. 91–169). Frankfurt a. M.: Suhrkamp.

    Google Scholar 

  53. Hagmann, T., & Hoehne, M. V. (2009). Failures of the state failure debate: Evidence from the Somali territories. Journal of International Development, 21(1), 42–57.

    Google Scholar 

  54. Hale, G. (2011). Politics, people and passports: Contesting security, travel and trade on the US-Canadian border. Geopolitics, 16(1), 27–69.

    Google Scholar 

  55. Hanafi, S., & Long, T. (2010).Governance, governmentalities, and the state of exception in the Palestinian refugee camps of Lebanon. Journal of Refugee Studies, 23(2), 134–159.

    Google Scholar 

  56. Hehir, A. (2007). The myth of the failed states and the war on terror: A challenge to the conventional wisdom. Journal of Intervention and Statebuilding, 1(3), 307–332.

    Google Scholar 

  57. Hein, W., & Mutter, T. (2011). Die Kontrolle nicht-beherrschter Räume. Widersprüche neoliberaler Globalisierung und die Rolle der Entwicklungspolitik. Peripherie, 31(122–123), 318–345.

    Google Scholar 

  58. Helleiner, E. (1999). Sovereignty, territoriality and the globalization of finance. In D. A. Smith, D. J. Solinger, & S. C. Topik (Hrsg.), States and sovereignty in the global economy (S. 138–157). London: Routledge.

    Google Scholar 

  59. Herz, J. H. (1957). Rise and demise of the territorial state. World Politics, 9(4), 473–493.

    Google Scholar 

  60. Hirst, C. (2007). The paradigm shift: 11 September and Australia’s strategic reformation. Australian Journal of International Affairs, 61(2), 175–192.

    Google Scholar 

  61. van Houtum, H. (2010). Human blacklisting: The global apartheid of the EU’s external border regime. Environment and Planning D: Society and Space, 28(6), 957–976.

    Google Scholar 

  62. Hughes, C., & Pupavac, V. (2005). Framing post-conflict societies: International pathologisation of Cambodia and the Post-Yugoslav States. Third World Quarterly, 26(6), 873–889.

    Google Scholar 

  63. Ikenberry, G. J. (2003). What states can do now. In T. V. Paul, G. J. Ikenberry, & J. A. Hall (Hrsg.), The nation-state in question (S. 350–371). Princeton: Princeton University Press.

    Google Scholar 

  64. Immerfall, S. (1998). Territory and territoriality in the globalizing society: An introduction. In S. Immerfall (Hrsg.), Territoriality in the globalizing society: One place or none? (S. 1–13). Berlin: Springer.

    Google Scholar 

  65. Innes, A. J. (2010). When the threatened become the threat: The construction of asylum seekers in British media narratives. International Relations, 24(4), 456–477.

    Google Scholar 

  66. Jackson, R. H. (1990). Quasi-States: Sovereignty, international relations and the third world. Cambridge: Cambridge University Press.

    Google Scholar 

  67. Jacobson, D. (1997). New frontiers: Territory, social spaces, and the state. Sociological Forum, 12(1), 121–133.

    Google Scholar 

  68. Jonas, A. (2010). Zwischen Prestige und Pragmatismus: Militärische Fähigkeiten und ihre Weiterentwicklung. In A. Jonas & N. von Ondarza (Hrsg.), Chancen und Hindernisse für die europäische Streitkräfteintegration (S. 93–112). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

    Google Scholar 

  69. Kahler, M. (2006). Territoriality and conflict in an era of globalization. In M. Kahler & B. F. Walter (Hrsg.), Territoriality and conflict in an era of globalization (S. 1–21). Cambridge: Cambridge University Press.

    Google Scholar 

  70. Kessler, J. (2009). Der Mythos vom globalen Dorf: Zur räumlichen Differenzierung des Globalisierungsniveaus. In J. Kessler & C. Steiner (Hrsg.), Facetten der Globalisierung: Zwischen Ökonomie, Politik und Kultur (S. 28–79). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

    Google Scholar 

  71. Kessler, O., & Daase, C. (2008). From insecurity to uncertainty: Risk and the paradox of security politics. Alternatives: Global, Local, Political, 33(2), 211–232.

    Google Scholar 

  72. Krasner, S. D. (1999). Globalization and sovereignty. In D. A. Smith, D. J. Solinger, & S. C. Topik (Hrsg.), States and sovereignty in the global economy (S. 34–52). London: Routledge.

    Google Scholar 

  73. Krasner, S. D. (2007). Alternativen zur Souveränität: Neue Institutionen für kollabierte und scheiternde Staaten. In M. Beisheim & G. F. Schuppert (Hrsg.), Staatszerfall und Governance (S. 163–173). Baden-Baden: Nomos.

    Google Scholar 

  74. Kratochwil, F. (1986). Of systems, boundaries, and territoriality: An inquiry into the formation of the state system. World Politics, 39(1), 27–52.

    Google Scholar 

  75. Lambach, D. (2004). The perils of weakness. Failed states and perceptions of threat in Europe and Australia. https://www.uni-due.de/imperia/md/content/politik/debiel/lambach_london_2004.pdf. Zugegriffen: 14. Jan. 2015.

  76. Lambach, D. (2006). Security, development and the Australian security discourse. Australian Journal of Political Science, 41(3), 407–418.

    Google Scholar 

  77. Laube, L. (2010). Systematisch und punktuell. Grenzkontrollen in und um Österreich. WeltTrends, 18(71), 35–46.

    Google Scholar 

  78. Levitsky, M. (2008). Dealing with black spots of crime and terror: Conclusions and recommendations. International Studies Review, 10(2), 392–396.

    Google Scholar 

  79. Leyshon, A. (1995). Annihilating space? The speed-up of communications. In J. Allen & C. Hamnett (Hrsg.), A shrinking world? Global Unevenness and Inequality (S. 11–46). Oxford: Open University.

    Google Scholar 

  80. Luutz, W. (2007). Vom „Containerraum“ zur „entgrenzten Welt“. Raumbilder als sozialwissenschaftliche Leitbilder. Social Geography, 2(1), 29–45.

    Google Scholar 

  81. Mann, M. (1997). Has globalization ended the rise and rise of the State? Review of International Political Economy, 4(3), 472–496.

    Google Scholar 

  82. Mau, S. (2010). Grenzen als Sortiermaschinen. WeltTrends, 18(71), 57–66.

    Google Scholar 

  83. Mathews, J. T. (1997). Power shift. Foreign Affairs, 76(1), 50–67.

    Google Scholar 

  84. McMichael, P. (1996). Globalization: Myths and reality. Rural Sociology, 61(1), 25–55.

    Google Scholar 

  85. McSweeney, B. (1996). Identity and security: Buzan and the Copenhagen School. Review of International Studies, 22(1), 81–93.

    Google Scholar 

  86. Mendel, J. (2010). Afghanistan, networks and connectivity. Geopolitics, 15(4), 726–751.

    Google Scholar 

  87. Messner, D. (1998). Die Transformation von Staat und Politik im Globalisierungsprozess. In D. Messner (Hrsg.), Die Zukunft des Staates und der Politik. Möglichkeiten und Grenzen politischer Steuerung in der Weltgesellschaft (S. 14–43). Bonn: Dietz.

    Google Scholar 

  88. Mitchell, K. (2010). Ungoverned space: Global security and the geopolitics of broken windows. Political Geography, 29(5), 289–297.

    Google Scholar 

  89. Mitzen, J. (2006). Ontological security in world politics: State identity and the security dilemma. European Journal of International Relations, 12(3), 341–370.

    Google Scholar 

  90. Müller, H. (2009). Staatlichkeit ohne Staat – ein Irrtum aus der europäischen Provinz? Limitierende Bedingungen von Global Governance in einer fragmentierten Welt. In N. Deitelhoff & J. Steffek (Hrsg.), Was bleibt vom Staat? Demokratie, Recht und Verfassung im globalen Zeitalter (S. 221–258). Frankfurt a. M.: Campus.

    Google Scholar 

  91. Neocleous, M. (2003). Imagining the state. Maidenhead: Open University Press.

    Google Scholar 

  92. Newman, D. (2001). Boundaries, borders, and barriers: Changing geographic perspectives on territorial lines. In M. Albert, D. Jacobson, & Y. Lapid (Hrsg.), Identities, borders, orders: Rethinking international relations (S. 137–159). Minneapolis: University of Minnesota Press.

    Google Scholar 

  93. Newman, D. (2006). Borders and bordering: Towards an interdisciplinary dialogue. European Journal of Social Theory, 9(2), 171–186.

    Google Scholar 

  94. Newman, D., & Paasi, A. (1998). Fences and neighbours in the postmodern world: Boundary narratives in political geography. Progress in Human Geography, 22(2), 186–207.

    Google Scholar 

  95. Ó Tuathail, G. (1999). Borderless worlds? Problematising discourses of deterritorialisation. Geopolitics, 4(2), 139–154.

    Google Scholar 

  96. Ohmae, K. (1995). The end of the nation state: The rise of regional economies. New York: Free Press.

    Google Scholar 

  97. Ohmae, K. (1999). The borderless world: Power and strategy in the interlinked economy. New York: Harper Collins.

    Google Scholar 

  98. Österud, Ö. (1997). The narrow gate: Entry to the club of sovereign states. Review of International Studies, 23(2), 167–184.

    Google Scholar 

  99. Oßenbrügge, J. (2004). Transstaatliche, plurilokale und glokale soziale Räume. Grundbegriffe zur Untersuchung transnationaler Beziehungen und Praktiken. In J. Oßenbrügge & M. Reh (Hrsg.), Social spaces of African societies: Applications and critique of concepts about „transnational social spaces“ (S. 15–34). Münster: Lit.

    Google Scholar 

  100. Paasi, A. (2003). Territory. In J. Agnew, K. Mitchell, & G. Ó Tuathail (Hrsg.), A companion to political geography (S. 109–122). Malden: Blackwell.

    Google Scholar 

  101. Pauly, L. W., & Grande, E. (2005). Reconstituting political authority: Sovereignty, effectiveness, and legitimacy in a transnational order. In E. Grande & L. W. Pauly (Hrsg.), Complex sovereignty: Reconstituting political authority in the twenty-first century (S. 3–21). Toronto: University of Toronto Press.

    Google Scholar 

  102. Peoples, C. (2011). The securitization of outer space: Challenges for arms control. Contemporary Security Policy, 32(1), 76–98.

    Google Scholar 

  103. Rabasa, A., Boraz, S., Chalk, P., Cragin, K., Karasik, T. W., Moroney, J. D. P., O’Brien, K. A., & Peters, J. E. (2007). Ungoverned territories: Understanding and reducing terrorism risks. Santa Monica: RAND Corporation.

    Google Scholar 

  104. Rosecrances, R. (2001). Das globale Dorf. New economy und das Ende des Nationalstaats. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.

    Google Scholar 

  105. Rothwell, D. R. (1996). The Polar regions and the development of international law. Cambridge: Cambridge University Press.

    Google Scholar 

  106. Ruggie, J. G. (1993). Territoriality and beyond: Problematizing modernity in international relations. International Organization, 47(1), 139–174.

    Google Scholar 

  107. Sack, R. D. (1986). Human territoriality: Its theory and history. Cambridge: Cambridge University Press.

    Google Scholar 

  108. Sassen, S. (1995). Losing control? Sovereignty in an age of globalization. New York: Columbia University Press.

    Google Scholar 

  109. Sassen, S. (1999). Embedding the global in the national: Implications for the role of the state. In D. A. Smith, D. J. Solinger, & S. C. Topik (Hrsg.), States and sovereignty in the global economy (S. 158–171). London: Routledge.

    Google Scholar 

  110. Schetter, C. (2010). Ungoverned territories. Eine konzeptionelle Innovation im „War on Terror“. Geographica Helvetica: Schweizerische Zeitschrift für Geographie, 65(3), 181–188.

    Google Scholar 

  111. Schirm, S. (2002). Raum, Globalisierung und Theorien internationaler Beziehungen. In K. Schmitt (Hrsg.), Politik und Raum (S. 43–58). Baden-Baden: Nomos.

    Google Scholar 

  112. Schlichte, K. (2006). Staatsbildung und Staatszerfall. Zur politischen Soziologie der Weltgesellschaft. In C. Weller & T. Bonacker (Hrsg.), Konflikte der Weltgesellschaft. Akteure. Strukturen. Dynamiken (S. 197–220). Frankfurt a. M.: Campus.

    Google Scholar 

  113. Schmittchen, D., & Stritzel, H. (2008). Unterschiedliche „Sprachen“ in Deutschland und den USA? Ein Vergleich transatlantischer Sicherheitdiskurse am Beispiel der „Rogue States“. Internationale Politik und Gesellschaft, 2008(1), 52–67.

    Google Scholar 

  114. Schneckener, U. (2004). Transnationale Terroristen als Profiteure fragiler Staatlichkeit. Berlin: Stiftung Wissenschaft und Politik.

    Google Scholar 

  115. Scholte, J. A. (2005). Globalization: A critical introduction. Houndmills: Palgrave Macmillan.

    Google Scholar 

  116. Shamir, R. (2005). Without Border? Notes on globalization as a mobility regime. Sociological Theory, 23(2), 197–217.

    Google Scholar 

  117. Simmons, B. A. (2006). Trade and territorial conflict in Latin America: International borders as institutions. In M. Kahler & B. F. Walter (Hrsg.), Territoriality and conflict in an era of globalization (S. 251–287). Cambridge: Cambridge University Press.

    Google Scholar 

  118. Simons, A., & Tucker, D. (2007). The misleading problem of failed states: A „socio-geography“ of terrorism in the post-9/11 era. Third World Quarterly, 28(2), 387–401.

    Google Scholar 

  119. Spruyt, H. (2002). The origins, development, and possible decline of the modern state. Annual Review of Political Science, 5, 127–149.

    Google Scholar 

  120. Stanislawski, B. H. (2008). Para-states, quasi-states, and black spots: Perhaps not states, but not „ungoverned territories“, either. International Studies Review, 10(2), 366–370.

    Google Scholar 

  121. Strange, S. (1996). The retreat of the state: The diffusion of power in the world economy. Cambridge: Cambridge University Press.

    Google Scholar 

  122. Vaughan-Williams, N. (2009). Border politics: The limits of sovereign power. Edinburgh: Edinburgh University Press.

    Google Scholar 

  123. Wæver, O. (1995). Securitization and desecuritization. In R. D. Lipshutz (Hrsg.), On security (S. 46–86). New York: Columbia University Press.

    Google Scholar 

  124. Wæver, O. (1996). European security identities. Journal of Common Market Studies, 34(1), 103–132.

    Google Scholar 

  125. Yeung, H. W. (1998). Capital, state and space: Contesting the borderless world. Transactions of the Institute of British Geographers, 23(3), 291–309.

    Google Scholar 

  126. Zacher, M. W. (2001). The territorial integrity norm: International boundaries and the use of force. International Organization, 55(2), 215–250.

    Google Scholar 

  127. Zürn, M. (1998). Regieren jenseits des Nationalstaats. Denationalisierung und Globalisierung als Chance. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.

    Google Scholar 

  128. Zürn, M., & Leibfried, S. (2005). Reconfiguring the national constellation. In S. Leibfried & M. Zürn (Hrsg.), Transformations of the state? (S. 1–35). Cambridge: Cambridge University Press.

    Google Scholar 

Download references

Author information

Affiliations

Authors

Corresponding author

Correspondence to Dr. Daniel Lambach.

Additional information

Eine frühere Version dieses Papiers wurde bei der Dritten Offenen Sektionstagung Internationale Politik der DVPW, München, 6.–7. Oktober 2011, vorgestellt. Der Autor dankt Mathias Albert, Felix S. Bethke, Holger Niemann und Mathieu Rousselin für Ihre hilfreichen Kommentare und Jörg Langerwisch für die redaktionelle Unterstützung.

Rights and permissions

Reprints and Permissions

About this article

Verify currency and authenticity via CrossMark

Cite this article

Lambach, D. Repräsentationen von Territorialität und internationale Ungleichheit. Z Außen Sicherheitspolit 8, 243–269 (2015). https://doi.org/10.1007/s12399-015-0484-6

Download citation

Schlüsselwörter

  • Territorialität
  • Souveränität
  • Unregierte Räume
  • Globalisierung

Keywords

  • Territoriality
  • Sovereignty
  • Ungoverned spaces
  • Globalization