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Arbeitskampf mit Nadel und Faden

„We want sex“
  • Erhard Tietel
  • Kornelia Knieper
Filmanalysen
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Zusammenfassung

Der Film „We want sex“ des britischen Regisseurs Nigel Cole wirft einen Blick auf die bewegten Zeiten des ersten Arbeitskampfes von Frauen in der englischen Geschichte. Der Streik der Näherinnen bei Ford Dagenham im Jahr 1969 war wesentlich daran beteiligt, dass die Gleichberechtigung von Frauen und Männern am Arbeitsplatz auf die politische Tagesordnung kam und im Jahr 1970 in England ein Gesetz zum „Equal Pay“ verabschiedet wurde. „We want sex“ ist ein filmisches Denkmal für diese Frauen und trotz seiner Nähe zur Industriegeschichte und zum Geschlechterkampf eine hinreißende Komödie, geprägt von typisch britischem Humor und Charme. Der Beitrag greift die nach wie vor bestehende Diskriminierung von Frauen in der Arbeitswelt ebenso auf wie die männlich-chauvinistische Kultur der Gewerkschaften.

Schlüsselwörter

Gleichberechtigung Gleichbezahlung Gewerkschaften 

Labor dispute with needle and thread

“Made in Dagenham”

Abstract

The film “Made in Dagenham”, produced by the British director Nigel Cole, focuses on the turbulent times of the first labor dispute led by women in British history. The sewing machinists strike at the Ford Dagenham plant in 1969 was a major step towards gender equality in the workplace and initiated the “Equal Pay Law” which was passed in 1970 in England. The film is a cinematic monument to women and at the same time an adorable comedy characterized by a typical British sense of humor. This contribution addresses the continuing discrimination of women in employment as well as the male chauvinist culture of trade unions.

Keywords

Gender equality Equal pay Trade unions 

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Zentrum für Arbeit und PolitikUniversität BremenBremenDeutschland
  2. 2.BremenDeutschland

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