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Publizistik

, Volume 63, Issue 3, pp 449–451 | Cite as

Katzenbach, Christian: Die Regeln digitaler Kommunikation. Governance zwischen Norm, Diskurs und Technik.

Wiesbaden: Springer VS 2018. 369 Seiten. Preis: € 59,99
  • Gerhard Vowe
Buchbesprechung
Der Titel des Werks ist irreführend: Wer erwartet, über Genese, Funktionen und Strukturen der Regeln für eine digitale Welt aufgeklärt zu werden, wird enttäuscht. Der gegenwärtige Umbruch medialer Kommunikation und ihrer Regeln ist für Christian Katzenbach Anstoß, nicht Gegenstand (S. 15). Stattdessen steckt er sich ein hohes Ziel von zentraler theoretischer, empirischer und auch politischer Bedeutung, und zwar die „Entwicklung einer eigenständigen kommunikationswissenschaftlichen Governance-Perspektive“ (S. 14). Dafür entfaltet er einen komplexen Governance-Begriff und stemmt drei theoretische Schwergewichte.
  1. 1.

    Auf Basis eines soziologisch geprägten Verständnisses von Institutionen als Erwartungsmustern will er Governance als „reflexive Koordination“ verstanden wissen. Sie werde immer dann erforderlich, wenn Akteure ihre Handlungen nicht mehr routiniert abstimmen können, sondern die Regeln neu aushandeln und sich darüber zu verständigen haben. Im Anschluss an den...

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für SozialwissenschaftenHeinrich-Heine-Universität DüsseldorfDüsseldorfDeutschland

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