Datenschutz und Datensicherheit - DuD

, Volume 37, Issue 7, pp 428–433 | Cite as

Zensur versus Forschungsfreiheit

Ein Fallbeispiel aus der kriminologischen Forschung
  • Christian Pfeiffer
  • Thomas Mößle
  • Dirk Baier
Schwerpunkt
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Zusammenfassung

Der Schutz der Privatheit bezieht sich in Europa auch auf das Recht auf physische und psychische Integrität (physical and moral integrity), auf die körperliche und mentale Unversehrtheit jeder Person. Es wird ergänzt um das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper (vgl. Art. 8 EMRK). Anlässlich der vielen Missbrauchsopfer in kirchlichen und anderen Anstalten ist es daher geradezu geboten, solche Vorkommnisse wissenschaftlich zu untersuchen, um Abhilfe zu schaffen. Eine unabhängige Erforschung ist aber nur dann garantiert, wenn die Forschungsziele nicht weisungsgebunden oder unter anderen sachfremden Gesichtspunkten vorgegeben werden. Der Privatheitsschutz in seiner Ausprägung als Schutz personenbezogener Daten ist in den entsprechenden Forschungsbereichen zu beachten. Das Schutzniveau dieser Daten hängt von den konkreten Verarbeitungsregelungen und -bedingungen in einer Forschungseinrichtung ab. Diese Fragen sollen anhand des Konflikts zwischen dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) und der Deutschen Bischofskonferenz erörtert werden.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2013

Authors and Affiliations

  • Christian Pfeiffer
  • Thomas Mößle
  • Dirk Baier

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