Integrationstandems und Supervised Networking mit geflüchteten Menschen in studentischen Gruppen durch Service Learning

  • Margarete Boos
  • Nicolai Miosge
  • Johann Fischer
  • Simon Bögel
  • Abdulrahman Abbasi
Hauptbeiträge

Zusammenfassung

In diesem Beitrag wird über ein Pilotprojekt berichtet, das im Wintersemester 2015/16 an der Universität Göttingen im Rahmen des Konzepts „Service Learning“ durchgeführt wurde. In Veranstaltungen zum Service Learning übernehmen Studierende praktische Aufgaben aus dem gesellschaftlichen Umfeld und wenden dabei akademisches Wissen problemorientiert an. Mit diesem didaktischen Ansatz sollen neben Fachkompetenzen die Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden und zivile und demokratische Werte in der Gesellschaft gefördert werden.

Im Seminar „Projekte der Sozial- und Wirtschaftspsychologie“ im Bachelorstudiengang Psychologie wurden Elemente eines hier noch genauer beschriebenen Konzepts pilothaft mit vier Gruppen à vier Studierenden umgesetzt: Kontaktaufnahme zu Flüchtlingen durch Seminarleitung und -teilnehmende, Integrationsprojektarbeit, Supervision der Studierenden durch die Seminarleitung, theoretische Reflexion der interkulturellen Erfahrungen und deren Präsentation im Seminar. Das Pilotprojekt verlief vielversprechend; die Beziehungen zwischen in Göttingen studierenden und geflüchteten Menschen bestehen weiterhin, haben sich teilweise zu Freundschaften entwickelt, die Deutschkenntnisse der Flüchtlinge haben sich verbessert, alle Beteiligten machten wertvolle interkulturelle Erfahrungen. Es wird unter dem Titel „Integrationstandems und Supervised Networking“ in erweiterter Form fortgesetzt.

Schlüsselwörter

Service Learning Flüchtlinge Studierende Interkulturelle Integration 

Integration Tandems and Supervised Networking with Refugees in Student Groups through Service Learning

Abstract

This contribution reports on a pilot project which took place during the winter semester 2015/16 at the University of Göttingen based on the concept of Service Learning. As part of service learning, students assume practical tasks from the social environment and apply academic knowledge. With this new didactical approach, personality development of the students as well as civil and democratic values in society should be enhanced.

In the seminar “Projects in Social and Economic Psychology” in the bachelor program Psychology, the following components of the concept were implemented with four groups, containing four students each: approaching refugees by lecturers and seminar participants, activities for intercultural integration, supervision of the students by the lecturers, theory-based reflection of the intercultural experiences and oral presentation at the end of the seminar. The pilot project took a promising course; the relationships between refugees and students prevail and have partly developed into friendships, German language skills of the displaced persons have improved considerably, all participants report on their valuable intercultural experiences. The project will be continued in an enlarged form as “Integration tandems and Supervised Networking”.

Keywords

Service learning Refugees Students Intercultural integration 

1 Aktivitäten von Hochschulen zur Integration von Flüchtlingen

Um Menschen, die vor Krieg und Armut nach Deutschland geflohen sind, möglichst erfolgreich und nachhaltig in die deutsche Gesellschaft einzubinden, ist das Engagement und der Austausch zwischen deutschen Bürgern und Bürgerinnen und geflüchteten Menschen notwendig und – wie zahlreiche Erfahrungen im Zusammenhang mit der „Flüchtlingskrise“ zeigen – zukunftsträchtig. Auch Hochschulen setzen sich mit der Frage auseinander, wie sie die Integration von Flüchtlingen unterstützen können, und haben vielfältige Konzepte und praktische Maßnahmen entwickelt. Diese reichen von Gasthörer/innen-Programmen, Schulung von Lehramtsstudierenden darin, Deutsch als Fremdsprache unterrichten zu können, Refugee Law Clinics1, in denen Jurastudierende unter Anleitung von FachjuristInnen Flüchtlinge rechtlich beraten, bis hin zu studentischen Flüchtlingsinitiativen wie zum Beispiel ConquerBabel2 und gemeinsamen Sport- und Freizeitaktivitäten.3

Einige dieser Maßnahmen sind didaktisch fundiert und können insofern unter das neue Konzept des Service Learning eingeordnet werden. Service Learning verknüpft akademisches Lernen mit bürgerschaftlichem Engagement in Form einer Dienstleistung für gemeinnützige Zwecke (Altenschmidt et al. 2009; Backhaus-Maul und Roth 2013). Studierende sollen, unterstützt durch Lehrende, ihr Wissen auf konkrete gesellschaftliche Aufgaben anwenden, fortlaufend reflektieren und auf diese Weise neues erfahrungsbasiertes Wissen entwickeln. Fachorientierte, interdisziplinäre und schlüsselkompetenzorientierte Lehransätze werden verbunden, um besondere Lernerfahrungen in einem Praxiskontext zu ermöglichen und dadurch gesellschaftliche Verantwortung von Studierenden zu stärken. Es bietet somit einen Rahmen, um in Gruppen von deutschen Studierenden und geflüchteten Menschen einen interkulturellen Austausch und wechselseitige Lernerfahrungen zu ermöglichen und Studierende an ehrenamtliches Engagement heranzuführen.

2 Ziele des Lehr-/Lern-Konzepts

Das Konzept Integrationstandems und Supervised Networking ist auf zwei Ziele hin ausgerichtet. Das erste Ziel ist langfristiges Interesse und Freude der teilnehmenden Studierenden an der Integrationsarbeit, um daraus resultierend eine möglichst erfolgreiche Aufnahme und beständige Einbindung geflüchteter Menschen in unsere Gesellschaft zu erreichen. Für die Teilnahme am Gesamtprogramm sollen die Studierenden neben den Kreditpunkten für die besuchten Lehrveranstaltungen den Integrationslotsenschein des Landkreises Göttingen erhalten.4 Durch die damit verbundene Teilnahme am niedersachsenweiten Netz der Integrationslotsinnen und -lotsen sowie den persönlichen Kontakt zwischen Studierenden und Geflüchteten soll ein möglichst dauerhaftes bürgerschaftliches Engagement aller Teilnehmenden erreicht werden, das von Verantwortungsbewusstsein und Nachhaltigkeit geprägt ist.5

Das zweite Ziel besteht in der dauerhaften Etablierung des Lehr- und Lernformats Service Learning im Psychologie- und im Medizinstudium (fachgebunden) sowie der Zentralen Einrichtung Sprachen und Schlüsselqualifikationen (ZESS) und der Zentralen Einrichtung für den allgemeinen Hochschulsport (ZEHS) (fachübergreifend und schlüsselkompetenzorientiert) an der Universität Göttingen. In diesem Konzept des Service Learning sollen Wissenschaft und Praxis durch die Studierenden verschränkt werden. Die teilnehmenden Studierenden der Psychologie etwa sollen anhand psychologischer Konzepte – zum Beispiel der Theorie der sozialen Identität (Tajfel und Turner 1986), der Kontakthypothese (Allport 1971) oder anderer sozial- und kulturpsychologischer Ansätze – ihre Intergruppenerfahrungen, Stereotype und Vorurteile reflektieren.

3 Struktur und Ablauf des Lehr-/Lern-Konzepts

Um diese Ziele zu erreichen, sollen bereits bestehende Lehrmodule um entsprechend gestaltete Begleitveranstaltungen und didaktische Programme ergänzt werden. Nach Einführungsveranstaltungen mit den Themen „Flucht und Migration“ und „Service Learning“ sowie einer damit einhergehenden Schulung im Rahmen des Integrationslotsenprogramms soll jeweils ein Projekt pro fachlichem bzw. überfachlichem Bereich folgen.

Sport.

Ein Beispiel für ein Projekt der ZEHS ist die Mitorganisation des jedes Sommersemester stattfindenden Sport-Dies durch sport- und studiumsinteressierte Flüchtlinge. Die gemeinsame Arbeit in einem Team von OrganisatorInnen bei der Planung und praktischen Durchführung sportlicher Aktivitäten fördert Sprach- und Institutionenkompetenz der geflüchteten Menschen und die interkulturelle und Teamkompetenz aller beteiligten Akteure und Akteurinnen.

Psychologie.

Ein Beispiel aus dem Bereich der Psychologie ist die Akquirierung weiterer – über das Pilotprojekt hinaus – engagierter Studierender der Psychologie zur Unterstützung geflüchteter Menschen in neuen Flüchtlingsunterkünften, die Werbung von Sponsorengeldern und -materialien, die reflektierte Weitergabe der eigenen Erfahrungen und damit die Schaffung von Kontinuität des eigenen Engagements.

Arabisch.

Studierende, die an der ZESS die arabische Sprache erlernen, sollen die Geflüchteten im Alltag und bei der Integration in die Gesellschaft unterstützen. Dabei sollen sie ihnen Unterstützung beim Erlernen der deutschen Sprache bieten und gleichzeitig ihre Arabischkenntnisse in der Praxis anwenden und weiter ausbauen.

Medizin.

Studierende der Medizin können gesundheitsbezogene Informationen aufbereiten und bereit stellen, den geflüchteten Menschen bei gesundheitlichen Fragen beratend zur Seite stehen und sie zu Arztbesuchen begleiten.

Diese Projekte sollen in enger Zusammenarbeit zwischen Studierenden und Geflüchteten durchgeführt und dabei von den verantwortlichen Lehrkräften begleitet werden. Ziel ist, dass persönliche und auf Dauer angelegte „Tandems“ entstehen. Zum Ende der Projekte sind eine Bilanzierungsveranstaltung sowie eine weitere Schulung im Rahmen des Integrationslotsenprogramms geplant.

Die Darstellung (Abb. 1) visualisiert die einzelnen Elemente und den zeitlichen Ablauf des Programms.
Abb. 1

Komponenten und Ablauf des Projekts „Integrationstandems und Supervised Networking“

Für die Fächer Psychologie und Medizin sowie die beiden zentralen Einrichtungen ZESS und ZEHS soll das Lehr- und Lernformat Service Learning in Veranstaltungskonzepten längerfristig etabliert werden.

4 Pilotprojekt

Im Herbst 2015 wurden in Göttingen zahlreiche neue Flüchtlingsunterkünfte eröffnet, und es entwickelte sich ein starkes ehrenamtliches Engagement in der Bevölkerung. Auch die Universität rief verschiedene – weiter oben beschriebene – Initiativen ins Leben.

Im Rahmen eines Seminars, in dem studentische Arbeitsgruppen selbst gewählte Alltags-Projekte zur Anwendung sozial- und wirtschaftspsychologischer Theorien und Konzepte bearbeiten, nahmen zwei Dozierende direkten Kontakt zu vier Flüchtlingsunterkünften auf und unterbreiteten dort das Angebot, die Verbindung zu Studierenden für gemeinsame Arbeit und Unternehmungen herzustellen. Dieses Angebot wurde insbesondere von zwei Gruppen sehr freudig erwidert: einer Gruppe von etwa 15 jungen männlichen Flüchtlingen aus dem Sudan (Darfur) und einer Gruppe von Familien mit Kindern überwiegend aus dem Kosovo, aus dem Irak und Syrien. Es bildeten sich vier Gruppen à vier Studierenden der Psychologie und der Medizin, von denen jeweils zwei nach den ersten beiden Semesterwochen fusionierten und sich als größere Gruppen mit den beiden genannten Flüchtlingsgruppen trafen und austauschten.6

Die Aufgabe im Rahmen des Service Learning bestand darin, die praktische Arbeit mit den geflüchteten Menschen vor Ort anhand sozial- und wirtschaftspsychologischer Theorien und Konzepte zu reflektieren und das Projekt und die Reflexionsergebnisse am Ende des Semesters im Seminar mündlich zu präsentieren. Die Seminarleitung beriet die Gruppen und hielt auch selbst den persönlichen Kontakt zu einigen der Geflüchteten, indem sie sie einlud oder besuchte und zusätzliche Unternehmungen und Treffen initiierte. Das Pilotprojekt wurde wesentlich unterstützt durch einen Studenten, selbst aus Syrien geflüchtet, der anfangs dolmetschte. Der Austausch besteht weiter in wöchentlichen Treffen, in denen zum Beispiel gemeinsam gekocht, gespielt, Fußball geschaut wird oder andere Unternehmungen, wie Ausflüge oder Besuch von Partys, durchgeführt werden.

Im Folgenden haben wir einige Zitate aus der Lehrevaluation des Seminars zusammengestellt:

Von selbst hätte ich wahrscheinlich keine Gruppe initiiert, aber wenn man dabei unterstützt und dazu ermuntert wird, Ideen zu entwickeln und auch automatisch eine Gruppe dabei hat, fällt das um einiges leichter.

Ich glaube, die Uni soll mehr und mehr sich auf solche Lehrformen anlehnen, wo die Studierenden selbst aktiv werden und kreativ was auf die Beine bringen, also etwas schaffen, was wirklich denen gehört, anstatt sich Sorgen um künftige Klausurnoten zu machen und die passive Rolle des Empfängers sich anzueignen.

Ein besseres, effektiveres interkulturelles Training kann ich mir nicht vorstellen als unsere Projekte mit Flüchtlingen. Das ist sogar eine Lebenserfahrung, die wir für unser ganzes Leben mitnehmen, als Vorlesungsinhalte, die leider nach kürzerer Zeit in Vergessenheit geraten werden, wenn man sich mit dem Thema nicht weiter beschäftigt.

Auch der Dolmetscher berichtet:

Meine Erfahrung in der Breslauer Straße hat mir beigebracht, dass die Ängste vor den Flüchtlingen und die Vorurteile gegen sie hier in Deutschland mangels des Sprechens mit den Flüchtlingen entstehen. Meine Aufgabe dort war zu dolmetschen, um Hindernisse zwischen den Psychologiestudentinnen und den Flüchtlingen zu überwinden. Gerade zu Anfang dieses Projekts gab es den Bedarf für einen Dolmetscher, und es hat sehr gut funktioniert, danach war meine Anwesenheit als „Dolmetscher“ nicht mehr notwendig.

Die Ergebnisse des Seminars beschränkten sich nicht nur auf die psychologisch fundierte Reflexion der eigenen Erfahrungen, sondern beinhalteten auch weiterführende Ideen für neue Projekte. So entwickelte ein studentisches Projekt-Team auf markt- und wertepsychologischer Grundlage die Idee, durch die Initiierung sozialen Engagements in Unternehmen, z. B. durch die Teilnahme von Mitarbeitenden an karitativen Projekten, die grundlegenden Werte eines Unternehmens in Richtung universalistischer Werte wie „Prosozialität“ und somit die Unternehmenskultur und damit die Identifikation und Zufriedenheit der Mitarbeitenden mit dem Unternehmen zu verändern.

Insgesamt berichteten die Studierenden, wertvolle interkulturelle Erfahrungen gemacht, Berührungsängste abgebaut und ihr eigenes soziales Engagement erweitert zu haben. In der Lehrevaluation betonten sie auch den Gewinn, sozialpsychologische Prozesse an sich selbst wissenschaftlich reflektiert und damit die Nützlichkeit von Theorien erfahren zu haben.

5 Ausblick

Mit dem Pilotprojekt konnten wir erste positive Erfahrungen mit der Umsetzung von Service Learning in einem psychologischen Studiengang gewinnen. Im Oktober 2016 startet ein aus Studienqualitätsmitteln gefördertes und zunächst auf zwei Jahre angelegtes Projekt, das das hier beschriebene Konzept des Service Learning umsetzen und im zahlenmäßigen Umfang der Beteiligten erweitern wird. Es ist die Evaluation der Wirksamkeit der Integrationsmaßnahmen anhand von quantitativen Befragungen und teilnehmenden Beobachtungen geplant. Mit der Erweiterung auf andere Fächer und Schlüsselkompetenzbereiche, vor allem auf die Sprachen (zunächst Arabisch), erwarten wir, dass sich die Didaktik am Ende selbst überflüssig macht und entsteht, was einer der Teilnehmenden so beschrieb: „Außerdem kann man das jetzt nicht mehr als Projekt bezeichnen, weil zwischen den beiden Gruppen sehr gute Freundschaften entstanden sind, und einige treffen sich außerhalb des normalen am Mittwoch stattfindenden Termins.“

Fußnoten

  1. 1.
  2. 2.

    https://www.facebook.com/conquerbabel. Gesehen 28. Juni 2016.

  3. 3.
  4. 4.

    Siehe hierzu das Angebot das Landkreises Göttingen. Online abrufbar unter: http://www.landkreisgoettingen.de/magazin/magazin.php?menuid=578&topmenu=442. Gesehen 28. Juni 2016.

  5. 5.

    Siehe hierzu die Angaben des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Online abrufbar unter: http://www.ms.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=26524&article_id=131276&_psmand=17. Gesehen 28. Juni 2016.

  6. 6.

    Einige der Studierenden seien – mit ihrem Einverständnis – hier genannt, da sie sich außergewöhnlich und nachhaltig engagiert haben: Mehmet Canbeyli, Ariane Holler, Isabel Nöthen, Marlene Vahl, Janina Wesolowski.

Literatur

  1. Allport, G. W. (1971). Die Natur des Vorurteils. Köln: Kiepenheuer & Witsch.Google Scholar
  2. Altenschmidt, K., Miller, J., & Stark, W. (Hrsg.). (2009). Raus aus dem Elfenbeinturm? Entwicklungen in Service Learning und bürgerschaftlichem Engagement an deutschen Hochschulen. Weinheim Basel: Beltz.Google Scholar
  3. Backhaus-Maul, H., & Roth, C. (2013). Service Learning an Hochschulen in Deutschland. Ein erster empirischer Beitrag zur Vermessung eines jungen Phänomens. Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  4. Tajfel, H., & Turner, J. C. (1986). The social identity theory of intergroup behavior. In S. Worchel & W. G. Austin (Hrsg.), Psychology of intergroup relations (S. 7–24). Chicago: Nelson-Hall.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.Georg-Elias-Müller-Institut für Psychologie, Abteilung für Sozial- und KommunikationspsychologieGeorg-August-Universität GöttingenGöttingenDeutschland
  2. 2.Universitätsmedizin Göttingen, Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik, Zentrum für Zahn-, Mund- und KieferheilkundeGeorg August Universität GöttingenGöttingenDeutschland
  3. 3.Zentrale Einrichtung Sprachen und SchlüsselqualifikationenGeorg-August-Universität GöttingenGöttingenDeutschland

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