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, Volume 32, Issue 6, pp 476–478 | Cite as

Darmkrebs trifft auch viele jüngere Menschen

Neues Projekt FARKOR soll Versorgungslücke schließen
Im Fokus
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Zusammenfassung

Die gesetzliche Darmkrebsvorsorge wird erst ab dem Alter von 50 Jahren angeboten. Da die Fallzahlen der jüngeren Erkrankten unter 50 relativ klein sind, spielt das Thema „Darmkrebs unter 50“ in der gesetzlichen Früherkennung aktuell kaum eine Rolle. Von Darmkrebs unter 50 Jahren sind mehrheitlich die Menschen betroffen, bei denen es Fälle von Darmkrebs in der Familie gibt und die dadurch ein erbliches oder familiäres Risiko für Darmkrebs haben. Da sie häufiger und früher erkranken, kommt die gesetzliche Darmkrebsvorsorge für sie zu spät. Das Projekt „Vorsorge bei familiärem Risiko für das kolorektale Karzinom“ (FARKOR), das vom Innovationsfonds mit rund 11 Mio. EUR gefördert wird, will diese Versorgungslücke schließen. Menschen mit einer familiären Belastung für Darmkrebs sollen möglichst früh identifiziert und über die für sie infrage kommenden Vorsorgemaßnahmen informiert werden. Das Modellprojekt startet in Bayern am 1. Oktober 2017 und läuft über 3 Jahre.

Schlüsselwörter

Krebsfrüherkennung Präventivmedizin Genetische Prädisposition Gesundheitsversorgung Versicherung 

Colorectal cancer also affects many younger people

The new FARKOR project aims to close the gaps in health care

Abstract

Statutory colorectal cancer screening is only offered to those over the age of 50 years. Since there are relatively few younger sufferers under the age of 50, the topic of “colorectal cancer under 50” is currently paid hardly any attention in statutory early detection programs. The majority of colorectal cancer patients under 50 years of age have a family history of the disease and thus an increased hereditary or familial risk. Since these individuals develop colorectal cancer more frequently and earlier, statutory screening comes too late for them. The FARKOR (“Vorsorge bei familiärem Risiko für das kolorektale Karzinom”, Screening in individuals with a familial risk for colorectal cancer) project, funded with 11 million EUR from the German Federal Joint Committee Innovation Funds, wants to close these health care gaps. Persons with a familial risk for colorectal cancer should be identified as early as possible and informed about the possible preventive measures applicable to them. The pilot project begins in Bavaria on October 1, 2017, and will run for 3 years.

Keywords

Early detection of cancer Preventive medicine Genetic predisposition to disease Delivery of health care Insurance, health 

Notes

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

C. Maar gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Dieser Beitrag beinhaltet keine von den Autoren durchgeführten Studien an Menschen oder Tieren.

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Felix Burda StiftungMünchenDeutschland

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