Skip to main content
Log in

Akteur oder Zuschauer? Was Vernetzte Sicherheit für den Deutschen Bundestag bedeutet. Ein Erfahrungsbericht

Player or Spectator? Networked Security and the Role of the German Bundestag. A Personal Field Report

  • Published:
Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik Aims and scope Submit manuscript

Zusammenfassung

Der Autor schildert seine Erfahrungen mit vernetztem Handeln in der internationalen Sicherheitspolitik auf Seiten der Exekutive und Legislative. Während die Handlungsmaxime des Zusammenwirkens mit den komplexen Kriseneinsätzen der 90er Jahre unabweisbar wurde, ist der seit 2006 in Deutschland regierungsoffizielle Begriff der Vernetzten Sicherheit v. a. aus Sicht zivilgesellschaftlicher Akteure strittig und insgesamt viel mehr Anspruch als Wirklichkeit. Vor dem Hintergrund vieler Vorstöße zu mehr Kooperation, ihrer Triebkräfte und Hemmnisse entwickelt der Autor konkrete Vorschläge, wo und wie Vernetzung und Kohärenz sinnvoll und wirksam werden sollten.

Abstract

The author portrays his experience with networked/interlinked action in the field of international security politics from a governmental and legislative point of view. Intensified cooperation became an irrefutable guiding principle for the increasingly complex crisis interventions during the pre-millennium years. But the concept of Networked Security, which the German government introduced in 2006, is still contested among NGOs. Overall, critics claim that the concept is more rhetoric than substance. Against this background the author discusses several attempts that have been launched to advance cooperation, looks at drivers and obstacles of inter-agency cooperation, and submits concrete proposals to reasonably advance the principle of Networked Security in practice.

This is a preview of subscription content, log in via an institution to check access.

Access this article

Subscribe and save

Springer+ Basic
EUR 32.99 /Month
  • Get 10 units per month
  • Download Article/Chapter or Ebook
  • 1 Unit = 1 Article or 1 Chapter
  • Cancel anytime
Subscribe now

Buy Now

Price excludes VAT (USA)
Tax calculation will be finalised during checkout.

Instant access to the full article PDF.

Notes

  1. Die 10 Mio. € wurden im Kontext eines rot-grünen Koalitionsstreits um das Waffensystem MEADS erstritten. Bei einem Afghanistanbesuch erfuhr der Autor, dass diese Gelder intern „Nachtwei-Millionen“ hießen.

Literatur

  • Bundesministerium der Verteidigung. (2006). Weißbuch 2006 zur Sicherheitspolitik Deutschlands und zur Zukunft der Bundeswehr. Berlin: Bundesministerium der Verteidigung.

    Google Scholar 

  • Bundesministerium der Verteidigung. (2011). Verteidigungspolitische Richtlinien. Berlin: Bundesministerium der Verteidigung.

    Google Scholar 

  • Bundesregierung. (2004, 26. Mai). Aktionsplan zur zivilen Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung. Bundestagsdrucksache 15/5438.

  • Bundesregierung. (2008, 16. Juli). Zweiter Bericht der Bundesregierung zur Umsetzung des Aktionsplans „Zivile Krisenprävention“ – Krisenprävention als gemeinsame Aufgabe. Bundestagsdrucksache 16/10034.

  • Bundesregierung. (2010, 25. Juni). Dritter Bericht der Bundesregierung zur Umsetzung des Aktionsplans „Zivile Krisenprävention“. Bundestagsdrucksache 17/2300.

  • Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. (2009, 17. Juni). Zivile Krisenprävention und Friedensförderung brauchen einen neuen Schub. Antrag. Bundestagsdrucksache 16/13392.

  • Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. (2011, 29. Juni). Ressortübergreifende Friedens- und Sicherheitsstrategie entwickeln. Antrag. Bundestagsdrucksache 17/6351.

  • Bundestagsfraktion der SPD. (2011, 25. Jan.). Deutschland braucht dringend eine kohärente Strategie für die zivile Krisenprävention. Antrag. Bundestagsdrucksache 17/4532.

  • Major, C., & van Goor, L. (2012, 21. März). How to make the comprehensive approach work. Clingendael Conflict Research Unit/CRU Policy Brief, 5.

  • Nachtwei, W. (2008). Niederlande in Afghanistan 2006–2008, Berichtsauszüge. http://www.nachtwei.de/index.php/articles/997. Zugegriffen: 29. Feb. 2012.

  • Nachtwei, W. (2011). Der Afghanistaneinsatz der Bundeswehr – Von der Friedenssicherung zur Aufstandsbekämpfung. In A. Seiffert, P. Langer, & C. Pietsch (Hrsg.), Der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Sozial- und politikwissenschaftliche Perspektiven (S. 33–48). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

    Google Scholar 

  • Planungsstäbe AA/BMZ/BMVg. (2012, März). Für eine kohärente Politik der Bundesregierung gegenüber fragilen Staaten. Ressortübergreifende Leitlinien. Berlin.

  • Wittkowsky, A. (2012, 26. März). „Vernetzte Sicherheit: Begriff, Einordnung und Umsetzung in der Konfliktbearbeitung“. Thesenpapier zur Anhörung des Unterausschusses „Zivile Krisenprävention und vernetzte Sicherheit“, Berlin.

  • Wittkowsky, A., & Meierjohann, J. P. (2011a). Das Konzept der Vernetzten Sicherheit: Dimensionen, Herausforderungen, Grenzen. ZIF Policy Briefing. Berlin.

  • Wittkowsky, A. Hummel, W., Meierjohann, J. P., & Pietz, T. (2011b). Vernetztes Handeln auf dem Prüfstand: Einschätzungen aus deutschen Resorts. ZIF Policy Briefing. Berlin.

Download references

Author information

Authors and Affiliations

Authors

Corresponding author

Correspondence to Winfried Nachtwei MdB a.D..

Additional information

Winfried Nachtwei ist Ko-Vorsitzender des Beirats Zivile Krisenprôvention beim AA, Mitglied im Beirat für Fragen der Inneren Führung beim BMVg, Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN), des Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ und von „Lachen Helfen“

Rights and permissions

Reprints and permissions

About this article

Cite this article

Nachtwei, W. Akteur oder Zuschauer? Was Vernetzte Sicherheit für den Deutschen Bundestag bedeutet. Ein Erfahrungsbericht. Z Außen Sicherheitspolit 5 (Suppl 1), 23–39 (2012). https://doi.org/10.1007/s12399-012-0274-3

Download citation

  • Published:

  • Issue Date:

  • DOI: https://doi.org/10.1007/s12399-012-0274-3

Schlüsselwörter

Keywords

Navigation