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Nicht überall ist Bullerbü

Kinder und ihre ungleichen Chancen auf Teilhabe

Zusammenfassung

Kinder, insbesondere Jungen, mit schwierigen Sozialisationsbedingungen und stark beeinträchtigter Lern- bzw. emotional-sozialer Entwicklung werden spätestens in der Schule als häufige Regelverletzer bzw. „Störer“ inner- und außerhalb des Unterrichts wahrgenommen und dann auch zu einem „Fall“ für die (Schul‑) Sozialarbeit, auf den mit abgestuften Sanktionsmaßnahmen reagiert wird. Im Unterschied dazu veranschaulicht der Beitrag über ein Unterrichtsmodell mit z. T. kriminalitätsbelasteten „unbeschulbaren“ Fünftklässlern, wie es möglich ist, diesen in wenigen Monaten äußerer Differenzierung mit konsequent inklusiver Pädagogik und kleinschrittigen Selbstwirksamkeitserfahrungen neue Chancen zu gesellschaftlicher Teilhabe zu bieten.

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Notes

  1. ETEP steht für Entwicklungstherapie/Entwicklungspädagogik. Das gleichnamige Programm zur Förderung von Kindern und Jugendlichen insbesondere mit Verhaltensproblemen in inklusiven Settings durch gezielte Erweiterung ihrer sozial-emotionalen Kompetenzen (http://www.etep.org/material) basiert auf Konzepten einer inklusiven Pädagogik in der Schule, wie sie von Wood et al. (2007) in den USA und im deutschsprachigen Raum u. a. von Bergsson (2006) entwickelt wurde.

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Krafft-Schöning, B. Nicht überall ist Bullerbü. Sozial Extra 46, 211–215 (2022). https://doi.org/10.1007/s12054-022-00492-1

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Schlüsselwörter

  • Schulsozialarbeit
  • Emotional-soziale Einschränkung
  • Inklusion „unbeschulbarer“ Kinder
  • Atlantis
  • ETEP
  • Prävention