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, Volume 15, Issue 4, pp 3–3 | Cite as

Diabetes begünstigt Tumorerkrankungen

  • Springer Medizin
Editorial
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In der Kardiologie gilt der Diabetes hinsichtlich des Risikos, einen Herzinfarkt zu verursachen, als „KHK-Äquivalent“. In der Onkologie könnte er zum „Zigarettenäquivalent“ werden, zumindest in der Kombination mit Übergewicht.

Laut der Analyse britischer Forscher gehen mittlerweile fast 6% aller neu auftretenden bösartigen Tumorerkrankungen auf Diabetes und/oder Übergewicht zurück: Demnach waren im Jahr 2012 weltweit 2% aller neu aufgetretenen Krebserkrankungen eine Folge des Diabetes und 3,9% eine Folge von Übergewicht. Das entspricht 280.100 bzw. 544.300 Patienten. Für ihre Untersuchung haben die Wissenschaftler die Inzidenzen von zwölf Krebsformen in 175 Ländern zwischen 1980 und 2002 analysiert.

Diabetes ist ein anerkannter Risikofaktor für kolorektale Karzinome, Pankreaskarzinome sowie für Karzinome von Leber, Gallenblase, Brust und Endometrium. Übergewicht ist assoziiert mit denselben Karzinomen, zusätzlich noch mit multiplem Myelom, Nierenkrebs, Schilddrüsenkrebs sowie Adenokarzinom des Ösophagus und der Cardia.

Literatur

  1. Pearson-Stuttard J et al. Lancet Diabetes Endocrinol. 2017;6(2):95–104CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Springer Medizin

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