Theorien des gesellschaftlichen Imaginären

Theories of “societal” imaginaries

Zusammenfassung

Im Anschluss an Cornelius Castoriadis’ Konzept der Gesellschaft als imaginäre Institution lotet der Beitrag das theoretische und gesellschaftsanalytische Potential der Kategorie des gesellschaftlichen Imaginären aus. Die These ist: „Gesellschaft“ erscheint in dieser französischen Theorietradition als dreifach kontrafaktische Imagination: als vorgestellte Identität in der Zeit; als vorgestellte Einheit der Mitglieder; als Fundierung des Kollektivs im imaginären Außen oder dem gesellschaftlichen Grund. Eine solche Theorie interessiert sich für die Konstitution von Gesellschaften, indem sie diese nicht allein auf die Identitätsbildung via Differenz bezieht, sondern ebenso auf die Erfindung einer Identität in der Zeit und vor allem das fundierende Außen. Der Beitrag zielt auf eine umfassende Theorie der Gesellschaft als imaginärer Institution. Dazu bezieht er neben Castoriadis weitere Konzepte ein, klassische Traditionen (Émile Durkheim, Henri Bergson) und an Castoriadis anschließende, historisch-vergleichende Gesellschaftsanalysen (Marcel Gauchet, Claude Lefort). Schließlich wird das gegenwartsanalytische Potential einer solchen Theorie des gesellschaftlichen Imaginären angedeutet.

Abstract

The article aims to elucidate the analytical potential of the category of the societal (not social) imaginary. In this particular French tradition of social thought, society is understood as contrafactual imagination, in three ways: as imagined identity, as imagined unity, and as imagined foundation of the collective existence. The article follows Cornelius Castoriadis’ The Imaginary Institution of Society, but also argues for a completion of his theory based on further classical and newer concepts. Such a theory is interested with the constitution of society, hereby referring not only to the constitutive outside (Laclau, Mouffe), but rather to the invention of collective identity over the course of time, as well as the invention of a foundational outside (an entirely imagined or empty signifier). First, the article sketches the classical origins of the general theory of society as an imaginary institution (Durkheim, Bergson). Secondly, it outlines Castoriadis’ theory of the imaginary institution of society with its notion of “central” imaginary signification. The third part presents the comparative analyses of the societal imaginary within the works of Marcel Gauchet and Claude Lefort. In the conclusion, the contemporary relevance of such a sociology of imaginary significations is discussed.

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Notes

  1. 1.

    Als foundational outside habe wir dies auch bezeichnet (Delitz und Maneval 2017, S. 36–40); vgl. zum „fundierenden Außen“ und der Herkunft dieser gesellschaftstheoretischen Denkfigur aus Durkheims Religionssoziologie auch Delitz und Seyfert (2019).

  2. 2.

    So versteht Charles Taylor (2003, S. 23) unter dem sozialen Imaginären alle nicht theoretisierten Vorstellungen der sozialen Existenz. Ähnlich definieren Michel Maffesoli (1980, 1984), Patrick Tacussel (1984) und Patrick Legros (1996; Legros et al. 2006) das soziale Imaginäre als unbewusste, kollektiv geteilte Vorstellung (Volksglauben, Archetypen, Legenden). Vgl. Les Cahiers de l’Imaginaire resp. Les Cahiers européens de l’Imaginaire;Im@go. A Journal of the Social Imaginary; sowie Social Imaginaries. Näher am gesellschaftlichen Imaginären liegt die Begriffsfassung von Benedict Anderson (die Nation als kontrafaktische Imagination einer Gemeinschaft, 1996 [1988], S. 15). Ein wiederum anderes Verständnis des „sozialen und politischen Imaginären“ teilt Lüdemann (2004), die unter diesem Titel Metaphern für das Ganze der Gesellschaft analysiert (und dies auch für Castoriadis diskutiert).

  3. 3.

    Vgl. zu dieser – adäquateren – Unterscheidung von Kollektiv-zentrierten (strukturalistischen) Theorien einerseits, und Handlungstheorien andererseits Balibar (2005). Adäquater scheint dies, weil die von Durkheim via Lévi-Strauss her kommenden, differenztheoretischen und postfundamentalistischen Theorien von Gesellschaft diese gerade nicht voraussetzen, also nicht im herkömmlichen Sinne „holistisch“ denken.

  4. 4.

    Im Folgenden werden wir die Termini „Gesellschaft“ und „Kollektiv“ synonym verwenden, damit unter anderem beinhaltend, dass z. B. auch totemistische Kollektive Gesellschaften sind, also gerade nicht Gesellschaft mit nationalstaatlich-territorial gebundener Gesellschaft gleichsetzend (wie man es dem Gesellschaftsbegriff unter anderem vorwirft).

  5. 5.

    Vgl. zu diesem Trend – aus verschiedenen Perspektiven – z. B. Moebius und Gertenbach (2008); Hartmann (2005); Göbel (2011); Marchart (2013, S. 13–31), und die Verabschiedungen – aus verschiedenen Gründen – z. B. bei Urry (2000); Latour (2007, S. 283 ff.); Schwinn (2011). Dasselbe fällt im Blick auf kollektive Identität auf: der Trend zur Auflösung, zur bloßen Dekonstruktion, anstatt auch die Notwendigkeit kollektiver Identitätsimaginationen zu sehen (vgl. hier aber v. a. Eisenstadt und Giesen 1995; Giesen 1999; Giesen und Seyfert 2016; Delitz 2018a).

  6. 6.

    Zu diesen Autoren als „Postfundamentalisten“ (die in Marchart 2013 nicht zentral erwähnt werden) siehe z. B. Hildebrandt (2001); Hetzel u. a. (2004); Bröckling und Feustel (2010); Nonhoff (2015); Agridopoulos (2016); Flügel-Martinsen (2016).

  7. 7.

    Darauf liegt letztlich auch der Akzent in der Theorie kollektiver Identitätskonstruktion oder -imagination bei Shmuel Eisenstadt und Bernhard Giesen, vgl. Eisenstadt und Giesen (1995) und Giesen (1999).

  8. 8.

    Daher hat Durkheim von einer wirklich religiösen Funktion des Individuums, vom veritablen Kult des Individuums gesprochen (s. unten). Vgl. zu einer ähnlichen Bestimmung von Nation, Volk, Vernunft als heiligen Bedeutungen – genuinen religiösen Bewegungen von Gesellschaft – Eßbach (2014) sowie im Anschluss daran Delitz und Seyfert (2019). Wir werden im vorliegenden Text den Begriff der religiös instituierten Gesellschaft für diejenigen Fälle reservieren, die sich in Gott (oder vergleichbaren religiösen Bedeutungen) fundieren; als einen Fall der generell imaginären Fundierung von Kollektiven im gesellschaftlichen Außen.

  9. 9.

    Vgl. zu diesem Begriff (konzentriert auf anderes, nämlich auf den Beitrag von Architekturen zur Konstitution der imaginär instituierten Gesellschaft) Delitz (2018c).

  10. 10.

    Vgl. zum Vorkommen des Begriffes conscience collective bei Durkheim Keck und Plouvier (2008, S. 16–20, und ebd. zur représentation, S. 65 ff.)

  11. 11.

    Durkheim benutzt diesen Begriff nicht; er findet sich in Jean Duvignauds Vorwort (Duvignaud 1969, S. 12).

  12. 12.

    Vgl. dazu und zum Folgenden v. a. Seyfert (2011, S. 51–54); Delitz (2015, S. 213–241), Delitz und Seyfert (2019).

  13. 13.

    Zu Bergsons Philosophie, den daraus sich bei ihm und weiteren Autoren entfaltenden soziologischen Theorien (des Anders-Werdens und der imaginären Fixierung) siehe Delitz (2015, 2018b); zu Bergsons Philosophie des Lebens und ihrer Originalität siehe speziell auch – ganz konzentriert – den cours von Deleuze (Deleuze 2008 [1960]). Zu (verschiedenen) lebenssoziologischen Konzepten, die letztlich darin übereinkommen, das Leben als Subjekt und Objekt des Sozialen zu denken, siehe Delitz u. a. (2018).

  14. 14.

    Vgl. zu Gott als „empty signifier“ auch Laclau (2014).

  15. 15.

    Castoriadis, Lefort, Gauchet und Clastres gründeten 1977 die Zeitschrift Libre. Politique – anthropologie – philosophie; Lefort und Castoriadis 1949 die Gruppe socialisme ou barbarie. Zum Einfluss von Castoriadis auf Gauchet aus der Eigenperspektive vgl. ders. (2003, S. 31); zu Lefort und Castoriadis vgl. Lefort (2007); zum Bezug zwischen Gauchet und Lefort z. B. Marchart (2000); zur Castoriadis z. B. Seyfert (2009), und umfassend Dosse (2014).

  16. 16.

    Vgl. zu dieser Vergleichsperspektive Lévi-Strauss (1973 [1962]); Clastres (1974); die Clastres-Referenz bei Gauchet (1985, v. a. S. 16 f.); und sekundär Delitz (2015, v. a. S. 374–378 und 392 f.)

  17. 17.

    Gemäß der theologischen Idee der zwei Körper des Königs, wie sie Kantorowicz sichtbar gemacht hat – oder des Königtums „von Gottes Gnaden“ – ist der König „von einem unfaßbaren Gespenst bewohnt, [das] unabhängig von ihm existier[t]“ (Gauchet 1991, S. 53; vgl. ders. 1981).

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Delitz, H. Theorien des gesellschaftlichen Imaginären. Österreich Z Soziol 44, 77–98 (2019). https://doi.org/10.1007/s11614-019-00374-z

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Schlüsselwörter

  • Gesellschaftsbegriff
  • Postfundamentalismus
  • Imaginäres
  • Religionssoziologie
  • Kollektive Identität
  • Fundierendes Außen

Keywords

  • Societal theory
  • Postfoundational social thought
  • Imaginary
  • Sociology of religion
  • Collective identity
  • Foundational outside