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Menschenrechtsbasiert, rechtsstaatlich, demokratieverbindlich

Die staatliche Anerkennung in der Sozialen Arbeit mit Geflüchteten als Auftrag, den Staat in die Pflicht zu nehmen

Human Rights-based, Based On the Rule of Law, Democratically Binding

State Recognition in Social Work with Refugees as a Mandate to Hold the State Accountable

  • Durchblick: Staatliche Anerkennung
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Zusammenfassung

Die staatliche Anerkennung in der Sozialen Arbeit wird berufspolitisch mit einer fachlichen Qualifikation verbunden, die zum hoheitlichen Handeln befähigen soll. Diese Befähigung unterliegt dem Risiko, dass sich Sozialarbeiter_innen dem Staat gegenüber unkritisch und willfährig verhalten. Mit diesem Beitrag wird am Beispiel der Rechtsberatung für Geflüchtete für eine Neugestaltung der staatlichen Anerkennung plädiert, die dafür legitimiert, staatlichem Handeln zu widersprechen und dieses zu korrigieren.

Abstract

In terms of professional policy, state recognition in social work is associated with a professional qualification that is supposed to enable people to act in a sovereign manner. This qualification is subject to the risk of social workers behaving uncritically and compliantly towards the state. Using the example of legal advice for refugees, this article argues for a redesign of state recognition that legitimises contradicting and correcting government action.

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Notes

  1. Die Berufsbezeichnung „Sozialarbeiter_innen“ wird hier und im Folgenden synonym für die Berufsbezeichnung Sozialpädagog_innen verwendet.

  2. „Der Gesetzesbegründung zum RDG ist zu entnehmen, dass durch diese Regelung ‚bürgerschaftliches Engagement und karitative Rechtsdienstleistungen‘ ermöglicht werden sollen, die eine altruistische Zielsetzung verfolgen. Für die Zulässigkeit der Asylverfahrensberatung durch Nichtjuristinnen und Nichtjuristen kommt es also nicht nur auf die Unentgeltlichkeit für die Ratsuchenden, sondern auch auf die nichtkommerzielle Ausrichtung des Beratungsträgers an. Ausdrücklich hatte der Gesetzgeber bei Erlass des Gesetzes 2008 die Beratung von Asylsuchenden im Blick. Für diese Personengruppe sei der Zugang zu anderen Beratungsangeboten und finanzieller Beratungshilfe oft faktisch nicht gegeben und eine ausreichende Versorgung durch die Anwaltschaft nicht immer sichergestellt.“ (Weinzierl 2017, S. 13).

  3. Für diesen Beitrag stehen die disziplinären Voraussetzungen für die Vergabe der staatlichen Anerkennung und der hiermit verbundene Disput zwischen Fachhochschulen und Universitäten nicht im Fokus. Doch möchte ich anmerken, dass es meiner Einschätzung dringend erforderlich ist, dass im Grundsatz für alle Professionellen – unabhängig von einer staatlichen Anerkennung – , die in der Sozialen Arbeit tägig sind, das Berufsgeheimnis nach § 203 StGB anwendbar ist und von diesen angewendet werden muss. Die Selbstverpflichtung zur Vertraulichkeit der Tätigen zum Schutz der Würde und der Rechte der Nutzer_innen ihrer Arbeit, gerade auch vor dem staatlichem Zugriff, stellt eine wesentliche professionsethische Basis für die Soziale Arbeit dar.

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Bücken, S. Menschenrechtsbasiert, rechtsstaatlich, demokratieverbindlich. Sozial Extra 48, 209–214 (2024). https://doi.org/10.1007/s12054-024-00686-9

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