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Wechsel in der Schriftleitung

Die vor uns liegende Ausgabe der Zeitschrift medizinischegenetik ist die letzte, die unter der Regie der langjährigen Schriftleitung erscheint. Die Mitgliederversammlung der GfH ist dem Vorschlag des Vorstands gefolgt und hat die Kollegen Bernhard Horsthemke, Essen, und Michael Speicher, Graz, in die Schriftleitung gewählt. Sie werden diese Funktion ab 2008 wahrnehmen. Die Wahl war notwendig geworden, weil Jan Murken und Clemens Müller-Reible aus der Schriftleitung zum Jahresende ausscheiden werden. Herr Murken hat die Zeitschrift 1989 ins Leben gerufen. Er war seitdem der federführende Schriftleiter und hat ihr den Stempel aufgedrückt. Die Zeitschrift war von Anfang an ein Organ, in dem neue wissenschaftliche Entwicklungen, gesetzliche und berufspolitische Informationen, Institutsdarstellungen und persönliche Biografien und Buchbesprechungen, kurz alles Wichtige und Aktuelle, erschienen. Die Zeitschrift erschien vorübergehend im Demeter-Verlag, danach im Eigenverlag. Herr Murken hat ihr nicht nur inhaltlich und organisatorisch, sondern v. a. auch wirtschaftlich auf die Beine geholfen. Ohne diesen umfassenden Einsatz würde es die medizinischegenetik heute nicht geben. Inzwischen ist sie durch die Themenhefte, den Abdruck von Tagungsabstracts, Leitlinien und CME-Beiträgen zu einem Aushängeschild unseres Fachs und einer Klammer zwischen den deutschsprachigen Humangenetikern geworden.

Lange Jahre waren die Redaktion der Zeitschrift und die Geschäftsstelle von GfH und Berufsverband, erst BVmedgen, danach BVDH, praktisch eine Einheit. Herr Murken hat Christine Scholz als Geschäftsführerin in diese organisatorische Einheit eingebracht – eine glückliche Wahl. Die wachsende Gemeinschaft der Humangenetiker in unserem Land und die unterschiedlichen Aufgaben einer wissenschaftlichen Fachgesellschaft und eines Berufsverbands haben die organisatorische Trennung notwendig gemacht. Sie ist zum 01.01.2007 vollzogen worden. Damit musste auch ein neuer Rahmen für die Zeitschrift gefunden werden. Herr Murken hat 2006 dem Vorschlag des vorhergehenden GfH-Vorstands entsprochen und die Zeitschrift in das Eigentum der GfH übertragen. Jetzt war der Weg frei für Verhandlungen mit dem Springer-Verlag.

Jan Murken hat unserem Fach einen großen Dienst erwiesen. Die Gemeinschaft der deutschsprachigen Humangenetiker ist ihm für die Gründungsinitiative und sein langjähriges Wirken zugunsten der Zeitschrift zu Dank verpflichtet. Die Zeitschrift ist jetzt hervorragend aufgestellt. Frau Scholz hat als Geschäftsführerin der GfH auch die Brückenfunktion zum Springer-Verlag. Herr Murken wird das weitere Gedeihen der Zeitschrift mit Freude und Genugtuung beobachten können.

Clemens Müller-Reible hat über viele Jahre die molekulargenetische Seite der Zeitschrift mitgestaltet. Sein hoher Sachverstand hat für die Zuverlässigkeit dieser Information gesorgt. Die Aufstellungen von molekulargenetischen und zytogenetischen Labors sowie von humangenetischen Beratungsstellen, die in vielen „Listenheften“ erschienen sind, wären ohne seine Mitwirkung nicht möglich gewesen. Den Anstoß für die Zusammenstellung der molekulargenetischen Labors hatte Jörg Schmidtke als seinerzeitiger Vorsitzender des Berufsverbands gegeben. Die Listen sind dann zu einer Daueraufgabe der Geschäftsstelle geworden. Sie sind mit der Qualitätskontrolle in Form der Ringversuche verbunden. Herr Müller-Reible wird auch weiterhin eine wichtige Rolle bei der Koordination der molekulargenetischen Ringversuche spielen und damit für unser Fach unersetzlich sein. Für beides müssen wir ihm dankbar sein.

Tiemo Grimm, auf den die Federführung übergeht, und Klaus Zerres werden weiter in der Schriftleitung tätig sein. Zusammen mit den beiden neu gewählten Mitgliedern und der routinierten Geschäftsführerin Christine Scholz sind sie Garant für eine weiterhin interessante und lebendige medizinischegenetik.

P. Propping

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Propping, P. Wechsel in der Schriftleitung. medgen 19, 389 (2007). https://doi.org/10.1007/s11825-007-0065-8

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