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Biografiearbeit anders denken

Fragmentiertes Erzählen als erzählermöglichende Ressource

Zusammenfassung

Biografiearbeit ist eine strukturierte Form der Selbstreflexion in einem professionellen Setting, die wertvolle Anregungen für die Praxis der Sozialen Arbeit mit Menschen mit Traumatisierungen bietet. Traumatisierende Erlebnisse können erzählte Lebensgeschichten brüchig werden lassen. Der Beitrag stellt Überlegungen dazu an, wie biografische Handlungsfähigkeit durch Biografiearbeit angesichts Traumatisierungen wiederhergestellt werden kann. Die Brüchigkeit der lebensgeschichtlichen Erzählung wird dabei als Ressource verstanden, die das Mitteilen der eigenen biografischen Entwicklung ermöglicht.

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Notes

  1. 1.

    Interviewzitate sind kursiv gedruckt, sie wurden zur besseren Lesbarkeit überarbeitet.

  2. 2.

    Der Name wurde anonymisiert.

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Schörmann, C. Biografiearbeit anders denken. Sozial Extra (2021). https://doi.org/10.1007/s12054-021-00438-z

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Schlüsselwörter

  • Biografiearbeit
  • Trauma
  • Selbstpräsentation
  • Soziale Arbeit