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Publizistik

, Volume 63, Issue 2, pp 309–311 | Cite as

Kepplinger, Hans Mathias: Totschweigen und Skandalisieren. Was Journalisten über ihre eigenen Fehler denken

Köln: Herbert von Halem Verlag 2017. 232 Seiten. Preis: € 21
  • Markus Beiler
Buchbesprechung
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Hans Mathias Kepplinger beginnt seine Wolfgang Donsbach gewidmete Monographie mit einer Huldigung: „Deutschland hat eines der besten Mediensysteme der Welt“ (S. 9). Und er verweist zu Recht auf das Paradox: „Trotz ihrer im internationalen Vergleich bemerkenswerten Qualität befinden sich die deutschen Journalisten und Medien in ihrer bisher größten Legitimationskrise“ (S. 10). Diese sieht Kepplinger u. a. durch den von Pegida erhobenen Vorwurf der „Lügenpresse“ ausgelöst. Der pauschal diffamierende Begriff ist auch aufgrund seiner antisemitischen und nationalsozialistischen Verwendung in der Vergangenheit so unsäglich, dass er nicht für eine seriöse Debatte taugt. Gleichwohl: Er ist der krasseste Ausdruck eines schwindenden Vertrauens auch breiter Bevölkerungsschichten in den Journalismus.

Somit greift Kepplinger ein gesellschaftlich äußerst bedeutsames Thema auf – auch vor dem brisanten Hintergrund, dass derzeit selbst in einigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union die Dämme zu...

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Kommunikations- und MedienwissenschaftUniversität LeipzigLeipzigDeutschland

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