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CME

, Volume 14, Issue 11, pp 28–28 | Cite as

Sportler körperlich und psychisch erschöpft

Denken Sie auch an das Übertrainingssyndrom!

Schwerpunkt Bewegung und Sport
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Hohe Trainingsintensitäten oder zu monotone Belastungen können bei Sportlern zum Phänomen des Übertrainings führen.

Leistungsminderung, Depressionen, Schlafstörung oder Appetitlosigkeit bei sportlichen Patienten können auf ein Übertrainingssyndrom hinweisen.

© Steex / Getty Images / iStock

Ausdauersport zählt zu den wichtigsten präventiven Maßnahmen überhaupt. Wird das Training allerdings übertrieben, kann aus dem gesundheitlichen Nutzen auch ein Schaden werden. Leistungsminderung, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit Nachtschweiß, Kopfschmerzen, Depressionen oder erhöhte Infektanfälligkeit — solche Beschwerden können auf ein Übertrainingssyndrom hinweisen, berichtete PD Dr. Thomas Bobbert, von der Charité in Berlin beim Internistenkongress. Es könne ausgelöst werden durch hohe Trainingsintensitäten über einen längeren Zeitraum, vor allem im hochintensiven Ausdauerbereich, zu monotone Belastungen, zu schnelle Trainingsaufnahme nach Infekten oder auch einseitige Ernährung.

Auch Hobbysportler können betroffen sein

Betroffen seien vor allem Leistungssportler, sagte Bobbert, aber auch Hobbysportler mit sehr hoher Trainingsintensität könnten ein Übertrainingssyndrom entwickeln und ab und zu in der Allgemeinarztpraxis auftauchen.

Wichtig sei es, bei Sportlern an ein solches Syndrom zu denken, betonte der Endokrinologe. Wegen der unspezifischen Symptome sei es schwer zu diagnostizieren. Zu hormonellen Auffälligkeiten könnten niedrige Testosteronwerte, oft in Verbindung mit Libidoverlust, sowie anomale Spiegel an Schilddrüsenhormonen und Wachstumshormon zählen. Bis sich Sportler von einem Übertrainingssyndrom erholen, kann es nach Angaben von Bobbert Wochen dauern.

Literatur

  1. Bobbert T: Sport in der Endokrinologie. 123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), 01. Mai 2017, MannheimGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH 2017

Authors and Affiliations

  • rf
    • 1
  1. 1.

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