Soul_cuisine – das psychodramatische Arrangement des sinnlichen KOCH_DIALOGES

Soul_cuisine—the psychodramatic arrangement of the sensual cooking_dialogue

Zusammenfassung

Im folgenden Artikel der Zeitschrift für Psychodrama und Soziometrie wird der sinnliche KOCH_DIALOG als psychodramatisches Arrangement beschrieben, der sowohl als Workshop als auch in Psychodrama Jahresgruppen angewendet werden kann. Er schafft ein Bewusstsein für ungestillte Bedürfnisse, den emotionalen und körperlichen Hunger nach liebevoller Berührung, die in der Kindheit verwurzelt sind. Wird dieser Hunger ausschließlich mit Essen versorgt, kann er nicht adäquat nach-genährt und gestillt werden. Durch das Wechseln der Perspektive, vom kindlichen Versorgtwerden mit Essen zum erwachsenen selbst-fürsorglichen Versorgen beim Kochen, wird eine Erweiterung des Rollenspektrums möglich. Darüber hinaus werden vielfältige Aspekte theoretisch wie praktisch beleuchtet, die sich bei der Anwendung des sinnlichen KOCH_DIALOGS als Wesentlich herauskristallisiert haben und handlungsleitend sind.

Abstract

Following article describes a psychodramatic arrangement called sensual cooking_dialogue; you can use as a workshop or propose in long-term psychodrama groups. This arrangement creates consciousness for the unsatisfied needs, the emotional and physical hunger of loving touching, determined in the childhood. It is not possible to cherish this hunger only with food. To create role addition, it is necessary to change the perspective from infantile supply during eating, to grown-up self-care you come close while cocking. Furthermore, various theoretical and practical aspects are illuminated, which have emerged as essential and which guide practising the sensual cooking_dialogue.

This is a preview of subscription content, log in to check access.

Abb. 1
Abb. 2
Abb. 3

Notes

  1. 1.

    Ich verstehe die Entwicklungsphase des KOCH_DIALOGES und im speziellen des sinnlichen KOCH_DIALOGES noch lange nicht abgeschlossen und als Work in Progress Prozess.

  2. 2.

    Vergleiche dazu http://www.freiraum-daniela-trattnigg.at/sinnlicher-koch_dialog/.

  3. 3.

    Gewürze wurden immer schon dazu verwendet Liebestränke herzustellen. Sie sind die Seele der Küche, denn sie vermögen ein Gericht in aphrodisisches Potenzial zu verwandeln (vgl. Allende 2013, S. 74 ff.).

Literatur

  1. Allende, I. (2013). Aphrodite. Eine Feier der Sinne. Berlin: Insel.

    Google Scholar 

  2. Baer, U., & Frick-Baer, G. (2017). Vom Schämen und Beschämtwerden (5. Aufl.). Weinheim: Beltz.

    Google Scholar 

  3. Bail, U., Crüsemann, F., Crüsemann, M., Domay, E., Ebach, J., Janssen, C., Köhler, H., Kuhlmann, H., Leutzsch, M., & Schottroff, L. (2007). Bibel in gerechter Sprache (3. Aufl.). Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus.

    Google Scholar 

  4. Bauer, J. (2008). Das Gedächtnis des Körpers. Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern (13. Aufl.). München: Piper.

    Google Scholar 

  5. Beerlandt, C. (2014). Das Füllhorn. Psychologische Symbolsprache der Nahrungsmittel. Lierde: Beerlandt.

    Google Scholar 

  6. Brown, E. E. (2011). Das Lächeln der Radieschen. Zen in der Kunst des Kochens (6. Aufl.). München: dtv.

    Google Scholar 

  7. Burger, K. (2016). Essen nach Regeln. In Futter für die Seele. Wie Gefühle uns beim Essen steuern – und warum Genuss ohne Reue möglich ist. Psychologie heute compact, (Bd. 44, S. 29–32).

    Google Scholar 

  8. Ecker, D. (2016). Die ‚innere lustvolle Frau‘ – eine sexualtherapeutische Intervention. In A. Eck (Hrsg.), Der erotische Raum. Fragen der weiblichen Sexualität in der Therapie (S. 52–71). Heidelberg: Carl-Auer.

    Google Scholar 

  9. Hanser, T. (2016). Ich bin wichtig (2. Aufl.). Ulm: Hanserkunst. www.hanserkunst.de

    Google Scholar 

  10. Henning, A.-M. (2017). Liebespraxis. Eine Sexologin erzählt. Reinbek: rowohlt Polaris.

    Google Scholar 

  11. Herden, B. (2015). Fass mich an. http://www.zeit.de/2015/52/beruehrung-koerperkontakt-gesundheit-massage. Zugegriffen: 2. Apr. 2018.

    Google Scholar 

  12. Hofer, W. (2013). Psychodrama – Sexualtherapie im ambulanten Setting. Ein theorieverschränkter Praxisbericht. Krems: Donau-Universität Krems.

    Google Scholar 

  13. Hutter, C. (2010). Morenos Begriff der Begegnung. Zeitschrift für Psychodrama und Soziometrie, 9(2), 211–224.

    Article  Google Scholar 

  14. Jamieson, A. (2015). Frauen Essen Sehnsüchte. So bringen Sie Ihre Gefühle und Gelüste in Einklang. München: Knaur.

    Google Scholar 

  15. Johnson, S. (2014). Liebe macht Sinn. Revolutionäre neue Erkenntnisse über das was Paare zusammenhält (1. Aufl.). München: btb.

    Google Scholar 

  16. Kapp, H. (2016). Das glücklichste Baby der Welt. So beruhigt sich ihr schreiendes Kind – so schläft es besser (16. Aufl.). München: Goldmann.

    Google Scholar 

  17. Knopf, D. (2016). Müdigkeit macht hungrig. In Futter für die Seele. Wie Gefühle uns beim Essen steuern – und warum Genuss ohne Reue möglich ist. Psychologie heute compact, (Bd. 44, S. 36–37).

    Google Scholar 

  18. Lammers, K. (2004). Allgemeine Techniken im Psychodrama. Erleben, verstehen, verändern. In J. Fürst, K. Ottomeyer & H. Pruckner (Hrsg.), Psychodrama-Therapie. Ein Handbuch (S. 222–243). Wien: facultas.

    Google Scholar 

  19. Lehofer, M. (2017). Mit mir sein. Selbstliebe als Basis für Begegnung und Beziehung. Wien: braumüller.

    Google Scholar 

  20. Leutz, G. A. (2013). Vom Sinn des Doppelns. Zeitschrift für Psychodrama und Soziometrie, 12(2), 305–317.

    Article  Google Scholar 

  21. Lipton, B. H. (2015). Das Unterbewusstsein bestimmen 95 Prozent unseres Verhaltens! DVD-Clip 2 www.neue-weltsicht.de. https://www.youtube.com/watch?v=rpVnmgqsPwA. Zugegriffen: 10. Juni 2018.

    Google Scholar 

  22. Lowen, A. (2008). Bioenergetik. Reinbek: Rowohlt.

    Google Scholar 

  23. Neuert, H.-C. (2000). Zauberwelten. Würzburg: Hans-Christoph Neuert.

    Google Scholar 

  24. News Age. (2014). Sex und Achtsamkeit. Interview mit Susanna-Sitari Rescio. https://www.newsage.de/2014/10/sex-achtsamkeit/. Zugegriffen: 6. Apr. 2018.

  25. Odier, D. (2013). Das tantrische Erwachen. Begehren, Leidenschaft und Spiritualität. Nördlingen: Aquamarin.

    Google Scholar 

  26. Peters, A. (2014). Mythos Übergewicht. Warum dicke Menschen länger leben. München: btb.

    Google Scholar 

  27. pressetext (2011). Liebe fördert die Gehirnentwicklung. Zuneigung im Babyalter hilft lebenslang bei der Stressbewältigung. https://www.pressetext.com/news/20110207003. Zugegriffen: 10. Juni 2018.

    Google Scholar 

  28. Rytz, T. (2010). Bei sich und in Kontakt. Anregungen zur Emotionsregulation und Stressregulation durch achtsame Wahrnehmung. Bern: Huber.

    Google Scholar 

  29. Sanchez, M. (2014). Sehnsucht und Hunger. Heilung von emotionalem Essen (5. Aufl.). Hamburg: Envela.

    Google Scholar 

  30. Sanchez, M. (2015). Der innere Weg. Vom Essen und Leben (1. Aufl.). Hamburg: Envela.

    Google Scholar 

  31. Schacht, M., & Pruckner, H. (2010). Beziehungsgestaltung in der Psychodramatherapie. Arbeit auf der Begegnungsbühne. Zeitschrift für Psychodrama und Soziometrie, 9(2), 239–254.

    Article  Google Scholar 

  32. Sonnenberg, P. (1999). Die spirituellen Kräfte der Bäume. Urkräfte und Heilwirkungen. IRIS: Amsterdam.

    Google Scholar 

  33. Tenzer, E. (2016). Ich hab Stress: Ich muss was essen! In Futter für die Seele. Wie Gefühle uns beim Essen steuern – und warum Genuss ohne Reue möglich ist. Psychologie heute compact, (Bd. 44, S. 14–18).

    Google Scholar 

  34. Träger, E.-M. (2016). Her damit! In Futter für die Seele. Wie Gefühle uns beim Essen steuern – und warum Genuss ohne Reue möglich ist. Psychologie heute compact, (Bd. 44, S. 6).

    Google Scholar 

  35. Trattnigg, D. (2011). Der Weg der Einsamen auf der Suche nach dem Du – eine psychodramatische Wegbeschreibung. Klagenfurt: Donau-Universität Krems.

  36. Trattnigg, D. (2016). Dinner for two oder von der Kunst der psychotherapeutischen Begegnung mit depressiven, einsamen Menschen. Zeitschrift für Psychodrama und Soziometrie, 15(1), 115–124.

    Article  Google Scholar 

  37. TSA (2016a). Wer’s isst, wird selig. In Futter für die Seele. Wie Gefühle uns beim Essen steuern – und warum Genuss ohne Reue möglich ist. Psychologie heute compact, (Bd. 44, S. 8).

    Google Scholar 

  38. TSA (2016b). Bauchgefühle. In Futter für die Seele. Wie Gefühle uns beim Essen steuern – und warum Genuss ohne Reue möglich ist. Psychologie heute compact, (Bd. 44, S. 10).

    Google Scholar 

  39. Von Ameln, F., Gerstmann, R., & Kramer, J. (2005). Psychodrama. Heidelberg: Springer.

    Google Scholar 

  40. Weiss, H., Harrer, M. E., & Dietz, T. (2012). Das Achtsamkeits-Übungsbuch. Für Beruf und Alltag. Stuttgart: Klett-Cotta.

    Google Scholar 

  41. Witte, S. (2015). Die Sehnsucht nach dem anderen. Von Berührung und Schmerz, von Erregung und Extase. In SEX. GEOkompakt. Die Grundlagen des Wissens, (Bd. 43, S. 6–23).

    Google Scholar 

  42. Yalom, D. I. (2004). Liebe, Hoffnung, Psychotherapie (2. Aufl.). München: btb.

    Google Scholar 

Download references

Author information

Affiliations

Authors

Corresponding author

Correspondence to Mag.a Daniela Trattnigg MSc.

Rights and permissions

Reprints and Permissions

About this article

Verify currency and authenticity via CrossMark

Cite this article

Trattnigg, D. Soul_cuisine – das psychodramatische Arrangement des sinnlichen KOCH_DIALOGES. Z Psychodrama Soziom 17, 45–66 (2018). https://doi.org/10.1007/s11620-018-0466-5

Download citation

Schlüsselwörter

  • KOCH_DIALOG
  • Sinnlich
  • Psychodrama
  • Emotionaler Hunger
  • Liebevolle Berührung
  • Perspektivenwechsel
  • Rollenerweiterung

Keywords

  • Cooking_dialogue
  • Sensual
  • Psychodrama
  • Emotional hunger
  • Loving touching
  • Change of perspective
  • Role expansion