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Politische Vierteljahresschrift

, Volume 59, Issue 2, pp 393–395 | Cite as

Höffe, Otfried (2016): Geschichte des politischen Denkens

München: Verlag C. H. Beck. 416 Seiten. 27,95 €
  • Michael Pawlik
Rezension Politische Theorie und Ideengeschichte
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Im Vorwort zu seiner „Geschichte des politischen Denkens“ zitiert Otfried Höffe die 11. These über Feuerbach: „Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kömmt drauf an, sie zu verändern.“ Nach Höffes Urteil maßt Marx, womöglich geblendet vom Glanz seiner eigenen Rhetorik, sich hier ein Alleinstellungsmerkmal an, das ihm nicht zusteht. Nahezu jeder große politische Denker habe das Interesse verfolgt, die Welt zu verändern, und nicht selten habe er damit auch Erfolg gehabt. Da nämlich, wie Höffe gegen ein sich zu Unrecht als realistisch ausgebendes eindimensionales Politikverständnis in Erinnerung ruft, die Politik nicht bloß eine Frage von Macht, sondern auch von Visionen ist, üben die Analysen und Therapievorschläge bedeutender Theoretiker unweigerlich praktisch-politischen Einfluss aus und verändern ihren Gegenstand allein schon dadurch, dass sie ihn auf den Begriff zu bringen versuchen. Auch Höffeselbst begnügt sich nicht damit, in seinen Analysen zwanzig...

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© Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.FreiburgDeutschland

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