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Husserls Begriff der Kinästhese und seine Entwicklung

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Notes

  1. 1.

    Zu erwähnen wären in dieser Hinsicht besonders: Claesges (1964), Claesges’ „Einleitung des Herausgebers“ zu Hua XVI, Drummond (1984), Melle (1983), S. 114–120, Piedade (2001), Przybylski (2006) und Mattens (2009).

  2. 2.

    EU, S. 89.

  3. 3.

    Die folgende Darstellung gründet auf W. Hamiltons Fußnote in Reid (1895), S. 864 f., und Wade (2005).

  4. 4.

    Sherrington unterscheidet grundsätzlich zwischen Introzeption und Extrozeption und teilt dann die Introzeptionen in Propriozeptionen (Empfindungen von Lage und Bewegung) und Viszerozeptionen (Empfindungen der inneren Organe und ihrer Tätigkeit) ein.

  5. 5.

    Vgl. U. Claesges, „Einleitung des Herausgebers“, in: Hua XVI, S. XXIV.

  6. 6.

    Schuhmann (1977), S. 8 und 34.

  7. 7.

    Hua XVI, S. 161.

  8. 8.

    Cairns (1976), S. 6.

  9. 9.

    Eine bündige Besprechung der Augen- und Kopfbewegungen ist allerdings schon in einer Aufzeichnung aus 1893 ohne Bezugnahme auf den Terminus „Kinästhese“ zu finden, vgl. Hua X, S. 144–151. Die Darstellung scheint einige bedeutende Ideen der Dingvorlesung vorwegzunehmen.

  10. 10.

    Hua XVI, S. 151.

  11. 11.

    Hua XVI, S. 161: „Ob sie eine grundwesentliche neue Grundgattung von Empfindungen ausmachen oder nicht vielmehr mit den Tastempfindungen in eine obere Gattung zusammengehören, das ist eine Doktorfrage.“

  12. 12.

    Hua XVI, S. 161.

  13. 13.

    Vgl. Hua XVI, S. 170.

  14. 14.

    Vgl. auch Hua XVI, S. 176.

  15. 15.

    Hua XVI, S. 282.

  16. 16.

    Hua XVI, S. 278.

  17. 17.

    Hua XVI, S. 176.

  18. 18.

    Ruhe und Veränderung sind ihrerseits, laut Husserl, als dingliche Zuständlichkeiten keineswegs rein darstellend gegeben, sondern eben nur in der Zuordnung der erscheinungsmäßigen Darstellung zu kinästhetischen Umständen zu erfassen; vgl. Hua XVI, S. 277: „Der ganze Unterschied zwischen Ruhe und Veränderung besteht ja in der kinästhetischen Zuordnung.”

  19. 19.

    Hua XVI, S. 184.

  20. 20.

    Hua XVI, S. 240.

  21. 21.

    Der Begriff der „motivierten Möglichkeit“ ist hier schon als terminus technicus gefasst; vgl. dazu Hua III/1, S. 324 f. Bezeichnend ist dabei allerdings die Tatsache, dass Husserl hier, um den Unterschied von motivierten und leeren oder logischen Möglichkeiten zu umgrenzen, gerade auf die von den Wahrnehmungs-„Umständen“ abhängigen Wahrnehmungsmöglichkeiten zurückgreift.

  22. 22.

    Dabei erwähnt Husserl auch die eigentümliche Möglichkeit, dass Verläufe des einen Systems für solche eines anderen „vikarieren“ oder „surrogieren“.

  23. 23.

    Vgl. Hua XVI, S. 245.

  24. 24.

    Vgl. Hua XVI, S. 267.

  25. 25.

    Vgl. Hua XVI, S. 271 f.

  26. 26.

    Hua XVI, S. 299.

  27. 27.

    Zu Husserls Begriff der „Bekundung“, vgl. Ferencz-Flatz (2010), S. 189–203.

  28. 28.

    Hua IV, S. 58.

  29. 29.

    Hua IV, S. 56.

  30. 30.

    Hua IV, S. 128.

  31. 31.

    Vgl. dazu auch Hua IV, S. 56.

  32. 32.

    Hua IV, S. 150.

  33. 33.

    Hua IV, S. 144 f.

  34. 34.

    Hua IV, S. 146 f.

  35. 35.

    Hua IV, S. 146.

  36. 36.

    Hua IV, S. 148.

  37. 37.

    Hua IV, S. 151.

  38. 38.

    Vgl. etwa Hua IV, S. 151.

  39. 39.

    Hua IV, S. 151.

  40. 40.

    Vgl. Hua IV, S. 286.

  41. 41.

    Vgl. etwa Hua IV, S. 159.

  42. 42.

    Hua IV, S. 284.

  43. 43.

    Hua IV, S. 203 und 212.

  44. 44.

    Hua IV, S. 213.

  45. 45.

    Hua IV, S. 212.

  46. 46.

    Hua IV, S. 152.

  47. 47.

    Hua IV, S. 218.

  48. 48.

    Hua IV, S. 282.

  49. 49.

    Hua IV, S. 65.

  50. 50.

    In seiner ausführlichen Darstellung dieses Begriffs, der hier der Kausalität scharf entgegengesetzt wird, unterscheidet Husserl zunächst die Motivation im Bereich tätiger Akte von der bloß passiven Motivation. Zur Ersteren rechnet er sowohl reine Vernunftmotivationen, die ihr wichtigstes Beispiel im Bereich theoretischer Begründungs- und Ausweisungszusammenhänge finden, als auch relativ vernünftige Motivationen, die auf bloßen Niederschlägen von Vernunftakten beruhen, wie auch letztendlich durchaus unvernünftige Motivationen, von der Art der Triebmotivation. Zu den passiven Motivationen gehört indessen zunächst die Assoziation, die Husserl grundsätzlich auf die Ähnlichkeitsassoziation beschränkt und der er somit auch eine gewisse Vernünftigkeit zuerkennt. Davon unterscheidet er die sogenannten Erfahrungsmotivationen, die – so Husserl – in jeder Wahrnehmung, Erinnerung oder Phantasie wirksam sind, indem sie kontinuierliche oder diskrete „Verbindungen der Zusammengehörigkeit“ auf noetischer und noematischer Seite stiften. Ihre Darstellung nimmt nicht direkt auf die Sphäre des kinästhetischen „K/b Komplexes“ Bezug, doch ist daraus dennoch deutlich zu entnehmen, dass ihre Behandlung seinerseits hierher gehören würde. Obwohl Husserl zu Zeiten schwankt, ob die Erfahrungsmotivationen, in genetischer Hinsicht, nicht dennoch zur Klasse der Assoziationen zu rechnen sind, scheint er dies letztendlich bündig zu verneinen. Darin liegt freilich – obzwar nicht deutlich ausgesprochen – ein gewisser Unterschied zur früheren Konzeption der Dingvorlesung, den spätere Aufzeichnungen dann tatsächlich bestätigen.

  51. 51.

    Hua IV, S. 65.

  52. 52.

    Hua IV, S. 161.

  53. 53.

    Hua IV, S. 161.

  54. 54.

    Hua IV, S. 260.

  55. 55.

    Hua IV, S. 246 f.

  56. 56.

    Hua IV, S. 279 f.

  57. 57.

    Hua IV, S. 294.

  58. 58.

    Hua IV, S. 283.

  59. 59.

    Hua VI, S. 164.

  60. 60.

    Cairns (1976), S. 4.

  61. 61.

    Hua XXXIX, S. 12.

  62. 62.

    Hua Mat VIII, S. 326.

  63. 63.

    Hua IV, S. 330.

  64. 64.

    Hua IV, S. 257.

  65. 65.

    Vgl. etwa EU, S. 89.

  66. 66.

    Hua IV, S. 257.

  67. 67.

    Vgl. Hua Mat VIII, S. 234.

  68. 68.

    Hua VI, S. 164.

  69. 69.

    Hua IV, S. 258.

  70. 70.

    EU, S. 89.

  71. 71.

    Vgl. etwa Hua Mat VIII, S. 326, wo Husserl wiederum auch die zur Kinästhese „zugehörigen“ Empfindungskomplexe anführt.

  72. 72.

    Hua VI, S. 164.

  73. 73.

    Vgl. Hua XIV, S. 547.

  74. 74.

    Hua VI, S. 108.

  75. 75.

    Vgl. etwa Hua IV, S. 97.

  76. 76.

    Hua VI, S. 109.

  77. 77.

    Hua XXXIX, S. 12.

  78. 78.

    Vgl. Hua IV, S. 330.

  79. 79.

    Hua Mat VIII, S. 273.

  80. 80.

    Hua Mat VIII, S. 326.

  81. 81.

    Hua Mat VIII, S. 326.

  82. 82.

    Das Verfahren hat allerdings, wie Husserl in einer Randbemerkung festhält, seine Bedenken (Vgl. Hua Mat VIII, S. 327, Fn. 1).

  83. 83.

    Hua Mat VIII, S. 326 f.

  84. 84.

    Hua Mat VIII, S. 327.

  85. 85.

    Hua Mat VIII, S. 327.

  86. 86.

    Hua Mat VIII, S. 328.

  87. 87.

    Hua IV, S. 95, Fn. 1.

  88. 88.

    EU, S. 89.

  89. 89.

    Hua XIV, S. 552, Fn. 1.

  90. 90.

    Hua XIV, S. 552, Fn. 1.

  91. 91.

    Hua XXXIX, S. 396 f.

  92. 92.

    Hua XXXIX, S. 397.

  93. 93.

    Hua XXXIX, S. 397.

  94. 94.

    Hua XXXIX, S. 397.

  95. 95.

    Hua XXXIX, S. 399.

  96. 96.

    Vgl. etwa Beilage XIV und Text Nr. 48 in Hua XXXIX.

  97. 97.

    Hua Mat VIII, S. 329.

  98. 98.

    Heidegger (1979), S. 87.

Literaturverzeichnis

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  4. Bd. X: Zur Phänomenologie des inneren Zeitbewusstseins (1893–1917). Hrsg. von R. Boehm. 1966.

  5. Bd. XIV: Zur Phänomenologie der Intersubjektivität. Texte aus dem Nachlass. Zweiter Teil: 1921–1928. Hrsg. von I. Kern. 1973.

  6. Bd. XVI: Ding und Raum. Vorlesungen 1907. Hrsg. von U. Claesges. 1973.

  7. Bd. XXXIX: Die Lebenswelt. Auslegungen der vorgegebenen Welt und ihrer Konstitution. Texte aus dem Nachlass (1916–1937). Hrsg. von R. Sowa. 2008.

  8. Materialien Bd. VIII: Späte Texte über Zeitkonstitution (1929–1934). Die C-Manuskripte. Hrsg. von D. Lohmar. 2006.

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Die vorliegende Arbeit wurde von CNCS-UEFISCDI (Projekt PN II-RU TE-156/2010) unterstützt.

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Ferencz-Flatz, C. Husserls Begriff der Kinästhese und seine Entwicklung. Husserl Stud 30, 21–45 (2014). https://doi.org/10.1007/s10743-013-9137-6

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