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Zukunft der Versicherung – Versicherung der Zukunft

The future of life insurance – life insurance of the future

Zusammenfassung

Die Versicherungsbranche ist derzeit durch eine langanhaltende Niedrigzinsphase und diverse Gesetzesvorhaben gekennzeichnet. Gerade die Bündelung der Anforderungen von Solvency II, das Stellen der Zinszusatzreserve und das Erzielen von zugesagten Garantien im gegenwärtigen Zinsumfeld stellen eine große Herausforderung für die Lebensversicherungswirtschaft dar. In einer gemeinsamen Studie von Deloitte, E + S Rück und der Universität Hannover wurden im Sinne einer qualitativen Forschung durch Erhebung von breitem Expertenwissen die ökonomischen Auswirkungen der aufsichtsrechtlichen Bestimmungen diskutiert. Ein weiterer Untersuchungsschwerpunkt liegt auf den Erwartungen der Branchenrepräsentanten an die fortscheitende Digitalisierung. Diese Abhandlung stellt ausgewählte Reaktionen und Konsequenzen der Lebensversicherungsunternehmen dar und leitet Handlungsempfehlungen für die Branche ab.

Abstract

The insurance industry is currently characterized by a long-lasting low-interest period and various legislative proposals. Especially the bundling of the requirements of Solvency II, the so called “interest back-up reserve” and the achievement of promised guarantees in the current interest rate environment represent a major challenge for the life insurance industry. In a joint study by Deloitte, E + S Rück and the University of Hannover, within the sense of qualitative research by collecting broad expert knowledge the economic effects of the regulatory provisions were discussed. Another focus of research refers to the expectations of the industry representatives regarding the advancing digitization. This paper presents selected reactions and consequences of life insurance companies and derives recommendations for that industry.

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Abb. 1

Notes

  1. Elsner (2015), S. 19.

  2. Richtlinie (2009)/138/EG („Solvency II“), § 45, Abs. 2.

  3. Deutscher Bundestag (2014), S. 20.

  4. Vgl. Statistisches Bundesamt (2017).

  5. Vgl. Altuntas/Uhl (2015), S. 24 f.

  6. Vgl. Altuntas/Uhl (2015), S. 23.

  7. Vgl. Accenture/I.VW (2010), S. 25.

  8. InsurTech ist ein Kunstwort aus „Insurance“ und „Technology“. Der Begriff FinTech wird oft als Oberbegriff für Start-Up Unternehmen im Finanzdienstleistungssektor verwendet. Dieses Kunstwort setzt sich aus den Begriffen „Financial Services“ und „Technology“ zusammen.

  9. Dies war bei allen geführten Interviews der Fall.

  10. Mayring unterscheidet allgemein zwischen der explikativen, zusammenfassenden und strukturierende Inhaltsanalyse (vgl. Mayring (2010), S. 65). Für den mit der Studie verfolgten Forschungsansatz erscheint die strukturierende Inhaltsanalyse hier am zielführendsten; ist doch der Zweck der Studie die unterschiedlichen Einschätzungen und Meinungen zu clustern, um so auch adäquate Strategien in den verschiedenen Bereichen für die Lebensversicherungsunternehmen zu identifizieren.

  11. Zum Einsatz kam hier das Programm MAXQDA (Software der Firma VERBI zur computergestützten qualitativen Daten- und Textanalyse).

  12. Vgl. bspw. Gläser und Laudel (2010), S. 46 f.

  13. Auch bei korrespondierenden Fragen dominieren die Themenfelder Kapitalanlage und Produktgestaltung. Auf die Frage „Welche besonderen Einflüsse ergeben sich für Ihr Haus aus der quantitativen Säule von Solvency II?“ geben 43 % der Befragten „Steuerung der Kapitalanlage“ an und 23 % nennen die Produktgestaltung. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Frage „Inwiefern hat sich Ihre Risikostrategie durch Solvency II verändert?“. 28 % nennen „Kapitalanlagestrategie“ und 21 % der Befragten das Produktportfolio als Antworten, wobei 31 % keinen Einfluss von Solvency II auf ihre Risikostrategie sehen.

  14. Als Top Antwort auf die Frage „Welchen Einfluss werden die Berichtserfordernisse auf Ihr Lebensver-sicherungsgeschäft haben?“ nennen die Hälfte der Befragten ein „Ineffizientes Kosten-Nutzen Verhältnis“. Dieses Statement wird aber eher als eine Beurteilung der Verhältnismäßigkeit von Aufwand und Ertrag gedeutet, als ein „echter“ Einfluss auf das Lebensversicherungsgeschäft.

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Bierth, C., Friedrich, K., Linderkamp, T. et al. Zukunft der Versicherung – Versicherung der Zukunft. ZVersWiss 107, 127–141 (2018). https://doi.org/10.1007/s12297-018-0407-4

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