Sokrates–Buddha

An unpublished manuscript from the archives edited by Sebastian Luft

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Notes

  1. 1.

    Karl Schuhmann, Husserl-Chronik. Denk- und Lebensweg Edmund Husserls (The Hague: Martinus Nijhoff, 1977), pp. 295–301. Subsequently quoted as “Chronik.

  2. 2.

    Karl Schuhmann, “Husserl and Indian Thought,” in: Karl Schuhmann, Selected Papers on Phenomenology, ed. C. Leijenhorst & P. Steenbakkers (Dordrecht/Boston/London: Kluwer, 2004), pp. 137–162. The connection between the manuscripts from convolutes B I 21 and A IV 2 could only be established through the seminar notes by Dorion Cairns (Archives signature N I 24 & N I 25), which were acquired by the Archives after the publication of the Chronik, cf. ibid., p. 148, note 41.

  3. 3.

    Schuhmann, “Husserl and Indian Thought,” pp. 148–153.

  4. 4.

    Comparing the pages 1–7 with pages 8–11, it seems as if Husserl reworked the original text with different pencils (red pencil marks are mostly absent on pages 1–7) and perhaps at different times. This would indicate that Husserl himself, and perhaps deliberately, separated these two parts of the manuscript. Since, however, the train of thought continues uninterruptedly between pages 7 and 8, it justifies in my mind putting the manuscript together again in its original form as it was written on January 21 and 22 of 1926.

  5. 5.

    Husserl’s last assistant, Eugen Fink, did not begin work for Husserl until 1928.

  6. 6.

    The editor would like to thank Stephanie Luft for her help collating this manuscript, as well as staff members of the Husserl Archives in Leuven, Rochus Sowa and Thomas Vongehr, for clarifying the exact reading of some stenograms that were difficult to decipher. Textual emendations and insertions that facilitate the grammatical flow of the sentences have been kept to a minimum, also to preserve the regional flavor of Husserl’s diction. The idea to publish this manuscript stems from a suggestion by Dieter Lohmar of the Archives in Cologne. Thanks go to the director of the Archives in Leuven, Ullrich Melle, for the permission to publish this manuscript.

  7. 7.

    Anm. d. Hrsg.: Statt „ausschließlich“ im Manuskript „einschließlich“.

  8. 8.

    Autonomie des Geschicks.

  9. 9.

    Ernst und Spiel (in einem weitesten Sinn): Es ist hier – vgl. folgendes Blatt seitwärts [vgl. unten, S. 8, Text von „Die Entspannung“ bis „im weitesten Sinn.“] – nun erst zu unterscheiden:

    1. Die Muße in zweckloser Passivität (Zuschauen).

    2. Die <Muße> im Spiel als zwecklose Aktivität, Praxis. Damit scheidet sich:

        (a) ernste Praxis in der ursprünglichen und ernsten Sorge,

        (b) Spielpraxis, „zwecklos“: (α) zweckloses Erkennen, (β) zweckloses Tun und Gestalten im Als-Ob und von Gebilden des Als-Ob.

  10. 10.

    Natürlich haben sich noch keine absoluten Normen von der Tradition losgelöst oder sich ihr gar gegenübergestellt – als „autonome“ Normen.

  11. 11.

    Anm. d. Hrsg.: Über „besonderen Beruf“ und „habituellen Lebensziele“ notiert Husserl jeweils „2“ und „1“; wohl als Hinweis, dass deren Reihenfolge getauscht werden soll.

  12. 12.

    Ein ursprünglicher Begriff von „Freiheit“: – „Ich bin frei“ sagt: Ich bin jetzt meiner Pflichten, meiner heutigen, zeitigen Obliegenheiten ledig. Sie sind erfüllt. „Ich habe mich frei gemacht, ich habe mich entbinden lassen oder habe mich ihrer (auf meine Gefahr) willkürlich entledigt.“

  13. 13.

    Man kann sagen: Erkenntnis und Praxis überhaupt als „Spiel“ führt in regelmäßiger und gar berufsmäßiger Betätigung zur freien Kunst. Unter ihren Begriff fällt wie die Kunst der Gestaltung von Werken der Phantasie auch die Erkenntniskunst. Der freien Kunst steht gegenüber Kunst im Gemeinsinn, die Kunst des Handwerkers, des Staatsmanns, des Soldaten etc. Danach scheiden sich dann auch die Berufe der Lebenssorge und die freien Berufe.

  14. 14.

    Es gibt also Affekte der Unendlichkeit.

  15. 15.

    Er sieht sich als praktisches Zentrum einer sich von ihm aus ins Endlose dehnenden Umwelt. Da scheint es klar, dass seine Wirkungssphäre nicht ins Unendliche reicht und nicht alles für sein Wohl und Wehe in Betracht kommt. Nicht alles ist erkennbar, und sofern es das nicht ist, kann es nicht praktisch erwogen werden – es sei denn als eine unerkennbare Möglichkeit eines die Nahwelt zufällig Bestimmen<den>. Die Fragen, die in dieser Einstellung sich ergeben, sind: (1) Was ist meine Umwelt vor meiner Wertfrage, <was ist> das vorwertlich betrachtete umweltliche Sein? (2) Wie steht es ax<iologisch> mit der Welt? (3) Was kann ich nun tun? Was dazu tun, der Welt die mir rechte ax<iologische> Gestalt zu geben? Treibt mich die Lebensnot, obschon jetzt die aus universaler Überschau entspringende allgemeine statt der momentanen Notdurft, so kann ich nicht in infinitum werten und theoretisch studieren. Ich muss zu einem Ende kommen. Die Not drängt. Auch wenn ich von allgemeiner Menschenliebe bewegt in eins für mich und meine Nebenmenschen die Möglichkeiten der Erlösung und ihre Wege erwäge, „muss“ ich zu Ende kommen.

  16. 16.

    Andererseits ist es nicht ausgeschlossen, dass die universale Wissenschaft des rein theoretischen Interesses gerade das ist, was dem universalen Willen nach einem befriedigenden Leben (Einzelleben und Gemeinschaftsleben) Not tut. Jedenfalls ist im Voraus sicher, dass eine universale Philosophie in ihrer theoretischen Einstellung alle Lebensfragen umspannt, während es nicht sogleich sichtlich ist, ob und inwieweit die universale praktische Stellung der Lebensfragen zur Wissenschaft führt und wie viel sie von einer solchen brauchen kann.

  17. 17.

    Anm. d. Hrsg.: Der Satz von „sofern es“ bis „ausgeschlossen ist.“ ersetzt folgende gestrichene Passage: „Dann ist theoretisches Interesse und ein in infinitum theoretisch verlaufendes Leben eo ipso autonom (analytischer Satz).“

  18. 18.

    Autonom ist ein Wille, der auf der Einsicht beruht, dass anders wollen oder nichtwollen apodiktisch-praktisch ausgeschlossen ist als Willensunmöglichkeit, als praktische Verkehrtheit, als praktische Nichtigkeit.

  19. 19.

    Er ist eingestellt auf eine universale Autonomie in der Praxis.

  20. 20.

    Eine Gemütsbefriedigung, die aus der konsequenten Bewährung, aus der Erzielung endgültiger Wahrheit entspringt.

  21. 21.

    „Ein apodiktischer Wert“ wäre in unserer Sprache zu sagen.

  22. 22.

    Vgl. die älteren Niederschriften. [Es ist nicht deutlich, auf welche Manuskripte sich diese Bemerkung bezieht – evtl. sind die Kaizo-Artikel gemeint. – Anm. d. Hrsg.]

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Husserl, E. Sokrates–Buddha. Husserl Stud 26, 1–17 (2010). https://doi.org/10.1007/s10743-009-9066-6

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  • Indian Philosophy
  • Indian Thought
  • Manuscript Page
  • Husserl Archive