Mediennutzungsmotive türkeistämmiger Migranten in Deutschland

Motives of media use among Turkish immigrants in Germany

Zusammenfassung

Die Nutzung von Medien aus dem Herkunfts- und dem Aufnahmeland spielt in der Debatte um die Integration von Zuwanderern eine zentrale Rolle. Die Forschung ergab jedoch, dass der Zusammenhang zwischen der Rezeption von Medien aus dem Herkunftsland und der sozialen Integration eher indirekt ist und wenig klar erscheint. Generell zeigte sich eine komplementäre Nutzung herkunfts- und aufnahmegesellschaftlicher Medien, die weitgehend unabhängig vom Prozess der individuellen Sozialintegration ist. Der vorliegende Text arbeitet anhand einer repräsentativen Telefonbefragung (CATI), die 2008 in der erwachsenen türkeistämmigen Bevölkerung in Deutschland durchgeführt wurde, die Motive heraus, die diesem Rezeptionsprozess bei türkeistämmigen Migranten – der größten nationalen Herkunftsgruppe der Zuwanderer in Deutschland – zugrunde liegen. Ergebnis ist, dass das Bedürfnis nach Informationen, das in unterschiedlicher Weise von deutschen und türkischen Medien bedient wird, ein entscheidendes Motiv ist.

Abstract

Media use of migrants is a widely discussed issue in the German debate on the integration of foreigners. Research so far shows that the correlation between the language of the media used and social integration is only indirect and to some extent unclear. In general, a complementary use of country-of-origin and country-of-residence media by migrants can be observed, which tends to persist independent of the process of social integration. The present text examines the motives that constitute this complementary media use by Turkish migrants (the largest national foreign group) in Germany by referring to a representative telephone survey (CATI) undertaken among the Turkish adult population in 2008. As a result, it shows that the way media serve the informational needs of their clientele to a large extent explains the media use of the group observed.

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Abb. 1

Notes

  1. 1.

    Gemeint ist damit die Einbindung von Individuen oder Gruppen in die Gesellschaft, im Unterschied zur Systemintegration, die für die Einbindung von Strukturen, Institutionen oder gesellschaftlichen Teilbereichen in die Gesamtgesellschaft steht (vgl. Lockwood 1964; Münch 1997).

  2. 2.

    Die herkunfts- oder aufnahmegesellschaftliche Orientierung wird festgemacht an der Haltung zu den jeweiligen kulturellen Werten und Normen, den Einstellungen gegenüber und Kontakten zu den Angehörigen und der Identifikation mit dem Herkunfts- und Aufnahmeland (vgl. Esser 2001; Berry 1997; Schiffauer 2008; Aumüller 2009).

  3. 3.

    Akkulturation bezeichnet nach Berry den Prozess, in dessen Verlauf Gruppen und Individuen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen aufeinandertreffen und sich gegenseitig beeinflussen (vgl. Berry 1996; siehe auch Nauck 2008).

  4. 4.

    Hartmut Esser definiert vier Integrationsbereiche: Akkulturation/kognitive Integration, Platzierung/strukturelle Integration, Interaktion/gesellschaftliche Integration und Identität/identifikatorische Integration. Als zentrale Determinante des Vergesellschaftungsprozesses von Zuwanderern sieht Esser neben der Orientierung der Zuwanderer die gesellschaftlichen Teilhabechancen, die im Wesentlichen von der Offenheit der Mehrheitsgesellschaft abhängen und sich insbesondere an der strukturellen Integration zeigen. Voraussetzung für Teilhabechancen insbesondere im Bereich der Platzierung ist allerdings die kognitive Assimilation der Zuwanderer. Gesellschaftliche und identifikatorische Integration, die stärker auf die Orientierung der Zugewanderten abheben, sind eher Ergebnis einer erfolgreichen strukturellen Integration (vgl. Esser 2001, 2008).

  5. 5.

    Im Unterschied zu Berry sieht Esser jedoch aus handlungstheoretischer Sicht kaum eine Alternative zur Assimilation insbesondere bei der kognitiven Integration, wenn Teilhabe an den gesamtgesellschaftlichen Ressourcen erreicht werden soll. Die „Mehrfachintegration“ sieht er in der Realität als zu voraussetzungsvoll an, um für eine breite Gruppe tatsächlich eine Alternative darstellen zu können (vgl. Esser 2001, S. 12).

  6. 6.

    Zu den idealen Bedingungen siehe Geißler (2005a, S. 73).

  7. 7.

    Hartmut Esser (2000) bezweifelt jedoch, dass Integrationsprozesse durch Medien beeinflusst werden können.

  8. 8.

    Mit „türkischen“ oder „herkunftsgesellschaftlichen“ Medien sind im Folgenden solche Medien gemeint, die in Türkisch und von in der Türkei beheimateten Dachgesellschaften überwiegend für das dortige Publikum produziert werden. Mit „deutschen“ oder „aufnahmegesellschaftlichen“ Medien sind solche Medien gemeint, die in Deutschland auf Deutsch für die Mehrheitsgesellschaft produziert werden. Zur Definition und Abgrenzung vgl. Müller (2005a, S. 323, 324).

  9. 9.

    „Türkeistämmig“ bezieht sich auf Personen, die familiäre Wurzeln in der Türkei haben, d. h. selbst in der Türkei geboren wurden und zugewandert sind oder mindestens ein Elternteil oder ein Großelternteil haben, das in der Türkei geboren wurde und nach Deutschland zugewandert ist, unabhängig davon, welcher ethnischen Gruppe in der Türkei (Türken, Kurden, Armenier usw.) sie entstammen und welche Staatsangehörigkeit sie haben.

  10. 10.

    Die Integrationstypen wurden gebildet aus den Variablen Vertrauen in deutsche Institutionen, soziale Interaktion, politische Integration, Staatsbürgerschaft und Absicht, diese zu erwerben, Bleibewunsch, deutsche Sprachkompetenz, Interesse an deutscher Politik und Menge der Informationsquellen für deutsche Themen. Zur Bildung der Integrationstypen vgl. Trebbe u. Weiß (2006, S. 35).

  11. 11.

    Dieser Themenkomplex ist für andere Länder und andere Zuwanderergruppen umfassender untersucht (vgl. Geißler u. Pöttker 2009; Fleras 2009; Bonfadelli 2009; Elias u. Lemish 2008; Starck 2006; Herczeg 2009; Bucher u. Bonfadelli 2007). Allerdings konzentriert sich diese Forschung insbesondere in den klassischen Einwanderungsländern USA und Kanada stärker auf die Etablierung und Nutzung von Ethnomedien im engeren Sinn nach der Definition von Müller (2005a), die in Deutschland nur eine geringe Rolle spielen und bisher nur wenig untersucht wurden.

  12. 12.

    Nach Esser (2001, S. 12) sind dies Indikatoren der Orientierung.

  13. 13.

    Mit Ausnahme des Jahres 2007, in dem keine Erhebung stattfand.

  14. 14.

    Zur methodischen Problematik von Befragungen in der Sozialforschung und zum Problem der sozialen Erwünschtheit von Antworten vgl. Diekmann (2007). Zur Problematik speziell telefonischer Befragungen vgl. Deutsche Forschungsgemeinschaft (1999), Schnell et al. (1999); Humpert u. Schneiderheinze (2000, S. 36, 39). Zur Befragung von Zuwanderern vgl. Blohm u. Diehl (2001).

  15. 15.

    Im Unterschied zum Ausländerzentralregister existieren keine Register für Migranten, also für Personen, die selbst oder deren Eltern aus dem Ausland zugewandert sind. Auch die Einwohnermelderegister können nur ausländische Staatsbürger identifizieren, jedoch nicht zugewanderte Personen oder deren Nachkommen, die die deutsche Staatsbürgerschaft haben. Da jedoch nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (2008) fast die Hälfte aller Zugewanderten die deutsche Staatsangehörigkeit hat, ergäbe eine Ausländerbefragung nur ein verzerrtes Bild über Migranten.

  16. 16.

    In der Türkei wurde erst 1923 durch eine Namensreform die Einführung von Nachnamen vorgenommen. Dadurch ist die Gesamtzahl der verwendeten Nachnamen im Vergleich zu anderen Nationalitäten relativ überschaubar. Zudem gibt es keine regionale oder ethnische Bindung von Namen (vgl. Humpert u. Schneiderheinze 2002, S. 36, 39; Gabler u. Häder 2002).

  17. 17.

    Im Mikrozensus werden Personen mit türkischem Migrationshintergrund definiert, wenn sie die türkische Staatsbürgerschaft haben, in der Türkei geboren wurden, dies für mindestens ein Elternteil zutrifft oder wenn sie aus der türkischen Staatsbürgerschaft eingebürgert wurden (vgl. Statistisches Bundesamt 2008). Türkeistämmige Personen, die durch Geburt – aufgrund des geänderten Einbürgerungsgesetzes aus dem Jahr 2000 oder weil ein oder beide Elternteile zum Zeitpunkt der Geburt deutsche Staatsbürger waren – und nicht durch Einbürgerung Deutsche sind, können in den Daten des Mikrozensus nicht als türkeistämmig identifiziert werden. Somit unterscheidet sich die Gruppe der Türkeistämmigen der hier verwendeten Daten von den im Mikrozensus identifizierbaren Türkeistämmigen. Da der Mikrozensus jedoch als einzige amtliche Statistik nicht nur Ausländer erfasst, wurde er als Vergleich herangezogen (zur Auswahl der Befragten vgl. ausführlich Sauer u. Halm 2009, S. 132, 135).

  18. 18.

    Frage: „Über welche der folgenden deutschen/türkischen Medien informieren Sie sich hauptsächlich? Fernsehen, Radio, Tageszeitungen, Wochenzeitungen, Internet, sonstige Medien.“ Die möglichen Mehrfachnennungen wurden zusammengenommen und als Nutzung deutscher bzw. türkischer Medien codiert.

  19. 19.

    Türkische Radiosender können in Deutschland nur über das Internet empfangen werden, so dass sich türkisches Radio hier auf Sender und Sendungen beschränkt, die in Deutschland in türkischer Sprache gesendet werden.

  20. 20.

    Die hier referierten Sprachkenntnisse sind subjektiv. Es wurde nach der Selbsteinschätzung der deutschen Sprachkenntnisse beim Verstehen, Sprechen und Schreiben gefragt („Wie schätzen Sie ihre deutschen Sprachkenntnisse beim Verstehen, Sprechen und Schreiben ein?“). Zu beachten ist hierbei, dass die Selbsteinschätzung nach den subjektiven Ansprüchen und den alltäglichen Erfordernissen variieren kann.

  21. 21.

    Die Orientierung auf das Aufnahme- oder Herkunftsland wurde operationalisiert über einen summativen Index aus Verbundenheit mit Aufnahme- oder Herkunftsland („Mit welchem Land fühlen Sie sich heimatlich verbunden? Deutschland, Türkei, beiden Ländern, keinem der beiden Länder“), Rückkehrabsicht („Planen oder beabsichtigen Sie, in die Türkei zurückzukehren?“), Staatsbürgerschaft („Welche Staatsbürgerschaft haben Sie?“) und Einbürgerungsabsicht („Beabsichtigen Sie, die deutsche Staatsbürgerschaft zu beantragen, bzw. würden Sie sie beantragen, wenn Sie könnten?“). Zwar kann die Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft auch aus rein pragmatischen Überlegungen erfolgt sein, dennoch ergibt sich daraus ein Hinweis auf eine dauerhafte Bleibeabsicht und auf ein Leben, dessen Zukunft in Deutschland gesehen wird. Als eindeutig türkeiorientiert wurde definiert, wer sich heimatlich nur mit der Türkei verbunden fühlt, dorthin zurückkehren will, die türkische Staatsbürgerschaft hat und auch keine Einbürgerungsabsicht verfolgt. Als eindeutig deutschlandorientiert wurde definiert, wer sich mit Deutschland heimatlich verbunden fühlt, keine Rückkehrabsichten verfolgt und entweder die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt oder die Einbürgerung beabsichtigt. In die Indexberechnung flossen nur diejenigen Befragten ein, für die für alle Indikatoren Werte vorlagen (N = 849). Verteilung des Index: 17,3% eindeutig türkeiorientiert, 58,4% Mischidentität, 24,3% eindeutig deutschlandorientiert.

  22. 22.

    Die mehrheitsgesellschaftliche Anbindung wurde über einen summativen Index aus interkulturellen Freizeitbeziehungen („Wie häufig verbringen Sie Ihre Freizeit auch mit Deutschen?“), Organisationsanbindung („Gehören Sie folgenden deutschen/türkischen Vereinen oder Verbänden an?“), freiwilliger Isolation („Wünschen Sie sich mehr Kontakt zu Deutschen?“) und Wohngegend („Wohnen mehr Deutsche oder mehr Türkinnen und Türken in Ihrer näheren Wohngegend?“) operationalisiert. Als gering angebunden wurde definiert, wenn selten oder nie interkulturelle Freizeitbeziehungen, Mitgliedschaft nur in türkischen Organisationen, kein Kontakt zu Deutschen und kein Wunsch danach angegeben wurde und die Befragten in überwiegend von Türken bewohnten Vierteln leben. In die Indexberechnung flossen nur diejenigen Befragten ein, für die für alle Indikatoren Werte vorlagen (N = 997). Verteilung des Index: 47,3% hohe Anbindung, 36,3% eher hohe Anbindung, 13,6% mittlere Anbindung, 2,5% eher geringe Anbindung, 0,2% geringe Anbindung.

  23. 23.

    Frage: „Welche Art von Sendungen interessiert Sie am meisten im deutschen/türkischen Fernsehen?“

  24. 24.

    Frage: „Wie stark interessieren Sie sich für die Politik in Deutschland/in der Türkei?“

  25. 25.

    Frage: „Wenn Sie sich über das aktuelle Geschehen in Deutschland/in der Türkei informieren möchten, welche Quellen nutzen Sie dann in erster Linie?“

  26. 26.

    Frage: „Ich lese Ihnen nun einige Meinungen zu Medien vor. Sagen Sie mir bitte, ob Sie dieser Meinung jeweils voll zustimmen, eher zustimmen, eher nicht zustimmen oder gar nicht zustimmen. – Türkische Medien sind für mich eine Brücke in die Heimat.“

  27. 27.

    Als Angehörige der ersten Zuwanderergeneration wurde definiert, wer als Erwachsener im Zuge des Anwerbeabkommens vor 1973 nach Deutschland migrierte. Unterschieden werden Befragte, die im Rahmen des Familiennachzugs als Kinder nach Deutschland reisten oder hier geboren wurden (vgl. Sauer u. Halm 2009, S. 32).

  28. 28.

    Frage: „Ich lese Ihnen nun einige Meinungen zu Medien vor. Sagen Sie mir bitte, ob Sie dieser Meinung jeweils voll zustimmen, eher zustimmen, eher nicht zustimmen oder gar nicht zustimmen. – Es gibt in den deutschen Medien zu wenig Berichte über das Leben von Migranten in Deutschland – Es gibt in den türkischen Medien zu wenig Berichte über das Leben von Migranten in Deutschland – Es gibt in den deutschen Medien zu wenig allgemeine Berichterstattung über die Türkei – Es gibt in den türkischen Medien zu wenig allgemeine Berichterstattung über Deutschland – Die türkischen Medien informieren nicht ausreichend über das, was mich hier in Deutschland betrifft – Die deutschen Medien informieren nicht ausreichend über das, was mich hier in Deutschland betrifft – In den deutschen Medien werden Migranten aus der Türkei zu negativ und klischeehaft dargestellt – In den türkischen Medien werden ‚Almancalar‘ zu negativ und klischeehaft dargestellt – In den türkischen Medien werden Deutsche zu negativ und klischeehaft dargestellt.“

  29. 29.

    Frage: „Für wie glaubwürdig halten Sie die Berichterstattung in den folgenden Medien? – Deutsches Fernsehen – Türkisches Fernsehen – Deutsche Zeitungen – Türkische Zeitungen – Deutsches Internet – Türkisches Internet – Deutschsprachiges Radio – Türkischsprachiges Radio.“

  30. 30.

    Zur internationalen Forschung über Ethnomedien im engeren Sinn vgl. Geißler u. Pöttker 2009; Fleras 2009; Bonfadelli 2009; Elias u. Lemish 2008; Starck 2006; Herczeg 2009; Bucher u. Bonfadelli 2007.

  31. 31.

    Frage: „Es gibt ja seit einigen Jahren Radioprogramme und Fernsehsender, die von türkeistämmigen Zuwanderern in Deutschland für Migranten gemacht werden, wie Radyo Metropol, TD 1, Kanal Avrupa oder Türk Show. Nutzen Sie solche Sender oder Programme?“ Allerdings werden bei der Frage nach den meistgesehenen türkischen Fernsehsendern die Sender Kanal Avrupa und Türk Show nur von 1% bis 2% angegeben, die anderen von weniger als 1%.

  32. 32.

    Frage: „Wie bewerten Sie diese Programme? (Mehrfachnennungen möglich) – Solche Programme sind sehr hilfreich für mich – Solche Programme füllen eine Lücke, weil die dort gezeigten Themen weder in deutschen noch in türkischen Medien gesendet werden – Die dort gezeigten Themen interessieren mich nicht – Ich halte diese Programme für überflüssig – An sich sind sie gut, aber sie sind schlecht gemacht.“

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Sauer, M. Mediennutzungsmotive türkeistämmiger Migranten in Deutschland. Publizistik 55, 55–76 (2010). https://doi.org/10.1007/s11616-010-0074-5

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Schlüsselwörter

  • Mediennutzung
  • Türkeistämmige Migranten
  • Motive
  • Funktion
  • Integration

Keywords

  • Media use
  • Turkish migrants
  • Motives
  • Function
  • Integration