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Der „emotional turn“ in den IB: Plädoyer für eine theoretische Überwindung methodischer Engführung

The „Emotional Turn“ in IR: Overcoming Methodological Constraints with Theoretical Innovation

Zusammenfassung

Emotionen spielen bei menschlichen Entscheidungen meist eine größere Rolle als rationale Überlegungen. Die Dominanz der emotionalen Seite hat in der Politikwissenschaft bisher wenig Widerhall gefunden, da die Beeinflussung politischer Entscheidungen durch Emotionen nur schwer zu belegen ist. In der herkömmlichen Methodik bildet das rationale Menschenbild die baseline, Emotionen dienen nur zur Erklärung der Restvarianz. Hierbei wird jedoch systematisch die politische Bedeutung von Emotionen unterschätzt. Der Beitrag plädiert dafür den sich abzeichnenden „emotional turn“ konsequent in die Theorie der IB einzubeziehen.

Abstract

Emotions tend to affect decisions to a greater extent than rational calculations. Nevertheless, the predominance of emotions has been largely neglected by political scientists. Indeed, it is often difficult to demonstrate that emotions affected a particular political decision. Conventional research strategies, however, tend to underrate the impact of emotions, inasmuch as they take the rational actor model as a baseline, drawing on emotions only to explain residual variance. The article thus pleads for integrating emotional factors more thoroughly into mainstream IR theories.

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Notes

  1. „Aktuelle Beispiele sind Bleiker und Hutchison (2008), Crawford (2000), Forsberg (2011), Hymans (2006), Lebow (2005, 2008), Mercer (2006, 2010), Moïsi (2009), Sasley (2011), Rosen (2007) und Ross (2006). Schon älter ist die Monographie von Steinberg (1996).“

  2. „Mindestens ebenso viel Rationalität unterstellen die Arbeiten über kommunikatives Handeln in den internationalen Beziehungen. Im Anschluss an Habermas gehen sie davon aus, dass politische Akteure sich auch von der „reinen Kraft“ des besseren Arguments überzeugen lassen (vgl. Müller 1994 und Risse 2000).“

  3. „Das ist die vorherrschende Position im klassischen Realismus, der Menschen nicht zuletzt von Furcht und einem angeborenen Machthunger angetrieben sieht. Allerdings unterstellt er staatlichen Entscheidungsträgern, dass sie emotional bedingte Ziele wie Macht und Sicherheit zumeist mit kalkuliert gewählten Mitteln verfolgen. Im Unterschied zu aktuellen Entscheidungsforschern war auch für die klassischen Realisten der eigentliche Entscheidungsprozess noch so sehr auf rationales Abwägen beschränkt, dass andere Einflüsse vernachlässigt werden konnten. Deshalb hielten sie es für möglich und wünschenswert, eine rationale Theorie zu entwickeln, die strikt von der Logik der Konsequenzen ausgeht: „Political realism presents the theoretical construct of a rational foreign policy which experience can never completely achieve“ (Morgenthau 1993, S. 10; vgl. Crawford 2000, S. 120-123).“

  4. „Für die USA belegen Untersuchungen klare Korrelationen zwischen politischen Einstellungen und der Stärke von fünf grundlegenden moralischen Intuitionen. Sehr konservative Befragte werden von allen fünf Intuitionen ähnlich stark beeinflusst. Je weiter man auf dem politischen Spektrum nach links rückt, desto mehr nimmt der Einfluss von Mitgefühl/Schadensvermeidung und Fairness/Reziprozität zu und desto stärker lässt die Bedeutung der Intuitionen von Autorität, Reinheit und Gruppenloyalität nach (Haidt 2007).“

  5. „Ein berühmtes Beispiel dafür ist die Geschichte eines Patienten, dessen Emotionalität nach einer Krankheit so stark beeinträchtigt war, dass er nicht mehr in der Lage war, Termine zu vereinbaren. Statt sich schnell auf einen passenden Terminvorschlag festzulegen, wog er endlos das Für und Wider nahezu gleichwertiger Optionen ab. Offenbar fühlte sich keine am besten an (Goleman 1997, S. 75).“

  6. „Auch bei der moralischen Bewertung von fremden Handlungen spielen Emotionen eine große Rolle. Oft macht spontan empfundene Wut ihr Subjekt erst darauf aufmerksam, dass das Verhalten anderer gegen anerkannte Normen verstieß (Miller 2001). Auch hier geht das Gefühl häufig dem moralischen Urteil voraus.“

  7. „Baumeister et al. (2006, S. 146) plädieren für die Faustregel, dass aktuelle emotionale Erregung die Qualität von Entscheidungen tendenziell verschlechtert, während die Antizipation von eigenen Gefühlszuständen sie eher verbessert.“

  8. „Das heißt allerdings nicht, dass sie immer die gleichen Emotionen im gleichen Umfang erleben oder zeigen. Vieles spricht dafür, dass der von Norbert Elias beschriebene „Prozess der Zivilisation“ dazu geführt, dass die äußere Erscheinung von Affekten heute stärker kontrolliert wird. Dies gilt insbesondere für negative Emotionen wie Wut oder Hass. Gleichzeitig wurde die Fähigkeit zum „Mitleiden“ zunehmend kultiviert und immer öfter auf Personengruppen angewendet, die uns eigentlich fremd sind (Pinker 2011, Kapitel 3-4).“

  9. „Private Selbstauskünfte oder Beobachtungen durch Vertraute können diese Lücke manchmal schließen. Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass Erinnerungen an Gefühle auch täuschen können, vor allem wenn das tatsächliche Gefühl von der sozial erwünschten Emotion abwich. Insofern sind Tagebucheinträge zuverlässiger als spätere Berichte.“

  10. „Das trifft ganz ähnlich auch auf rationale Kognitionen von Entscheidungsträgern zu: Auch sie sind der Forscherin nicht direkt zugänglich – nur mit dem Unterschied, dass deren Vorhandensein und dominanter Einfluss meist stillschweigend vorausgesetzt wird.“

  11. „Für konstruktivistische Theorien, die Emotionen unberücksichtigt lassen, könnte selbstverständlich das gleiche Verfahren angewendet werden. Das „Hauptziel" der Emotionsforscherinnen in den IB waren bisher aber Rational Choice-Ansätze. Als theoretische Kritik an der Vernachlässigung von Emotionen im Konstruktivismus vgl. Ross (2006).“

  12. „Viele dieser kognitiven Verzerrungen haben natürlich auch einen emotionalen Hintergrund (Isbell et al. 2006). Dies gilt vor allem für die systematische Tendenz, uns selbst und unsere Bezugsgruppen in einem günstigeren Licht zu sehen (Wright 1994, Kapitel 13). Der beste Beleg hierfür ist unsere typisch emotionale Reaktion, wenn Fremde versuchen, solche Fehlwahrnehmungen zu korrigieren.“

  13. „Hier könnte man an Israels Antworten auf Angriffe von Hisbollah und Hamas denken (Löwenheim und Heimann 2008).“

  14. „Im Extremfall werden solche rhetorischen Aktivitäten noch fortgesetzt, nachdem die umstrittene Frage längst entschieden ist. Auch das spräche für die emotionale Motivation der Politikerin oder ihrer Klientel (Forsberg 2011).“

  15. „Die Wirkung von positiven Emotionen wie Freude, Stolz oder Zufriedenheit ist bislang viel seltener untersucht worden (Haidt 2003; Ekman 2007, Kapitel 6).“

  16. „Anders gelagert wäre der Fall, wenn Entscheidungsträger die Wahl einer Option glaubwürdig mit dem Verweis auf öffentliche Emotionen rechtfertigen. In diesem Fall würden die Emotionen Dritter das strategische Kalkül der Handelnden beeinflussen. Der Entscheidungsprozess selbst könnte hier auch rational ablaufen.“

  17. „Aus diesem Grund hilft der Vorschlag von Bleiker und Hutchison (2007, S. 22–24) öffentliche Repräsentationen mit hermeneutischen Methoden zu studieren hier nur begrenzt weiter. Ethnographie, Architektur, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft und Kommunikationswissenschaft mögen bisweilen sehr nützlich sein, um kollektive Stimmungen und Gefühlslagen festzustellen und besser zu verstehen. Inwieweit diese in einer konkreten Entscheidungssituation auch von den relevanten Politikerinnen geteilt (oder rational berücksichtigt) wurden, lässt sich auf diese Weise aber noch nicht ermitteln. Ähnliches gilt für Emotionen, welche die IB-Forscher selbst bei der Datenerhebung (z. B. bei Interviews) und der Analyse empfinden (vgl. MacKenzie 2011 und Marshall 2011). Diese können sehr nützliche Hinweise auf möglich Gefühle sein, genügen aber keineswegs als Nachweis für den Einfluss bestimmter Emotionen auf Entscheidungen.“

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Für nützliche Hinweise dankt der Verfasser Charlotte Dany, Lena Jaschob, Iris Wurm sowie Redaktion und Gutachtern der ZfAS.

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Wolf, R. Der „emotional turn“ in den IB: Plädoyer für eine theoretische Überwindung methodischer Engführung. Z Außen Sicherheitspolit 5, 605–624 (2012). https://doi.org/10.1007/s12399-012-0288-x

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Schlüsselwörter

  • Emotion
  • Rational Choice
  • Außenpolitische Entscheidung
  • Qualitative Methoden
  • Politische Psychologie

Keywords

  • Emotions
  • Rational choice
  • Decision-making
  • Qualitative methods
  • Political psychology