Die Evaluation von Qualität – Ein Methodenvergleich anhand von Nachwuchsleistungszentren im deutschen Profifußball

The evaluation of quality—A comparison of methods based on youth academies in German professional football

Zusammenfassung

Im vorliegenden Beitrag für die Zeitschrift „Gruppe. Interaktion. Organisation. (GIO)“ wird eine – bezogen auf Annahmen und Aufwand – ökonomischere Evaluationsstrategie auf Basis von öffentlich verfügbaren Daten entwickelt und empirisch überprüft. Bislang wurde der Erfolg von Nachwuchsleistungszentren (NLZ) im deutschen Profifußball über aufwändige Expertenschätzungen der Qualität der aufgebauten organisationalen Ressourcen gemessen. Es wurde eine minderungskorrigierte, konvergente Validität in Höhe von r = 0,84 zwischen dem inputorientierten, extrem personal- und kostenintensiven bisherigen Verfahren und unserem outputorientierten Indikator gefunden. Die Ergebnisse werden diskutiert und mit Ratschlägen für die weitere Umsetzung verbunden.

Abstract

In this paper for the journal “Gruppe. Interaktion. Organisation (GIO)”, a more economic evaluation strategy—based on assumptions and effort—is developed and empirically tested on the basis of publicly available data. Until now, the success of youth academies in German professional football (NLZ) has been measured by means of elaborate expert estimates of the quality of the organisational resources they have built up. A correction of attentuation, convergent validity of r = 0.84 was found between the input-oriented, extremely personnel- and cost-intensive previous procedure and our output-oriented indicator. The results will be discussed and combined with advice for further implementation.

Die Evaluation von Qualität – Ein Methodenvergleich anhand von Nachwuchsleistungszentren im deutschen Profifußball

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) gibt an, dass durchschnittlich ca. 5600 talentierte Spieler im Alter von zwölf bis 19 Jahren in den Nachwuchsleistungszentren (NLZ) ausgebildet werden und in 279 Mannschaften spielen (DFL3 2019). Nach dem Vorrundenaus der deutschen A‑Nationalmannschaft (Männer)Footnote 1 bei der EM 2000 wurde in Deutschland durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) gemeinsam mit der DFL ein neues Konzept der Talentförderung etabliert, welches NLZ in den ersten beiden Bundesligen verpflichtend vorsah „Der Anschluss an die internationale Spitze, die man in den Jahrzehnten zuvor durch die Nationalelf und die Bundesliga-Clubs mitgeprägt hatte, war verloren. Es fehlten ein professioneller Unterbau, Spieler von Weltklasseformat und solche, die es werden konnten. Ein Neubeginn musste her, um den deutschen Fußball wieder zu alter Stärke zu führen. Was folgte, war eine radikale Umstrukturierung der Nachwuchsförderung, die weltweit hohe Anerkennung findet und 2014 in Brasilien mit dem Gewinn des vierten Weltmeistertitels ihren vorläufigen Höhepunkt fand“ (DFL3 2019). „Der Anteil der deutschen Spieler im Lizenzfußball hat seit Einführung der Leistungszentren im Jahr 2001 deutlich zugenommen“ (DFL3 2019).

NLZ werden durch Vereine geführt und sollen die besten Talente durch eine systematische Förderung auf spätere Anforderungen im Lizenzfußball vorbereiten (DFB1 2020). Für eine nachhaltige Qualitätssicherung und -messung wurde eine systematische Evaluation der zugehörigen Kompetenzen auf zwei Ebenen etabliert. Eine ebenso basale wie formale Lizensierung stellt das Vorhandensein der erforderlichen Funktionen sicher. Eine Zertifizierung quantifiziert, welche Kompetenzen in welcher Qualität im NLZ aufgebaut wurden (DFB1 2020). Diese Zertifizierungen werden zugleich jedoch als erheblicher Zusatzaufwand auf Seiten der Vereine empfunden. Teilweise sind über 1000 Seiten an Dokumenten für die Zertifizierung eines NLZ zu produzieren (Kroemer 2015).

Dieser Beitrag geht daher der naheliegenden, aber bislang unbeantworteten Forschungsfrage nach: Gibt es eine effizientere und zugleich valide Methode, die Qualität von NLZ im deutschen Profifußball zu evaluieren?

Hierzu werden zunächst Ziele und Hintergründe der NLZ im deutschen Profifußball erläutert und das durch den DFB und der DFL entwickelte Evaluationskonzept sowie die weiteren, vorliegenden Alternativen vorgestellt. Im Anschluss entwickeln und validieren wir eine alternative Methodik. Abschließend weisen wir auf die Limitationen unseres Beitrags hin, ziehen ein Fazit und geben einen Ausblick auf mögliche zukünftige Entwicklungen und etwaige Anknüpfungspunkte.

NLZ im deutschen Profifußball

„Ziel des Aufbaus und der Unterhaltung von Leistungszentren im Rahmen der übergeordneten Ziele ‚Weltspitze in Bundesliga und Nationalmannschaften‘ sowie ‚Optimale Ausschöpfung des Talentpools‘ ist es, die Qualität der Talentförderung im Lizenzbereich und oberen Amateurbereich zu optimieren“ (DFL4 2019).

In der 1. und 2. Fußball-Bundesliga sind die 36 Vereine (18 je Liga) durch die Lizensierungsstatuten zum Aufbau eines NLZ verpflichtet. Grundsätzlich haben alle Vereine die Möglichkeit, ein NLZ aufzubauen. Aktuell gibt es in Deutschland 55 NLZ. Zu 36 Pflichtvereinen kommen aktuell zehn Vereine der 3. Liga und neun Vereine aus der Regionalliga (DFB1 2020). Die Richtlinien für die Errichtung und Unterhaltung von NLZ umfassen Kriterien, die sich an folgenden Aspekten orientieren: optimale Trainingsflächen, sportmedizinische Begleitung, Unterbringung externer Spieler in angemessenen Strukturen, optimale Qualität möglichst hauptamtlicher Trainer, funktionierende Strukturen und Konzepte zur schulisch-beruflichen Ausbildung, Scouting-Konzeptionen und Integration sportpsychologischer/-wissenschaftlicher Grundlagen in die Talentförderungskonzeption. Die grundsätzlichen Anforderungen, welche die Vereine für den Betrieb von NLZ erfüllen müssen, gehen aus der Lizenzierungsordnung (DFL1 2019) und den Richtlinien für die Errichtung und Unterhaltung von Leistungszentren der Teilnehmer der Lizenzligen hervor (DFL4 2019).

Qualitätsmanagement in NLZ

Qualitätsmanagement ist die „Gesamtheit der sozialen und technischen Maßnahmen, die zum Zweck der Absicherung einer Mindestqualität von Ergebnissen betrieblicher Leistungsprozesse angewendet werden (z. B. Qualitätskontrolle, Endkontrolle)“ (Duden online 2020). Der Begriff Qualitätsmanagement bezeichnet das Management hinsichtlich Qualität (DIN EN ISO 9000 2015). Die ISO 9000:2015 benutzt für die Erklärung des Begriffes Qualität folgende Definition: „Qualität ist der Grad, in dem eine Menge innewohnender Merkmale eines Objektes Anforderungen erfüllt“ (DIN EN ISO 9000 2015). Somit ist Qualität nicht nur die Güte eines Objektes, sondern der Zufriedenheitsgrad hinsichtlich der Erfüllung aller Erwartungen und Erfordernisse von Stakeholdern. Qualität wird eine quantifizierbare Größe, die anhand der Zufriedenheit von Stakeholdern ermittelt werden kann: sie ist messbar. Im betriebswirtschaftlichen Zusammenhang ist ein Managementsystem gekennzeichnet durch mehrere untereinander verknüpfte, sich gegenseitig beeinflussende Elemente, Abteilungen oder Bereiche eines Unternehmenns, das Politiken, Ziele und Prozesse festlegt, die die Zielerreichung verfolgen (Mai 2020). Über relevante Kennzahlen kann der Erfolg des Qualitätsmanagements gemessen werden.

Die Entwicklung und Implementierung des Qualitätsmanagements für NLZ im deutschen Profifußball folgt diesem Ansatz. Das Double PassFootnote 2 Quality in Sports-Konzept (Pass-SystemFootnote 3) identifizierte diverse Kompetenzbereiche als Qualitätsdimensionen mit mehreren Unterkategorien (Kroemer 2015).

Die Qualitätsdimensionen wurden zudem in Zusammenarbeit mit der DFL, dem DFB, der Agentur Double Pass und den Vereinen nach jedem Zyklus überarbeitet (Kroemer 2015). Abb. 1 zeigt die Entwicklungsstufen der Qualitätsdimensionen und deren Gewichtung seit der Einführung in der Saison 2007/08 mit PASS 1.0 bis hin zu PASS 4.0. Mit Pass 4.0 hat das Modell seinen bisherigen höchsten Reifegrad erreicht.

Zur Sicherung und Steigerung der Qualität werden zusätzlich Audits der NLZ – sog. Zertifizierungen – durchgeführt.

Abb. 1
figure1

Entwicklung PASS-Kriterien über die Zeit. (Eigene Darstellung auf Basis der Double Pass Score-Daten)

Zertifizierung durch den Deutschen Fußball-Bund und die Deutschen Fußball Liga – ein inputorientierter Evaluationsansatz

Die Vereine sind – neben der Lizensierung – dazu verpflichtet, an den regelmäßigen Zertifizierungen der NLZ teilzunehmen. Die Zertifizierung erfolgt seit 2007 durch den Serviceanbieter Double PASS mit dem System PASS 1.0 (Professional Academy Support System). Ein Zyklus erstreckt sich jeweils über drei Jahre. Die aktuelle Evaluation basiert auf der vierten Version PASS 4.0, die zum Saisonstart 2016/17 aufgelegt wurde (DFB2 2017).

Im Zertifizierungsprozess werden die Vereine aufgefordert, für alle Kriterien Nachweise zu erbringen. Die Datensammlung erfolgt softwarebasiert. Die dort hinterlegten Informationen sind die Basis für ein dokumentarisches Audit. Im Anschluss daran evaluieren zwei ExpertInnen der Agentur Double Pass die NLZ vor Ort. Gespräche und strukturierte Interviews der Beteiligten (z. B. Geschäftsführung, Vorstand, Sportmanagement, LizenztrainerInnen, MitarbeiterInnen, Spieler) und Beobachtungen von Trainingseinheiten und Spielen führen zu einer konsolidierten Bewertung. Die AuditorInnen bewerten die Ausprägung der Kriterien mittels eines Punktesystems (maximal erreichbare Punkte: 5000). Darauf aufbauende Scores messen die Qualität der einzelnen Dimensionen und des Gesamtsystems. Die Vergabe der Punkte ermöglicht damit ein Ranking aller NLZ (Kroemer 2015).

Im HR-Controlling werden eingesetzte Kennzahlen grob in inputorientiert und outputorientiert systematisiert (Wickel-Kirsch 2012). Inputorientierte Kennzahlen betrachten dabei z. B. eingegangene finanzielle, personelle und zeitliche Ressourcen. Outputorientierte Kennzahlen messen das Ergebnis von z. B. Bildungsmaßnahmen (Fritz 2012; Seeber et al. 2000). Der Double Pass Score ist den inputorientierten Kennzahlen zuzuordnen. Er misst, in welcher Qualität Kompetenzen im NLZ zur Talentausbildung entwickelt worden sind bzw. welcher Aufwand betrieben worden ist.

Evaluation des Erfolgs durch outputorientierte Kennzahlen

Ziel der NLZ ist es, Talente auf die Qualitätsanforderungen im Lizenzfußball vorzubereiten und mit einer Übernahme der Sportler in ihren Kader oder den Transfer zu anderen Vereinen sportliche und ökonomische Erfolge zu erzielen (DFB1 2020; DFL2 2019). Outputorientierte Indikatoren, die Erfolg messen, sind sowohl auf der sportlichen Ebene als auch der ökonomischen Ebene zu finden. Gängige Praxis sind Kennzahlen wie z. B. die Tabellenplatzierungen der Vereine in ihren Ligen, die erreichten Punktzahlen, die über mehrere Jahre in einer ewigen Tabelle dokumentiert sind oder einfache Zählungen von Spielern, die bestimmten Kriterien genügen. Aber auch Indikatoren, die eine monetäre Bewertung der Spieler vornehmen und ein Ranking der NLZ über die Summe des Indikators ermöglichen, zählen zu dieser Klasse.

Abb. 2 zeigt eine Übersicht gängiger Indikatoren mit einer Bewertung ihrer Eignung zur Messung der Qualität von NLZ.

Fig. 2
figure2

Übersicht bestehender Indikatoren mit einer Bewertung ihrer Eignung zur Messung der Qualität von NLZ. (Eigene Darstellung in Anlehnung an Wallebohr und Daumann 2019: Vergleich von Indikatoren (Vor- und Nachteile))

Die Messung des Erfolgs von NLZ kann nur näherungsweise über die in Abb. 2 genannten Kennzahlen erfolgen: Der UEFA Clubkoeffizient bewertet den Erfolg eines Vereins anhand der erreichten Punktzahlen in europäischen Wettbewerben. Diese Bewertung ist nicht aussagekräftig genug, um den Erfolg eines NLZ zu messen, denn nur 15,1 % der Spieler eines Vereins in den deutschen Profiligen sind in dem zu diesem Verein gehörenden NLZ ausgebildet worden (CIES18_1 2018). Mit einem Anteil der zum Kader hinzugeholten Spieler von 84,9 % kann der Erfolg eher diesen Spielern zugeordnet werden. Die Kennzahlen CIES Anzahl Big-FiveFootnote 4 Spieler und ECA Anzahl Spieler, die Profifußballer geworden sind zielen bereits auf eine Bewertung des Spielers und nicht des Vereins ab. Die Einstufung der Qualitäten eines Spielers schwingt implizit mit, da der Spieler so gute Kompetenzen entwickelt hat, dass er einen Profivertrag erhält und das eventuell sogar in einer der Top-Ligen der Big-Five. Dies reicht aber nicht aus, um die Qualität eines Spielers explizit zu bewerten. Die CIES Transferwerte, Eschweiler & Vieth Ablösesumme sowie der Transfermarkt.de Marktwert beziehen spielerspezifische Determinanten in die Bewertung ein, berücksichtigen aber zu einem großen Teil in ihren Kalkulationen subjektive Einschätzungen insbesondere des Geschehens auf dem Transfermarkt, Prognosen zukünftiger Einnahmen aus Merchandising oder Teilnahme an internationalen Wettbewerben. Die Qualität des Spielers wird in Euro gemessen. Das hohe Maß an Subjektivität auf mehreren Ebenen (Interpretationen von Gerüchten, Erzeugung prospektiver Daten, die wiederum abhängig sind von den Erfahrungen des Einzelnen) verzerrt die Bewertung der Leistung der NLZ und damit fehlt nach wie vor eine zugleich valide und effiziente Methode. Auch der Ansatz von Wallebohr und Daumann (2019) für eine ähnlich gelagerte Fragestellung in der Schweiz weist ein konsistentes Vorgehen auf, jedoch fehlt eine Kriterienvalidierung.

Ziel dieses Beitrags ist es ein Modell zu entwickeln und empirisch zu überprüfen, mit dem der Erfolg von NLZ – hervorgebrachte Spielerqualität – gemessen werden kann.

Methodik und Datenbasis

Für die Entwicklung des Indikators Spielerqualität NLZ ist vor dem Hintergrund der Effizienzorientierung des Ansatzes analog zu Wallebohr und Daumann (2019) eine Datenbasis gewählt worden, zu der ein niedrigschwelliger Zugang besteht: die Online-Plattform Transfermarkt.de. Sie enthält umfassende Daten zu Spielern, Vereinen und Ligen im internationalen Fußballgeschäft. Es werden nachprüfbare Statistiken mit persönlichen und sportlichen Daten der Spieler, z. B. objektive Daten wie Torquoten, Spielminuten, Verletzungen und intersubjektive Daten wie z. B. Marktwerte bereitgestellt. Die für unsere Studien relevanten Daten wurden extrahiert und in einer eigenen Datenbank abgelegt. Die Datenbank enthält Informationen aus 462 verschiedenen Ligen aus 248 abhängigen und teil-autonomen Staatsgebieten (im Folgenden Länder genannt). Verzeichnet sind insgesamt 120.675 gespielte HalbsaisonsFootnote 5 von Spielern aus 4947 Vereinen über einen Zeitraum von 16 Jahren (32 Halbsaisons). Die daraus gezogene Stichprobe für unsere Analyse der Spielerqualität, enthält alle Spieler, die mindestens eine Halbsaison in einem der NLZ der deutschen Profifußballligen ausgebildet wurden und die in der Folge mindestens ein Spiel als Profifußballspieler in einer der erhobenen Ligen absolviert haben (n = 3790). Die Qualität eines Spielers kann nur im Kontext der Vereins- bzw. Ligaqualität bewertet werden. Isoliert betrachtet lassen sich die Kennzahlen eines Spielers (z. B. Torquote und Anzahl Spiele) nicht sinnvoll interpretieren.

Entwicklung der Indikatoren

Vereinsqualität

Zur Schätzung der Vereinsqualität berechnen wir die Relation der Punktzahl des Vereins zu den durchschnittlich erreichten Punkten der deutschen Meister über 5 Jahre und addieren einen Ligaqualitätsindikator. Gl. 1 zeigt die Berechnung der Vereinsqualität:

Formel 1: Berechnung Vereinsqualität

$$VQ=\left(5-LQ\right)+\frac{PZv}{\textit{dPZDM}5}$$

VQ =:

Vereinsqualität

LQ =:

Ligaqualität (Ausprägungen 1–5)

PZv =:

Punktzahl des Vereins

dPZDM5 =:

Ø Punkte Deutscher Meister über 5 Jahre (Zur Berechnung des 5 Jahresdurchschnitts wurden die Jahre 13/14 bis 17/18 herangezogen; \(\textit{dPZDM}5\)= 84,6)

Die Ligaqualität repräsentiert das Ranking der Ligen im deutschen Profifußball. Die 1. Bundesliga ist mit dem Wert 1, die 2. Bundesliga mit dem Wert 2, die 3. Liga mit dem Wert 3, die Regionalligen mit dem Wert 4 und alle weiteren Ligen mit dem Wert 5 kodiert worden. Die Ligaqualität ist das Korrektiv, um die Relation der Punktzahl des Vereins zu den Ø Punkten des Deutschen Meisters über 5 Jahre (für Betrachtungszeitraum 2014 bis 2018 = 84,6) einzuschätzen. Die erreichte Punktzahl des Vereins pro Saison in der Liga bildet das Maß des Erfolgs.

Der Indikator Vereinsqualität misst die Qualität der Vereine und erlaubt ein Ranking der Vereine über alle deutschen Ligen. Abb. 3 plottet die jeweilige Liga gegen die Vereinsqualität der betrachteten Vereine und zeigt: Die Vereinsqualität steigt in höheren Ligen, die Qualität der besten Vereine der zweiten Liga entspricht ca. der der schlechtesten Vereine der ersten Liga und die Vereine unterscheiden sich über die erreichte Punktzahl sinnvoll innerhalb einer Liga (Mittelwert (M) \(VQ\)= 3,99; Standardabweichung (SD) \(VQ\)= 0,89).

Abb. 3
figure3

Vereinsqualitäten im Vergleich zur Tabellensituation folgender Ligen: im deutschen Profifußball 1. BL, 2. BL, 3., 4. und 5. Liga in Deutschland, La Liga, 2. und 3. Spanische Liga, Premier League, 2. Liga England über alle 16 Saisons

Spielerqualität

Um die von einem NLZ hervorgebrachten Spielerqualitäten zu ermitteln, werden zwei Annahmen getroffen. 1. spielen gute Spieler häufiger bei Vereinen mit höherer Qualität und 2. stehen gute Spieler häufiger auf dem Platz als weniger gute Spieler. Daher enthält die Spielerqualität die Variablen Vereinsqualität und Anzahl gespielter Spiele. Wir haben uns dazu entschieden, die Vereinsqualität quadratisch zu bewerten, um zu modellieren, dass Vereine mit hoher Vereinsqualität auch sehr gute Spieler haben können, die aufgrund der Konkurrenz sehr selten auf dem Platz stehen. Mit der Quadrierung ist die Vereinsqualität zudem entscheidender als die Anzahl der Spiele, die ein Spieler absolviert (siehe Gl. 2):

Parallel kann die Anzahl der Spiele pro Spieler sehr hohe Zahlen annehmen, sodass wir diese Werte noch mit der Anzahl der maximal gespielten Spiele normalisiert haben. Abschließend kann der Bruch den Wert null annehmen, wenn ein Spieler nicht gespielt hat. Das würde dazu führen, dass die gesamte Multiplikation zwischen Vereinsqualität und Anzahl gespielter Spiele null wäre. Daher addieren wir die Zahl 1 zu dem Bruch. So haben Spieler, die keine Spiele absolviert haben, mindestens die Spielerqualität der quadratischen Vereinsqualität (M\(SQ_{s}\)= 24,07; SD \(SQ_{s}\) = 10,63).

Formel 2: Berechnung Spielerqualität Spieler

$$SQ_{s}=VQ^{2}\cdot \left(\frac{GS_{s}}{Max\left(GS\right)}+1\right)$$

\(SQ_{s}\)=:

Spielerqualität Spieler

\(VQ^{2}\)=:

Vereinsqualität gewichtet

\(GS_{s}\)=:

Gespielte Spiele Spieler

Max (GS) =:

Maximal gespielte Spiele

Spielerqualität NLZ

Die Summe der anteiligen Ausbildung über 32 Halbsaisons aller Spieler im NLZ, die später Profifußballspieler geworden sind, gewichtet mit der durchschnittlichen Spielerqualität der einzelnen Spieler, ergibt die Spielerqualität NLZ. Um die Information über die Spielerqualität auf die NLZ zu beziehen, sind mehrere zusätzliche Schritte erforderlich. Erstens musste die mittlere Spielerqualität berechnet werden, da sich die Variable pro Saison pro Profispieler verändern kann. Durch die Berechnung des Mittelwerts wurde diese Variable pro Spieler auf einen Wert aggregiert – die mittlere Spielerqualität. Zweitens wurde ermittelt, wie viele Halbsaisons ein Spieler bei einem Verein ausgebildet worden ist. Da die Ausbildungslänge der Spieler variiert, haben wir uns dazu entschieden, die anteilige Ausbildung der Spieler über die gesamten 32 Halbsaisons zu berechnen. Der Anteil an der Ausbildung eines Spielers wurde dann mit der Spielerqualität multipliziert. Danach wurden alle Spieler eines Vereins aggregiert (M\(SQ_{\mathrm{NLZ}}\)= 110,38; SD \(SQ_{\mathrm{NLZ}}\)= 84,54).

Formel 3: Berechnung Spielerqualität NLZ

$$SQ_{\mathrm{NLZ}}=\sum _{i}^{alle\,\textit{Spieler}}\sum _{j}^{32}\left(AU_{i,j,\mathrm{NLZ}}\cdot \overline{\mathrm{SQs}_{i}}\right)/32$$

\(SQ_{\mathrm{NLZ}}\)=:

Spielerqualität NLZ

\(AU_{i,\mathrm{NLZ},j}\)=:

1, wenn Spieler i im NLZ in Saison j ausgebildet wurde

\(\overline{\mathrm{SQs}_{i}}\)=:

durchschnittliche Spielerqualität Spieler für Spieler i

Auswertung

Für die Frage, ob eine outputorientierte Bewertung mittels der \(SQ_{\mathrm{NLZ}}\) (Spielerqualität NLZ) eine valide Evaluationsmethode darstellt, bietet sich eine konvergenten Validierung anhand der Scores der Double Pass Scoring-Zertifizierung mit der Spielerqualität NLZ an. Für diesen Beitrag wurde der Pass 3.0-Zyklus (M = 62,12; SD = 14,16) ausgewählt, da zum Zeitpunkt der Datenerhebung der Pass 4.0-Zyklus noch nicht abgeschlossen war. Abb. 4 zeigt graphisch die resultierende empirische Validität von r= 0,71. Die inputorientierte Messung ist vermutlich messfehlerbehaftet. Daher haben wir die gemittelte Korrelation zwischen PASS 1.0 und 2.0, PASS 2.0 und 3.0 und PASS 3.0 und 4.0 verwendet, um mit der Korrelation die Retest-Reliabilität zu schätzen. Die Reliabilität wurde dann in einer einfachen Minderungskorrektur verwendet (Muchinsky 1996) und ergibt eine korrigierte Validität von r = 0,84 – eine starke Korrelation (Döring und Bortz 2016, S. 470; CIES18_2 2018).

Abb. 4
figure4

Streudiagramm Double Pass Scoring PASS 3.0 und der Spielerqualität NLZ

Diskussion

Auf Basis unserer Ergebnisse lassen sich exploratorisch in Abb. 4 drei Gruppen ausmachen. Im oberen rechten Teil – die NLZ, die einen hohen Gesamtscore PASS 3.0 und auch eine hohe Spielerqualität NLZ ausweisen – befinden sich 8 Vereine, von denen 7 zum Zeitpunkt der PASS 3.0 Zertifizierung in der 1. Bundesliga gespielt habenFootnote 6. Im mittleren Bereich haben wir 14 Vereine identifiziert, die einen relativ hohen PASS 3.0 Score aufweisen, aber lediglich eine mittlere Spielerqualität NLZ. Von diesen Vereinen spielten 50 % in der 2. Bundesliga. Im niederen linken Teil haben wir eine hohe Anzahl an NLZ, die in der 3. Liga oder einer niedrigeren Spielklasse angesiedelt sind. Das liegt nach unserer Ansicht am Umstand, dass für Vereine der 1. Bundesliga und etwas eingeschränkter auch der 2. Bundesliga mehr und bessere Informationen vorliegen. Ab der 3. Liga sind die Daten nicht mehr in der Breite verfügbar. So werden in niedrigeren Ligen die Daten der Spieler schlechter erfasst, sobald sie unter dem Niveau des Ausbildungsvereins liegen. Auch kann der Transfer von Nachwuchsspielern in niedrigere Ligen zunehmend schlechter von den Datenbanken abgebildet werden.

Die bisher von DFB und der DFL genutzte inputorientierte Bewertung der NLZ misst mittels einer zeitaufwändigen Auditierung, in welcher Ausprägung die organisationalen Kompetenzen für die Talentausbildung im NLZ entwickelt worden sind bzw. welcher Aufwand betrieben worden ist. Es lässt sich festhalten, dass der beschriebene outputorientierte Evaluationsansatz des Kompetenzmanagements der NLZ deutscher Fußballvereine ein sehr ähnliches Ergebnis aufweist wie die bisherige Zertifizierung – bei Kosten, welche um mehrere Zehnerpotenzen niedriger liegen dürften.

Limitationen

Die vorliegende Untersuchung weist durchaus Einschränkungen auf: Unsere Methodik wurde lediglich validiert gegen einen Zyklus des Double Pass Systems (PASS 3.0), da zum Zeitpunkt der Analyse der Zyklus 4.0 noch nicht vollständig vorlag. Eine Überprüfung der Validität mit einem Re-Test sollte zu gegebenen Zeitpunkt auf Basis der Daten des 4. Zyklus erfolgen. Darüber hinaus sinkt in den unteren Ligen die Präzision des Modells, weil zunehmend weniger Daten vorliegen. Empfehlenswert ist unser Ansatz bislang vor allem in der 1. und 2. Bundesliga. Durch den langen Betrachtungszeitraum von 16 Jahren besteht das Risiko, dass die Daten für die Spieler für alle Ligen nicht vollständig auf Transfermarkt.de verzeichnet sind. Eine systematische Analyse der Vollständigkeit und Fehlerträchtigkeit der Daten könnte fundiertere Aussagen zur Qualität der zur Verfügung stehenden Daten geben. Weiterhin ist zu bemerken, dass die Operationalisierung der Parameter für die Ermittlung der Spielerqualität NLZ – Vereinsqualität und Spielerqualität Spieler – bewusst einfach gehalten wurde. Im Vordergrund unserer Untersuchung stand das Ziel, explorativ eine zugleich effiziente und valide Methode mit leicht zugänglichen Daten zu entwickeln. Die Ermittlung der Spielerqualität Spieler zum Beispiel könnte um ein vieles mehr an direkten Einflussfaktoren auf die Spielerqualität – Verletzungen, gespielte Minuten, Position, Zweikämpfe oder ähnliches – erweitert werden, falls eine intensivere Auseinandersetzung mit diesem Faktor als notwendig erachtet wird. Schließlich kann der vorgestellte Ansatz den entstehenden Aufwand der Vereine sowie die erforderlichen Kosten zwar drastisch reduzieren, eine Interpretierbarkeit einzelner Dimensionen des Qualitätsmanagements ist jedoch nicht mehr möglich. In zukünftigen Untersuchungen könnte beispielsweise die faktorielle Homogenität der PASS-Daten analysiert werden, um diesen Nachteil zu quantifizieren.

Ausblick

Die Entwicklung des Indikators Spielerqualität NLZ ist ein Beispiel für eine Modellentwicklung, die bei der Auswertung der Fakten den Schwerpunkt darauf legt, welche Daten wirklich benötigt werden um eine objektive Aussage zu treffen. Dieses Modell kann Ausgangspunkt sein für weitere Fragestellungen: Gibt es spezifische Vereinsstärken auf bestimmten Positionen? Gibt es typische Karriereverläufe? Verletzungen – Wo ergeben sich Auffälligkeiten? Gibt es wichtigere, prägendere Ausbildungsabschnitte im Ausbildungsleben eines Jugend-Fußballspielers? Darüber hinaus wäre die Entwicklung eines Tools zur Vorhersage des Erfolgs der Talentausbildung in NLZ denkbar.

Die Bewertungsmethode ist geeignet die bisher gängige Praxis – über den Double Pass Score die Qualität der NLZ zu bewerten und damit ein Ranking der NLZ zu erstellen – zu ersetzen. Unser outputorientierter Ansatz ersetzt nicht die Qualitätssicherung und -weiterentwicklung der relevanten Kompetenzen zur Talentausbildung (Input), liefert aber eine an dem Ziel eines NLZ orientierte, vermutlich effizientere valide Evaluation des Erfolgs der Arbeit von NLZ anhand des Outputs – hervorgebrachte Spielerqualität. In den letzten Jahren hat die sportwissenschaftliche Forschung zur Entwicklung von Fachwissen im Fußball erheblich zugenommen: Viele dieser Studien konzentrieren sich auf Aspekte des Entwicklungsprozesses der Spieler (Komponenten, alters- und entwicklungsabhängige Komponenten z. B. aus dem psychologischen Bereich oder der TrainingslehreFootnote 7). Der Indikator Spielerqualität NLZ könnte auch hier für eine ergebnisorientierte effiziente valide Erfolgskontrolle der Interventionen über die Zeit angewendet werden.

Um das Ergebnis unserer Studie zusätzlich abzusichern und weitergehend empirisch zu überprüfen, könnte eine Analyse mittels einer Multitrait-Multimethod-Matrix zum Einsatz kommen. Sie könnte erfassen, wie hoch der Grad der Übereinstimmung der verschiedenen Methoden zur Evaluation von Leistungs‑/Erfolgskontrollen und des Algorithmus Spielerqualität Spieler ist.

Profivereine importieren einen großen Teil der Spieler aus dem Ausland – europäisch und auch weltweit. Der Internationalisierungsgrad einer Mannschaft wird gemessen durch den Anteil der Expatriates – Spieler, die außerhalb der deutschen Ligen aufgewachsen sind, aber in einem deutschen Verein spielen. Die 1. Bundesliga weist einen Anteil von 50,2 % Expatriates auf (CIES19_1 2019), die in ihren Heimatländern zum überwiegenden Teil an Talentförderungsprogrammen teilgenommen haben oder eine Jugend-Fußballakademie besucht haben. Eine Ausweitung der Analysen von Vereins- und Spielerqualitäten auf internationale Spieler und Vereine könnte sehr hilfreich für die Beteiligten des Arbeitsmarktes Fußball (Spieler, Vereine, Scouts, SpielerberaterInnen) sein. Auch eine Überarbeitung der Konzepte der Talentförderung könnte von einem internationalen Vergleich – in einem ersten Schritt der Nachwuchsarbeit in den Big-Five-Ligen – profitieren.

Deutsche NLZ befinden sich im internationalen Wettbewerb um Talente und Perspektivspieler. Das bringt Unsicherheiten in Bezug auf eine langfristige Planung und Positionierung auf den Märkten mit sich. Um sich an die Veränderungen im Markt anzupassen und aktiv Bewältigungsstrategien für die derzeitigen und zukünftigen Herausforderungen zu entwickeln, sind Dynamic CapabilitiesFootnote 8 erforderlich. Vereine müssen heute gute Leistungen hervorbringen und sich zugleich für die Zukunft aufstellen. Sie befinden sich damit im Spannungsfeld der Nutzung bestehender Kompetenzen und der Erschließung von innovativen Ansätzen. Dieses Spannungsfeld wird durch das Konzept der Ambidextrie (O’Reilly III und Tushman 2004) – einer speziellen Ausprägung von Dynamic Capabilities – abgebildet. Eine Fallstudie mit einer Evaluation der Anpassungswilligkeit und -fähigkeit über die vier Zyklen der Zertifizierung hinweg könnte einen vertiefenden Einblick in die Kompetenzentwicklung von Organisationen am Beispiel der NLZ geben.

Die Umsätze der Vereine zeigen eine starke Entwicklung zum Vorjahr in den letzten Jahren (Saison 2014/15: 3,13 Mrd (+8 %); 2015/16: 3,85 Mrd (+23 %); 2016/17: 4,01 Mrd (+4 %) (DFL2 2019)). Einnahmequellen sind Merchandising, Tickets, Anteile aus den Fernsehrechten, aber auch Transfererlöse für Spieler. Die Transfereinnahmen der Bundesligavereine sind insgesamt gestiegen (Statista 2020). Das Wissen über den Anteil der selbst ausgebildeten Spieler und damit deren Anteil am wirtschaftlichen Erfolg könnte zu Studien führen, die den Erfolg der NLZ mit betriebswirtschaftlichen Kennzahlen messen. Die Kalkulation des Return on Investment (ROI) könnte zum Beispiel die Attraktivität von Investitionen in ein NLZ – als Geschäftsmodell – messen und in der Praxis wirtschaftliche strategische Entscheidungen des Managements oder eines Sponsors unterstützen.

Notes

  1. 1.

    In diesem Beitrag verwenden wir ausschließlich die männliche Form, da Nachwuchsleistungszentren im Profifußball der Männer untersucht werden. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden lediglich benutzt, soweit es für eine Aussage erforderlich ist.

  2. 2.

    Belgischer Serviceanbieter, 2004 als Spin-off-Unternehmen der Universität Brüssel (VUB) gegründet. Der Service hilft Vereinen, Verbänden und Ligen bei der Optimierung ihrer Jugendakademien und ihres Spielerpotenzials (Double Pass 2020).

  3. 3.

    Siehe dazu die wissenschaftlichen Arbeiten zum Qualitätsmanagement im Sport und Messung des Erfolges der (späteren) Gründer des Unternehmens (de Knop et al. 2004; de Bosscher et al. 2006; van Hoecke et al. 2006).

  4. 4.

    Die Bezeichnung Big-Five umfasst die höchsten Profi-Ligen der Länder Spanien, England, Deutschland, Italien und Frankreich.

  5. 5.

    Saisons getrennt durch die Transferfenster im Winter und Sommer.

  6. 6.

    Die Zuordnung der Vereine zu den Ligen ist über die Farbkodierung zu erkennen – siehe Legende Abb. 4.

  7. 7.

    Ackermann und Follert (2018) und Herm et al. (2014)

  8. 8.

    „… die Fähigkeit des Unternehmens, interne und externe Kompetenzen zu integrieren, aufzubauen und zu rekonfigurieren, um auf sich schnell verändernde Umgebungen zu reagieren. Dynamische Fähigkeiten spiegeln somit die Fähigkeit eines Unternehmens wider, angesichts von Pfadabhängigkeiten und Marktpositionen neue und innovative Formen von Wettbewerbsvorteilen zu erzielen“ (Teece et al. 1997)

Literatur

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  2. de Bosscher, V., de Knop, P., van Bottenburg, M., & Shibli, S. (2006). A conceptual framework for analysing sports policy factors leading to international sporting success. European Sport Management Quarterly. https://doi.org/10.1080/16184740600955087.

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Lanwehr, R., Honsel, M. & Wilms, R. Die Evaluation von Qualität – Ein Methodenvergleich anhand von Nachwuchsleistungszentren im deutschen Profifußball. Gr Interakt Org 52, 25–35 (2021). https://doi.org/10.1007/s11612-021-00556-y

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Schlüsselwörter

  • Evaluation
  • Qualität
  • Kompetenzen
  • Nachwuchsleistungszentrum
  • Fußball

Keywords

  • Evaluation
  • Quality
  • Competences
  • Youth Academy
  • Soccer