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Praxis – Zuschreibung – Objektivität.

Argumente gegen einen reduktionistischen Individualismus und ihre Kritik

Practice, attribution, objectivity

Arguments against reductionist individualism and critics

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KZfSS Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie Aims and scope Submit manuscript

Zusammenfassung

In den letzten Jahren ist die sozialtheoretische Debatte um den Individualismus unter dem Stichwort der Emergenz erneut aufgeflammt. Der Aufsatz setzt sich dagegen mit solchen Argumenten gegen den Individualismus auseinander, die keine emergenztheoretischen Prämissen in Anspruch nehmen. Gemeinsam mit diesen ist den untersuchten Argumenten gleichwohl die Behauptung einer Asymmetrie, derzufolge Individuelles in einem konstitutiven Sinne auf Soziales zurückführt, ohne dass dieses Soziale seinerseits auf Individuelles reduziert werden kann. Vier Argumentationstypen werden unterschieden: Erstens geht es um die These, dass individuelles Handeln erst im Kontext einer sozialen Praxis seinen Sinn gewinnen kann. Zweitens setzt sich der Aufsatz mit der Annahme auseinander, dass der Sinn individuellen Handelns aus einer sozialen Zuschreibung resultiert. Drittens wird die These konstitutiver Intersubjektivität untersucht und viertens die Annahme, dass Handlungsfähigkeit auf einer sozialen Anerkennung basiert. Es wird gezeigt, dass diese Argumente erheblichen Problemen ausgesetzt sind. Ausgehend von diesem Befund wird eine individualistische Sozialkonzeption im Sinne Max Webers verteidigt. Konstitutiv für Sozialität sind aus dieser Sicht individuelle Eigenschaften und keine den Individuen vorgängigen Praktiken, Zuschreibungs- oder Anerkennungsprozesse.

Abstract

The article scrutinizes different arguments as against individualism that are different from arguments from emergence. What these types of arguments nevertheless share with an argument based on emergence is the idea of a decisive asymmetry: whereas individual properties have to be derived from social properties, social properties do resist to an analysis in terms of individual properties. Four types of such anti-individualistic arguments are distinguished: First, the idea that individual actions become meaningful actions only in the context of a social practice; second, the claim that action derives from processes of social attribution; third, the thesis that subjective states presuppose intersubjectivity; and, finally, the claim that actorship requires the process of social recognition as an actor. It can be shown that these types of arguments are not conclusive. Thus, an individualistic concept of social phenomena is defended. Following Max Weber, social properties are considered to be a certain class of individual properties that constitute the social world, i.e. individual properties do not necessarily depend on social practices or processes of attribution or recognition.

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Notes

  1. Für Kritik und Anregung danke ich den Herausgebern und Gutachtern.

  2. In der Emergenzdebatte geht es um die Frage nach dem Auftreten „höherstufiger“ Eigenschaften eines Phänomens, die sich von den Eigenschaften der zugrunde liegenden Elemente unterscheiden. Höherstufig kann sich auf das Verhältnis von Ebenen (wie Mikro und Makro) oder von Teil und Ganzem beziehen. Die Debatte um Reduzibilität und Irreduzibilität bezieht sich dann auf die Frage, ob sich höherstufigen Eigenschaften gleichwohl aus den „basaleren“ ableiten lassen oder nicht. Im Gegensatz zu dieser Debatte beziehen sich die hier betrachteten Argumentationen nicht auf eine Ebenendifferenz. Mögliche Anschlüsse böte freilich eine Debatte um den Status sozialer Relationen (vgl. dazu auch Greve 2010, 2012b).

  3. Vgl. seine entsprechende Unterscheidung zwischen morphologischen und physiologischen Ordnungen (Durkheim 1984, S. 112).

  4. Das heißt natürlich nicht, dass nicht auch nicht-subjektiv Sinnhaftes eine Rolle im Aufbau sozialer Ordnungen spielt, dies geschieht aber immer nur durch die Vermittlung individueller Interpretationen (Weber 1980, S. 3). Nicht-intentionale Momente, die sich durch nicht-intendierte Folgen des Handelns ergeben, können zum Institutionenaufbau beitragen, sie müssen dazu aber sinnhaft gedeutet werden und entsprechendes Handeln motivieren (vgl. Greve 2008).

  5. In einem Gutachten wurde auf die Nähe der hier vorgetragenen Argumentationsstruktur zu einer Arbeit von Colin Campbell (1996) hingewiesen. Wie Campbell geht es mir um eine Verteidigung einer weberianischen Auffassung von Soziologie und wie bei Campbell geschieht dies durch eine Kritik prima facie plausibler Kritiken an einer solchen Auffassung. Für den Hinweis auf das Buch von Campbell bin ich äußert dankbar und kann es nur weiterempfehlen.

  6. Mit zentral sind Eigenschaften gemeint, wie z. B. diejenige, über Gedanken verfügen zu können oder die Vorstellung des Objektiven auszubilden, nicht solche wie Vater-Sein oder ähnliche, die natürlich soziale Objekte voraussetzen.

  7. Ein klassischer Ort zur Beobachtung des entsprechenden Fehlschlusses ist die strukturfunktionalistische Phase von Parsons. Zunächst werden soziale Systeme als Interaktionszusammenhänge eingeführt, also als Zusammenhänge wechselseitiger Orientierungen (Parsons 1951, S. 5 f., Parsons et al. 1951, S. 23). Davon werden dann aber zugleich Persönlichkeitssysteme unterschieden. Der Begriff des sozialen Systems tritt damit den Persönlichkeitssystemen gegenüber, deren Orientierungen doch erst das soziale System ausmachen. Bei Parsons wird die Spannung zwischen diesen beiden Konzeptionen durch die These der Analyzität der Unterscheidung der Systemtypen noch in der Schwebe gehalten. Bei Luhmann wird diese bekanntlich aufgehoben: Soziale Systeme existieren dann aus eigenem Recht.

  8. Einerseits wird in der Praxistheorie ein explizierbares Regelkonzept abgelehnt, andererseits die Regel doch zum generativen Prinzip erhoben (vgl. auch Lynch 1997; Fuller 1997; Stueber 2005).

  9. Die Reduzierbarkeit des Kollektivphänomens Gruppe wird bei Gilbert erhalten, denn sie wird ebenfalls kontraktualistisch begründet. Vgl. auch Greve (2012b).

  10. Klassisch von Mandelbaum (1955) formuliert und auch von Bhaskar (1989, S. 28) aufgenommen: „A tribesman implies a tribe, the cashing of a cheque a banking system. Explanation, whether by subsumption under general laws, advertion to motives and rules, or redescription (identification), always involves irreducibly social predicates.“ Bhaskars Argumentation leidet freilich, wie alle ähnlich gelagerten Argumente, darunter, dass die Umkehrung blockiert werden muss, dass es also ein Banksystem nur geben kann, wenn Individuen bestimmte Kennzeichen besitzen, die im Gesamten das Banksystem ausmachen.

  11. Dieser konstituierende Sinn wird in der Attributionsforschung in der Regel nicht behauptet (Schulz-Schaeffer 2007, S. 331 f.).

  12. Vgl. eine entsprechende Abschwächung hin zu Ko-Konstitution durch Entwurf und Zuschreibung bei Schneider (2008, S. 470).

  13. Renn schwankt dann freilich: „Hier bleibt Webers Feststellung (in Teilen [!]) in Kraft, dass die Einheit der Handlung an der von jemandem mit der entsprechenden Tätigkeit oder Bewegung verbundenen Interpretation des ‚Sinns‘ dieser Operation hängt“ (Renn 2006, S. 209). Zur Zuschreibungsthese bei Renn vergleiche auch die Kritik von Greshoff (2011).

  14. Entscheidend ist demnach, dass in beiden Fällen (Handlungskonstitution durch subjektiv gemeinten Sinn vs. Handlungskonstitution durch Zuschreibung) die Kriterien für die Berechtigung der Zuschreibung andere sind: Im ersten Fall ist die Zuschreibung berechtigt, wenn der subjektiv gemeinte Sinn vorlag, im zweiten, wenn jemand eine Zuschreibung vorgenommen hat (unabhängig davon, ob diese berechtigt ist oder nicht).

  15. Zentral ist hier die soziale Relevanz des Verhaltens, aber allein reicht das nicht hin: So tritt zumindest noch die Beherrschbarkeit hinzu (Roxin 2006, S. 248 f.), denn sonst würden auch reflexhaftes Verhalten oder auch schon etwas wie das Angestoßenwerden, das einen anderen vor die U-Bahn schleudert, als Handlung klassifiziert werden müssen.

  16. Hier steht die Vermeidbarkeit eines rechtlich relevanten Tatbestandes im Vordergrund. So formuliert Kahrs: „‚Dem Täter wird ein Erfolg zugerechnet, wenn er ihn nicht vermieden hat, obwohl er ihn vermeiden konnte und das Recht es ihm gebot‘“ (nach Roxin 2006, S. 251).

  17. Handlung ist in seinen Augen Persönlichkeitsäußerung (Roxin 2006, S. 256 ff.).

  18. „dass die strafrechtliche Handlung eine solche ist, die eine Kundgabe […] der Nichtbeachtung des Geltungsanspruchs eines rechtlich geschützten Wertes darstellt“ (Gropp 2005, S. 137).

  19. Der Waffenhersteller wird sich eher für die Qualität der Sicherungssysteme der Waffe interessieren, die Politik für die Vergabe von Waffenscheinen etc. Die Aspektabhängigkeit der Fokussierung auf Teilaspekte der Kausalstruktur ist unbestreitbar, aber diese Perspektivität ändert die Kausalstruktur nicht.

  20. Man könnte einwenden, es ginge um Sinnkonstitution. Das Verhalten wird im Rahmen des Rechts eine andere Qualität zugesprochen: aus der Reinigungshandlung wird eine fahrlässige Tötung, aber sie wird dazu ja, weil sie eine Struktur besitzt, welche die Anwendung dieser Kategorie erlaubt (Nichtberücksichtigung dieser Handlungsfolge).

  21. Hier ergeben sich vielfältige Optionen aufgrund von unvorhergesehenen Kausalverläufen, aber das ändert an der grundsätzlichen Bedeutung der Kausalität nichts (Roxin 2006, S. 511).

  22. „To complete the ‚argument‘, however, I need to show that the only way one could come to have the subjective-objective contrast is through having the concept of intersubjective truth. I confess I do not know how to show this.“ (Davidson 1985, S. 480).

  23. In diesem Sinne ist auch Davidson ein genuiner Individualist. So argumentiert auch Schützeichel (2008, S. 366).

  24. „Solange entstehende Institutionen lediglich durch Interaktion von A und B aufrechterhalten werden, bleibt ihr Objektivitätszustand spannungsvoll, schwankend, fast spielerisch…“ (Berger und Luckmann 1994, S. 62).

  25. „Wenn es als fraglich angesehen wird, ob eine begegnende Entität ein Kommunikant ist oder nicht, wird offensichtlich, dass jede Interpretation eines Alter Ego eine fundierende Deutung voraussetzt, durch die dieses Problem geklärt wird. Diese Interpretation lässt sich nur im Rahmen einer triadischen Struktur begreifen“ (Lindemann 2006, S. 97).

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Greve, J. Praxis – Zuschreibung – Objektivität.. Köln Z Soziol 64, 431–454 (2012). https://doi.org/10.1007/s11577-012-0176-3

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