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International Journal of the Classical Tradition

, Volume 24, Issue 3, pp 331–332 | Cite as

Stephen Scully, Hesiod's "Theogony": From Near Eastern Creation Myths to "Paradise Lost"

Oxford: OUP, 2015, XIV/268 pp. ISBN:9780190463847. £55.
  • Immanuel Musäus
Book Review
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Wenn bei einem Buch über ein relativ zentrales Thema der Klassischen Philologie dem Leser nicht von Anfang bis Ende alles bekannt vorkommt, dann ist das ein gutes Zeichen. So sehr einem die Traditionen um Hesiods Theogonie als eines der grundlegenden Werke der Antike und vor allem ihrer Mythologie vorgeprägt scheinen (in Scullys Worten [69]: “To study the reception of the Theogony […] comes close to tracing the history of Greek and Roman literature itself”), so überraschend ist doch an einigen entscheidenden Stellen, was Stephen Scully herausgearbeitet hat.

Scully nimmt seinen für den europäischen Leser eher ungewöhnlichen Ausgangspunkt bei Sigmund Freud und seiner Fassung des Sukzessionsmythos, doch dies offenbar nur als Folie: Ein psychoanalytischer Interpretationsansatz wird nicht durchgeführt. Vielmehr ist es der Blick auf die Theogonie als einen Mythos der Etablierung einer geordneten Polis, gespiegelt im Olymp und der Herrschaftsordnung des Zeus, der den Pfad der Erzählung...

Copyright information

© Springer Science+Business Media Dordrecht 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.Historisches InstitutErnst-Moritz-Arndt-Universität GreifswaldGreifswaldGermany

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