Tab. 1 Hypothesen zur Parteiendifferenz in der Umweltpolitik. (Quelle: Eigene Darstellung)
From: Machen Parteien in der Umweltpolitik einen Unterschied?Do parties matter in environmental politics?
Theorie | Grundannahmen | Hypothesen zu erwartbaren Parteipositionen in der Umweltpolitik |
|---|---|---|
„Alte“ Parteientheorie | Wertewandel führt zu Verschiebung der Rechts-Links-Achse, Abbildung der ökologischen Konfliktlinie auf der verschobenen Rechts-Links-Achse | Von grünen und linken Parteien ist restriktive Umweltpolitik zu erwarten |
„Neue“ Parteientheorie | Wertewandel → Auflösung stabiler Cleavages, Parteien machen maßgeschneiderte Angebote für bestimmte Wählergruppen | Abhängig von Verteilung der Werte auf Wähler der Parteien a) Abbildung der ökologischen Konfliktlinie auf Rechts-Links-Achse → von grünen und linken Parteien ist restriktive Umweltpolitik zu erwarten b) „Mainstreaming“ der Umweltpolitik: Adressierung ökologischer Fragen durch (beinahe) alle Parteien, → keine oder allenfalls graduelle Parteiendifferenz in Programmatik und Politik |
Parteienfamilien | Parteien sind durch Entstehungsgeschichte und zugrundeliegende Konflikte ideologisch nachhaltig geprägt. Der „ideologische Markenkern“ beeinflusst auch, wie sie mit neuen Konfliktlinien umgehen | Nur von grünen Parteien sind eine stringente ökologische Programmatik und Politik zu erwarten, bei linken Parteien bleiben ökologische Positionen oberflächlich |