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Rassismus und politische Ideengeschichte

Racism and the History of Ideas

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Notes

  1. „Dekolonial“ bezeichnet im Folgenden zum einen die Anlehnung an die lateinamerikanische dekoloniale Denkschule, die sich insbesondere auch auf den frühesten Zeitpunkt kolonialer Expansion in Südamerika und der Karibik bezieht. Zum anderen meint es auch verschiedene außerakademische Positionen und Ansätze, die sich auf den Begriff beziehen, um Prozesse der Entkolonisierung von Wissen, Strukturen, Prozessen und Verteilung voranzutreiben.

  2. Frauen* und mehr noch gendernonkonforme Personen sind die absolute Minderheit in jedem Kanon jenseits von feministischer Theorie und Genderstudies. Die Einklammerung markiert hier ihr Fehlen und damit die Potenzialität ihrer Beiträge.

  3. Ideologie bezeichnet weniger „falsches“ Bewusstsein, sondern eines, welches den gesellschaftlichen Bedingungen entspricht, sie so in sich abbildet und reproduziert, wie sie sich ihm darstellen und wovon Wissenschaft der in besonderem Maße autorisierte Ausdruck ist (vgl. MEW 1971, Bd. 13, S. 8, 1974, Bd. 23, S. 85–86).

  4. Kolonialität bezeichnet dasjenige gesellschaftliche Verhältnis, das aus der kolonialen Begegnung seit 1492 resultiert und umfasst alle gesellschaftlichen Dynamiken, die durch diese Begegnung langfristige und globale Strukturen geschaffen haben und durch welche insbesondere Fragen von Teilhabe, Verteilung und Existenzrecht u. a. durch die Vermittlung im Wissensregime präfiguriert sind (vgl. Quijano 2016, S. 42).

  5. Rasse und Prozesse der Rassisierung, „innere“ und „äußere“ Differenz (z. B. Antisemitismus, Antiromaismus, Islamfeindlichkeit) sind für Europa als weißes Abendland konstitutiv.

  6. Eine besondere Position nimmt hier das Bezeugen aus der Vernichtung heraus ein, wie z. B. durch die Überlebenden des Sonderkommandos Auschwitz (vgl. Friedler et al. 2002).

  7. In Foucaults Ordnung der Dinge oder Überwachen und Strafen ist ständig von den gesellschaftlichen, organisatorischen und institutionellen Bedingungen der Möglichkeit von Machtwissenskomplexen, totalen Institutionen, Klinken etc. die Rede.

  8. Vgl. auch Bernasconi (2001).

  9. Anders: Wolff (2020), Kant war ein Anti-Rassist, in FAZ 09.07.2020; dagegen: Willaschek (2020), Kant war sehr wohl Rassist, FAZ 15.07.2020. Plausibler ist die mittlere Position von Eberl (2021, S. 255, 313–323).

  10. Der Gegensatz von Verfassungsnorm und Verfassungsrealität ist ein in der Verfassungsrealität existierender (daseiender) Widerspruch, hat doch die Verfassungsnorm auch Verfassungsrealität. Sie steht schließlich im Verfassungstext, und auch wenn sie nie beachtetes, interpretativ in ihr Gegenteil verkehrtes oder als juristisch totes (nie angewandtes, zumindest einfachgesetzlich nie konkretisiertes) Recht gilt, ist sie doch reales Recht mit einem Zeitindex. Ein gutes Beispiel ist der Art. 15 GG („Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel können zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz in […] Gemeineigentum […] überführt werden“), der bis gestern tot war, jetzt aber höchst lebendig wiederauferstanden und im September 2021 im Staat Berlin zur Volksabstimmung steht. Hegel hatte dasselbe von Gedanken behauptet: „Es muss allerdings zwischen dem reinen Gedanken und der Realität unterschieden werden; aber Realität […] hat auch der Gedanke“ (Hegel 1970a, S. 162). Hegel hat natürlich recht. Gedanken existieren in keinem zweiten Reich der Ideen, auch nicht im Kopf, sondern im Körper zwischen Hand und Kopf und in der Zeit und in der Welt, im ständigen linguistischen oder gestischen Gequassel in und zwischen den vielen Körpern. Dem hätte Kant, nach einigem Nachdenken und der postmortalen Lektüre einiger nachgeborener Texte sicherlich zugestimmt (vgl. Brunkhorst 2020).

  11. Die heute ungewohnt klingende Provokation auf einen Rechtstitel kommt dadurch zustande, dass Marx das Wort noch lateinisch-juristisch versteht – eben als „provocatio ad populum“ oder „provocatio ad hominem“.

  12. Eigene Hervorhebung. Zur Identitätspolitik: „We are focusing upon our own oppression in the concept of identity politics“ (Combahee River Collective 1977, S. 4).

  13. Zur wichtigen Unterscheidung von wissenschaftlichen Prognosen oder Vorhersagen durch Handlinienlesen etc. und prophetischem, regelmäßig negativem „etwas hervor-sagen“ vgl. Koch (1995, S. 256).

  14. Kant nennt die herrschende Klasse die „Schelmen dieser Welt“ und meint mit „mundus“ nichts anderes als die höfische Welt des „alten, kriegerischen Adels“ (Kant, 1977d, Bd. XI, S. 359).

  15. Eine kritische Auseinandersetzung mit Sklaverei und „Rassen“ bei Tocqueville mahnen Victoria Margree und Gurminder K. Bhambra an (2011, S. 117); zur neueren Debatte: Alvin B. Tillery Jr. (2018).

  16. Siehe dazu die kritische Analyse von Jack Turner (2008).

  17. Siehe auch Alvin B. Tillery Jr., der Tocqueville als Vordenker der Critical Race Theory liest (2009).

  18. Im weiteren Verlauf des Textes wird der von Tocqueville verwendete Begriff „Indianer“ durch „Native Americans“ ersetzt.

  19. Auch in „Fünfzehn Tage in der Wildnis“ verurteilt Tocqueville die mangelnde Empathie der Weißen gegenüber den Native Americans. Demgegenüber betont er, dass es zwecklos sei, die Habgier der Native Americans zu versuchen und bezeichnet den „Indianer“ als philosophischsten aller Menschen, weil er immun gegen die Versuchungen der Zivilisation sei (vgl. de Tocqueville 2014, S. 12 und 58).

  20. Diese Tendenz bestätigt ein Blick in „Fünfzehn Tage in der Wildnis“. Hier gibt Tocqueville offen zu, dass er gegenüber den Native Americans Vorurteilen unterlag, die er durch seine Beobachtungen überwunden hat (vgl. de Tocqueville 2014, S. 10).

  21. Im weiteren Verlauf wird das N‑Wort auch in Zitaten mit „N*“ beschrieben, um rassistische Strukturen nicht durch Sprache zu reproduzieren.

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M. Haus, D. Jörke, M. Traußneck, K. Hostettler, H. Brunkhorst, K. Herb, and S.R. Strömel have no competing interests to declare that are relevant to the content of this article.

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Haus, M., Jörke, D., Traußneck, M. et al. Rassismus und politische Ideengeschichte. Polit Vierteljahresschr 62, 671–694 (2021). https://doi.org/10.1007/s11615-021-00362-7

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